Grüne informieren über Apparatebau-Gelände
Zukunft mit Förderungen gestalten

Eine Delegation der Wendener Grünen, der Kreistagsfraktion und des Kreisvorstands trafen sich auf dem Gelände des Apparatebaus Rothemühle mit Johannes Remmel (M.), um sich über die Zukunft des Areals auszutauschen.
  • Eine Delegation der Wendener Grünen, der Kreistagsfraktion und des Kreisvorstands trafen sich auf dem Gelände des Apparatebaus Rothemühle mit Johannes Remmel (M.), um sich über die Zukunft des Areals auszutauschen.
  • Foto: Jörg Winkel
  • hochgeladen von Pascal Mlyniec (Redakteur)

win Rothemühle. Grüne vor roten Mauern: Das weitläufige Gelände des einstigen Apparatebaus Rothemühle war am Montag Ziel eines Treffens, zu dem die Wendener Grünen den Siegener Landtagsabgeordneten und früheren Landesumweltminister Johannes Remmel eingeladen hatten. Mit dabei waren auch Kreistagsmitglieder der Grünen und die beiden Kreisvorsitzenden, Dr. Gregor Kaiser und Eva Nippel, die sich bei einem Rundgang über das Areal von Elmar Holterhof, Fraktionschef der Grünen im Wendener Gemeinderat, über die Situation des Geländes informieren ließen. Mit dabei auch Anlieger des Areals, über dessen Zukunft am Mittwoch im Wendener Gemeinderat abgestimmt werden soll.

Holterhof machte klar, dass das insgesamt 11 Hektar große Gelände immenses Potenzial besitze und dass die Gemeinde durch den Kauf des gesamten Areals vor drei Jahren ungewollte Nutzungen habe verhindern können. Weiterhin betonte er, dass aus Sicht der Grünen das von der Gemeinde angestoßene Integrierte städtebauliche Entwicklungskonzept (ISEK) viel von dem beinhalte, was sich die Grünen für das Gelände wünschten. Die alternativ zur Debatte stehende Nutzung des Geländes nach Vorstellungen eines Investors hingegen würde die Öffnung der Bigge verhindern, so Holterhof.

"So etwas ist vorsorgende Politik"

Auch dürfe nicht außer Acht gelassen werden, dass sich immerhin 520 Bürgerinnen und Bürger, davon die meisten aus Heid und Rothemühle, an diesem Konzept beteiligt hätten. „Wir würden uns wünschen, dass man die große Halle 1 unterteilen und für kleinteiliges Gewerbe verfügbar machen, die Halle 4 für Kultur und Events nutzbar machen und ansonsten preiswerten Wohnraum schaffen und das Landschaftsschutzgebiet naturfreundlich entwickeln würde“, so Holterhof. Die Anwohner machten deutlich, dass Holterhof mit diesen Äußerungen bei ihnen offene Tore einlaufe.

Remmel zeigte sich beeindruckt von der Weitläufigkeit des Areals und den eindrucksvollen Bauwerken, die zum Teil regionale Industriegeschichte darstellen. „Den Ansatz der Gemeinde, ein solches Gelände zu erwerben, begrüße ich ausdrücklich. Leider können das viele andere Kommunen nicht, weil sie in der Haushaltssicherung stecken oder einfach nicht das Geld haben. Aber so etwas ist vorsorgende Politik.“ Und daher, so Remmel, würde er begrüßen, wenn die Gemeinde diesen Weg weitergehen würde.

Zahlreiche Möglichkeiten

Kleinteiliges Gewerbe hier unterzubringen senke den Druck für die Schaffung neuer Gewerbeflächen, für die Öffnung von Flüssen gebe es Zuschüsse aus der Wasserrahmenrichtlinie, viele andere Töpfe stünden in Nordrhein-Westfalen zur Verfügung, etwa die Heimatförderung, die er sich für die Umwidmung einer Halle zum Veranstaltungsort vorstellen könne, auch stehe der Verband für Flächenrecycling und Altlastensanierung zur Verfügung, um eventuelle Altlasten zu beseitigen.

„Wenn Sie sich in der Kommunalpolitik dafür entscheiden können, werde ich mich in Düsseldorf gern dafür einsetzen, und das sehe ich nicht parteipolitisch, sondern werde mich gern mit Herrn Ritter (Jochen Ritter, CDU, MdL, aus Olpe, die Red.) zusammensetzen. Aber wenn das Ganze jetzt doch komplett weiterverkauft werden soll, dann hätte die Gemeinde es ja vor drei Jahren gar nicht kaufen müssen“, so Remmel. „Ich glaube, mit einer solchen Mischung aus Wohnen, Gewerbe, Natur und Kultur kann man hier wieder jede Menge Leben hereinbringen.“

Autor:

Jörg Winkel (Redakteur) aus Stadt Olpe

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