Zuschüsse für »Dorfkosmetik«

Zuschüsse für Verschönerungsprogramm in Aussicht / Drei Ortschaften im Visier

hobö Wenden. Die Gemeinde Wenden profitiert derzeit und in den kommenden Monaten einmal mehr von ihrer relativ gesunden Finanzlage. Und – so unangenehm das klingen mag – profitiert sie augenscheinlich auch ein wenig davon, dass in anderen Kommunen die Geldsäckel völlig leer sind. Denn andernorts ist man nicht mal mehr in der Lage, trotz hoher Zuschüsse Dritter den dann noch notwendigen Eigenanteil für bestimmte Maßnahmen aufzubringen. Damit öffnen sich die Fördertöpfe für jene Städte und Gemeinden, die zu den Zuschüssen auch noch Eigenmittel aufbringen können. Zu diesen zählt einmal mehr die Gemeinde Wenden.

Denn die Kommune erhält überraschend die Chance, Fördermittel für Dorferneuerungsmaßnahmen abzuschöpfen. Und da sich auch noch die Richtlinien geändert haben, die solche Maßnahmen auch in Ortschaften mit mehr als 2000 Einwohnern zulassen, könnte in einigen Ortschaften der Gemeinde alsbald ein Verschönerungsprozess stattfinden, in denen ein solcher gar nicht mehr erwartet wurde.

Der Haupt- und Finanzausschuss der Gemeinde Wenden befasste sich in seiner Sitzung am Montag mit diesem Thema. Gefördert werden bei Dorferneuerungsmaßnahmen insbesondere die Entsiegelung bzw. Begrünung bislang versiegelter Flächen. Zuständig für die Umsetzung der Projekte ist das Amt für Agrarordnung in Siegen. Mit ihm führte die Verwaltung der Gemeinde Wenden bereits mehrere Gespräche um Maßnahmen im Gemeindegebiet auszuloten.

Die Verwaltung schlug nun den Politikern vor, folgende drei Maßnahmen in Angriff zu nehmen:

1.in Möllmicke die Umgestaltung des »zu groß dimensionierten und trist gestalteten« Kreuzungsbereichs Am Buchhagen/Römerstraße sowie die Umgestaltung und Entsiegelung des Umfeldes der Musikschule;

2.in Gerlingen den Rückbau und die Entsiegelung der Kreuzung St.-Antonius-Weg/Hillmicker Straße;

3.in Hünsborn die Umgestaltung des Kirchenumfeldes im historischen Ortskern.

Bislang existieren nach Angaben der Verwaltung noch keinerlei Planunterlagen, sondern nur handgefertigte Skizzen, die als Gesprächsgrundlage mit dem Amt für Agrarordnung herangezogen worden seien. Dabei sei festgestellt worden, dass alle vom Bürgermeister vorgeschlagenen Maßnahmen förderfähig seien und eventuell bereits in den nächsten zwei bis drei Jahren mit öffentlichen Mitteln gefördert werden könnten. Wahrscheinlich ist eine 60-prozentige Förderung. Daher empfahl die Verwaltung dem Fachausschuss, den Auftrag für die Erstellung der Planunterlagen sowie die Beantragung der Fördermittel zu erteilen.

Elmar Holterhof von Bündnis90/Die Grünen meldete sich in der Ausschuss-Sitzung als Erster zu Wort und bemängelte die Vorschlagsliste. Gerlingen habe bereits von städtebaulichen Förderprogramm (Kaiserstraße/Pfarrer-Dornseiffer-Platz) profitiert. Ottfingen sei zwar schon schön, könne aber sicherlich auch mal von einem solchen Programm profitieren. Daraufhin erklärte Bürgermeister Peter Brüser, er wolle nicht ausschließen, dass es auch in anderen Ortschaften der Gemeinde förderungswürdige Maßnahmen gebe.

Dem Vorschlag von Rüdiger Daus (UWG), die Entscheidung zu vertagen, um sich vorher auch mit Maßnahmen in anderen Dörfern zu beschäftigen, folgte der Ausschuss nicht. Statt dessen wurde bei einer Neinstimme beschlossen, die Verwaltung damit zu beauftragen, die Planunterlagen für die Maßnahmen in Gerlingen, Möllmicke und Hünsborn zu erstellen. Überdies wurde der Vorschlag von Elmar Holterhof angenommen, dass der Bürgermeister prüfen soll, ob Dorferneuerungsmaßnahmen auch in anderen Ortschaften sinnvoll und förderungswürdig sind.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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