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Bürgermeister Wenden
Zweite Amtszeit für Bernd Clemens beginnt

Nach seiner Amtseinführung durfte Bürgermeister Bernd Clemens sogleich Jutta Hecken-Defeld zur erstmaligen Wahl zur 2. stellv. Bürgermeisterin und Ludger Wurm zur Wiederwahl als 1. stellv. Bürgermeister der Gemeinde Wenden gratulieren (v. l.).
  • Nach seiner Amtseinführung durfte Bürgermeister Bernd Clemens sogleich Jutta Hecken-Defeld zur erstmaligen Wahl zur 2. stellv. Bürgermeisterin und Ludger Wurm zur Wiederwahl als 1. stellv. Bürgermeister der Gemeinde Wenden gratulieren (v. l.).
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  • hochgeladen von Sonja Schweisfurth (Redakteurin)

hobö Wenden. Die elfte Wahlperiode des Wendener Gemeinderats wird hoffentlich die letzte sein, in der Schutzmasken den Blick auf Emotionen bei der Amtseinführung des Bürgermeisters und seiner beiden Stellvertreter verwehrten. Die aktuelle Lage aber ließ den eigentlich feierlichen Akt wegen kaum zu erkennender Gesichtszüge weniger ehrwürdig erscheinen. Zumal diesmal auch alle Ratsmitglieder sowie die Besucher erstmals im gesamten Verlauf einer Ratssitzung den Nasen-Mund-Schutz nicht ablegen durften.
Zweite Amtszeit für ClemensSei’s drum, die konstituierende Sitzung des Rates der Gemeinde Wenden am Mittwoch war natürlich geprägt von wichtigen Regularien und Wahlen. Die Wahl von Bürgermeister Bernd Clemens indes erfolgte bereits am 13.

hobö Wenden. Die elfte Wahlperiode des Wendener Gemeinderats wird hoffentlich die letzte sein, in der Schutzmasken den Blick auf Emotionen bei der Amtseinführung des Bürgermeisters und seiner beiden Stellvertreter verwehrten. Die aktuelle Lage aber ließ den eigentlich feierlichen Akt wegen kaum zu erkennender Gesichtszüge weniger ehrwürdig erscheinen. Zumal diesmal auch alle Ratsmitglieder sowie die Besucher erstmals im gesamten Verlauf einer Ratssitzung den Nasen-Mund-Schutz nicht ablegen durften.

Zweite Amtszeit für Clemens

Sei’s drum, die konstituierende Sitzung des Rates der Gemeinde Wenden am Mittwoch war natürlich geprägt von wichtigen Regularien und Wahlen. Die Wahl von Bürgermeister Bernd Clemens indes erfolgte bereits am 13. September, als 61,7 Prozent der Wählerinnen und Wähler dem 53-jährigen CDU-Kandidaten ihr Stimme gaben und ihn zur nunmehr angebrochenen zweiten Amtszeit verhalfen. Gestern oblag es dem 74-jährigen Ulrich Heinrich (UWG) als Altersvorsitzenden des Rats, Bürgermeister Bernd Clemens in sein Amt einzuführen, ihm den Diensteid abzunehmen und ihm die entsprechende Urkunde auszuhändigen.

Wohl der Gemeinde Wenden

Sodann schritt Clemens – die von Ehrenbürgerin Elsbeth Rickers (†) gestiftete Amtskette umhängend – zum Mikrofon. „Ich freue mich auf meine zweite Amtszeit. Mit dem Amtseid habe ich soeben Gesetzestreue und Gerechtigkeit geschworen. Darüber hinaus möchte ich Ihnen versichern, dass ich meine ganze Kraft, mein Können und meine Erfahrung für das Wohl unserer Gemeinde Wenden, für die Bürgerinnen und Bürger einsetzen werde“, versicherte der Bürgermeister. Dabei sei er natürlich weiterhin auf die Zusammenarbeit mit Rat und Verwaltung angewiesen.

Entscheidungen über Parteigrenzen hinweg

Bekanntlich hat die Wahl am 13. September dazu geführt, dass die CDU zwar weiterhin die stärkste Fraktion bildet, erstmals aber seit Gründung der Gemeinde Wenden weniger Stimmen hat als die einstige Opposition aus SPD, UWG und Grünen. Daher bat Bernd Clemens beim Startschuss am Mittwoch für diese neue politische Ära eindringlich darum, „offen, konstruktiv, zielorientiert, fair und sachlich“ den Fokus darauf zu legen, „tragfähige Lösungen zu finden“. „Es geht um unsere Gemeinde Wenden – und ich habe es immer als Vorteil angesehen, zu Entscheidungen auch über Parteigrenzen hinweg kommen zu können“, so der Verwaltungschef und Vorsitzende des Rates.
Große Herausforderungen stünden dem Rat bevor, verwies Clemens auf die Themen Schulen, Schwimmbad, Feuerwehr, Klimaschutz, Corona sowie die Schaffung von Wohn- und Gewerbeflächen. Diese Aufgaben verlangten nach Sachverstand und Kreativität und ließen sich nur in gemeinsamen Anstrengungen bewältigen – „in einem gemeinsamen Wirken dafür, das Wendener Land weiter zu entwickeln“.

Ratsfraktionen zueinander gefunden

Wie die SZ bereits berichtete, sind die Bemühungen von SPD und Bündnis 90/Die Grünen, eine Zählgemeinschaft mit der UWG zu bilden, an den „Unabhängigen“ gescheitert. Diesbezüglich hatten SPD und Grüne vor der Ratssitzung zu einem Pressegespräch geladen, um ihren Unmut über die UWG zu verlautbaren. Nach den gescheiterten Verhandlungen über eine Zählgemeinschaft haben alle vier Ratsfraktionen zueinander gefunden und einen einheitlich abgestimmten Vorschlag für die Wahl der Stellvertreter des Bürgermeisters vorgelegt. Somit standen Ludger Wurm (CDU) als 1. stellv. Bürgermeister und Jutta Hecken-Defeld (SPD) als 2. stellv. Bürgermeisterin en bloc auf dem Wahlzettel. In geheimer Wahl stimmten 32 Ratsmitglieder für den Gesamtvorschlag, zwei votierten mit Nein – bei einer Enthaltung.

Ludger Wurm ist 1. stellv. Bürgermeister

Ludger Wurm war bereits in der Wahlperiode 2014 bis 2020 der 1. stellv. Bürgermeister, Jutta Hecken-Defeld indes ist erstmalig 2. Stellvertreterin. Dieses Amt hatte bisher ihre Parteifreundin Astrid König-Ostermann inne. Ihr dankte Bürgermeister Bernd Clemens für die gute Zusammenarbeit mit ihm selbst und Ludger Wurm unter anderem in Form eines Blumenstraußes.
Einmütig ging es ebenfalls bei der Besetzung der Fachausschüsse zu. Denn auch hier gab es einen einheitlichen, zuvor abgestimmten Vorschlag. Demnach stellt die CDU drei Ausschussvorsitzende – Siegbert Henkel (Wahlprüfungsausschuss), Matthias Quast (Bau- und Planungsausschuss) und Johannes Eichert (Umweltausschuss) – die SPD einen – Catrin Stockhecke-Meister (Ausschuss für Bildung und Soziales) – die UWG einen – Heike Quast (Rechnungsprüfungsausschuss) und die Grünen ebenfalls einen – Michael Bieker (Sport- und Kulturausschuss).
Strittig ging es bei der Wahl der Ortsvorsteher zu. Ausnahmsweise konnten wegen der Corona-Pandemie keine Bürgerversammlungen durchgeführt werden, um Vorschläge einzuholen. Ein Vorschlag der CDU für Gerlingen sorgte sodann für Dissonanzen. 

Autor:

Holger Böhler (Redakteur) aus Wenden

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