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VSV Wenden - Rot-Weiß Hünsborn
Acht-Tore-Derby-Spektakel am "Nocken"

mk Schönau. Was für ein Derby! Die emotionale und aufregende Landesliga-Begegnung zwischen dem VSV Wenden und Rot-Weiß Hünsborn nahm alle Beteiligten und Zuschauer mit auf die Gefühlsachterbahn und endete schlussendlich mit einem spektakulären 4:4 (2:2)-Unentschieden, mit dem aber keiner so recht zufrieden sein wollte. Und das war am Ende des Tages auch absolut verständlich, schließlich fühlten sich beide Mannschaften jeweils ein Mal wie der sichere Sieger und mussten am Ende mitansehen, wie ihnen die Derby-Krone noch aus der Hand gerissen wurde.

3:2 führte Wenden nach über 80 Spielminuten, 4:3 lagen die Gäste aus Hünsborn nach 90 Minuten in Front und mussten eigentlich nur noch die Nachspielzeit überstehen.

mk Schönau. Was für ein Derby! Die emotionale und aufregende Landesliga-Begegnung zwischen dem VSV Wenden und Rot-Weiß Hünsborn nahm alle Beteiligten und Zuschauer mit auf die Gefühlsachterbahn und endete schlussendlich mit einem spektakulären 4:4 (2:2)-Unentschieden, mit dem aber keiner so recht zufrieden sein wollte. Und das war am Ende des Tages auch absolut verständlich, schließlich fühlten sich beide Mannschaften jeweils ein Mal wie der sichere Sieger und mussten am Ende mitansehen, wie ihnen die Derby-Krone noch aus der Hand gerissen wurde.

3:2 führte Wenden nach über 80 Spielminuten, 4:3 lagen die Gäste aus Hünsborn nach 90 Minuten in Front und mussten eigentlich nur noch die Nachspielzeit überstehen. Doch dann bekam der VSV nach einem leichten Stoß kurz vor dem Strafraum noch einmal die Möglichkeit geschenkt, per Freistoß zurückzukommen. Nicht zweimal sagen ließ sich dies Triantafilos Vlachos, der die Kugel in die lange Ecke schlenzte und mit dem Schlusspfiff auf 4:4 stellte.

„Wir sind grundsätzlich enttäuscht“, bilanzierte Hünsborns Trainer Timo Schlabach und auch sein Gegenüber Jörg Rokitte merkte an: „Das Einzige was ich jetzt gerade sagen kann, ist, dass ich enttäuscht bin von dem ganzen Niveau und unserer Körpersprache.“
Es war eines dieser Spiele, die es wohl nur im Fußball gibt. Eigentlich hatten beide Mannschaften nicht ihren besten Tag erwischt. Und eigentlich war das Spiel über weite Strecken fußballerisch auch kein Leckerbissen. Beide Teams operierten häufig mit dem langen Ball hinter die Kette, herausgespielte Torchancen waren Mangelware. Dass es dann doch so ein Spektakel wurde, lag vor allem daran, dass beide Teams ihre offensiven Standards zielstrebig ausnutzten und ein Traumtor aus der Distanz nach dem anderen fiel.
Nach einer Abtastphase zu Beginn, die die Gastgeber kontrollierten, ohne wirklich gefährliche Akzente setzen zu können, überschlugen sich binnen kurzer Zeit die Ereignisse. Einen Freistoß setzte Nico Renner zunächst noch an den Querbalken (20.). Im Anschluss aber blieb Wenden konsequent und Jan Kemper traf sehenswert per Volleyabnahme aus gut 25 Metern zur umjubelten Führung der Hausherren (21.). Doch Hünsborn hatte nicht nur eine Antwort parat. Quasi im Gegenzug verwandelte Steffen Hatzfeld nach einer Hereingabe von der linken Seite freistehend aus kurzer Distanz zum 1:1-Ausgleich (23.). Kurz darauf stellte Daniel Niklas das Spiel plötzlich völlig auf den Kopf, als er den zweiten Ball nach einer Ecke ebenso mustergültig wie auf der Gegenseite Kemper in die lange Ecke drosch (26.).

Für viele Diskussionen sorgte dann das 2:2. Hünsborn schenkte kurz vor der Halbzeitpause schon den dritten Freistoß nur wenige Meter vor der Strafraumkante her. Schlabach war unzufrieden mit der Entscheidung des Schiedsrichters Martin Pier, der ihn an der Außenlinie zurechtwies. Wenden verwandelte in Person von Nico Renner den Freistoß ins Tor des verdutzt dreinblickenden RWH-Keepers Jannik Freund, der noch mit dem Anpfiff des Schiedsrichters gerechnet hatte. Wütende Proteste der Hünsborner nützten nichts.
Nach dem Seitenwechsel setzte RWH die ersten Akzente. Michel Schuchert blieb fair und versuchte nicht, einen Elfmeter herauszuholen (59.), obwohl es durchaus hörbaren Kontakt mit VSV-Schlussmann Mario Arens gegeben hatte. Dann aber ging Wenden wieder in Führung, als sich Vlachos an der Grundlinie durchtankte und den Ball vor dem Tor zu Andre Schilamow legte, der nur noch einschieben musste.
Eine Zeit lang schien es so, als wären die Rot-Weißen nun tatsächlich geschlagen. Nach vorne ging nahezu gar nichts mehr bei Hünsborn, während der VSV zwei, drei gute Umschaltmomente nicht zielstrebig genug ausspielte. Gut zehn Minuten vor dem Ende wurden die Gäste aber wachgeküsst und sorgten für die dritte Wende der Partie. Erst hatte der eingewechselte Henry Stöver das sichere 3:3 noch liegen lassen (83.), ehe Julian Arns von der Strafraumkante Maß nahm und den Ball herrlich über seinen Spann gleiten ließ und in die linke Torecke abschloss (84.). Der Schlusspunkt?

Weit gefehlt. Das hatte sich Wenden dann allerdings auch selbst zuzuschreiben. Merkwürdig passiv verteidigten die Gastgeber eine Ecke, RWH-Goalgetter Luca Künchen war zur Stelle und sah sich sicherlich schon als Derbyhelden (90.). Wäre da nicht Vlachos gewesen und die letzte Pointe, die dieser Sonntagnachmittag für die 400 Zuschauer noch parat hatte.

„Wenn ich die Rückwärtsbewegung oder unser Spiel ohne Ball sehe, war das zu wenig“, bemängelte Rokitte, der trotz des späten Ausgleichs wenig Freude aufbringen konnte. Schlabach indes war mit der Leistung seines Teams „absolut zufrieden“. Andere Ansichten, aber geteilte Punkte.

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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