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Fußball-Westfalenliga
FSV Gerlingen: "Nah dran" und doch geschlagen

Leon Boger (l.) und der FSV Gerlingen mussten sich im Westfalenliga-Heimspiel dem FC Iserlohn um Ralf Schneider trotz hartem Kampf mit 0:2 geschlagen geben.
  • Leon Boger (l.) und der FSV Gerlingen mussten sich im Westfalenliga-Heimspiel dem FC Iserlohn um Ralf Schneider trotz hartem Kampf mit 0:2 geschlagen geben.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

mk Gerlingen. Blitzschnell war Alex Taach aus seinem Tor gestürmt. Freistoß kurz hinter der Mittellinie, die Nachspielzeit lief bereits, ein letzter Standard. Hoffnung für den FSV Gerlingen. 0:1 stand es

mk Gerlingen. Blitzschnell war Alex Taach aus seinem Tor gestürmt. Freistoß kurz hinter der Mittellinie, die Nachspielzeit lief bereits, ein letzter Standard. Hoffnung für den FSV Gerlingen. 0:1 stand es im Heimspiel gegen den FC Iserlohn, das nach drei Niederlagen in Serie der Befreiungsschlag für die Gerlinger werden sollte. Yuuki Fukui trat den Ball zu kurz, viel zu kurz. Taach sprintete zurück, kam sogar an die Kugel und versuchte es mit einem Heber hinter die Iserlohner Abwehrkette. Doch erneut war zu wenig Druck hinter dem Pass, Iserlohn befreite sich – und wie. Maßgenau landete der Ball bei Anas Akhabach, noch einige Meter lief und die Kugel dann lässig zum 0:2 ins leere Tor schob.

Es herrschte Ruhe an der Gerlinger Bank, die Enttäuschung stand dem Team vom „Bieberg“ im Gesicht geschrieben. „Es ist einfach bitter wenn man nah dran ist und keine Punkte holt“, bilanzierte Trainer Dominik Dapprich.

In einem intensiven Spiel fehlten den Gerlingern am Ende in der Offensive die zündenden Ideen und gute Entscheidungen, um ein Tor zu erzielen. Und weil sich der FSV dann bei einem Standard erneut nicht clever genug anstellte, war es auch für ein torloses Remis zu wenig. Auch der aufmunternde Applaus der Gerlinger Zuschauer nutzte für das Punktekonto nichts.

Von Beginn an entwickelte sich ein temporeiches Spiel, in dem es zwar kaum klare Torchancen gab, beide Mannschaften aber äußerst intensiv zu Werke gingen. Gerlingen gab den ersten Warnschuss ab, als Pascale Stahl vom Strafraumrand das Iserlohner Tor anvisierte, Daniel Dreesen die Kugel aber ohne Mühe aus der Luft fischte (9.). Iserlohn kam seinerseits zu einer ähnlichen Abschlusssituation. Der Versuch von Ayman Moussaoui Annafai ging jedoch drüber (18.). Im Anschluss hatten die Hausherren die vielleicht beste Phase in der Begegnung, waren aggressiv in den Zweikämpfen und setzten auch den ein oder anderen Akzent in der Offensive.

Wenn bei Iserlohn etwas Richtung Tor klappte, dann meist über Ralf Schneider. Er prüfte Taach aus der Distanz, der war jedoch auf dem Posten (32.). Richtig brenzlig wurde es bei einer Hereingabe von Schneider von der linken Außenbahn. Zwei Iserlohner hatten sich im Rücken der FSV-Abwehr am zweiten Pfosten abgesetzt, doch Taach spielte stark mit und klärte. So ging es ohne Tore in die Kabinen.
Die beste Gäste-Chance bis zur Führung hatte dann Annafai unmittelbar nach Wiederanpfiff. Nach einem Ballverlust im Gerlinger Spielaufbau kam er an die Kugel, tanzte Boger aus, umkurvte Taach, kam dabei aber zu weit vom Tor weg und wurde in letzter Sekunde noch abgeblockt.

Nun zeichnete sich das 1:0 der Gäste dann doch irgendwie ab. Griffiger und etwas handlungsschneller, einfach den Tick abgezockter war der FCI und belohnte sich dann mit dem Führungstreffer. Ein scharfer Freistoß von Abdelaziz Slimi, kurz zuvor eingewechselt, erreichte im Strafraum den allein gelassenen Jonas Hollmann, der gegen den Lauf von Taach zum 0:1 einköpfte (60.).

Die Partie plätscherte danach so ein wenig vor sich hin, Gerlingen war weder geschockt noch drehte der FSV auf. Ein Kopfball von Philipp Bredebach, der auf die Latte fiel (72.), war bis zum Abpfiff die einzig nennenswerte Offensivaktion des Dapprich-Teams. Glück hatte Taach, der für sein Foul nach einem verlorenen Zweikampf von Brüser an der Außenlinie durchaus hätte Rot sehen können, jedoch mit Gelb davon kam (75.).

Den ersten Matchball ließen die Gäste bei einem Konter noch liegen, in der Nachspielzeit war es dann aber doch soweit. Iserlohn machte den Deckel drauf und entführte die drei Punkte vom „Bieberg“. Dapprich fasste zusammen: „Man kann keinem einen Vorwurf machen hinsichtlich Einstellung und Laufbereitschaft. Der Unterschied ist einfach die Qualität bei Standards und bei Einzelaktionen und da müssen wir weiter dranbleiben. Für diesen Umbruch im Sommer sind wir absolut konkurrenzfähig.“

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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