Fußball-Westfalenliga
FSV Gerlingen: Sind aller guten Dinge drei?

Trainer Dominik Dapprich (3.v.r.) geht seine neue Aufgabe beim FSV Gerlingen zuversichtlich an. Das Ziel ist der Klassenerhalt in der Westfalenliga.
  • Trainer Dominik Dapprich (3.v.r.) geht seine neue Aufgabe beim FSV Gerlingen zuversichtlich an. Das Ziel ist der Klassenerhalt in der Westfalenliga.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sta Gerlingen. Es ist das dritte Jahr in der Fußball-Westfalenliga. Er ist der dritte Trainer in dieser Zeit: Als Dominik Dapprich (32) jetzt erstmals das Kommando auf dem Kunstrasen gab und die Kicker des FSV Gerlingen beim Warmmachen anleitete, lachte die Sonne über dem „Bieberg“. Rein sportlich gesehen war das eine eher seltene Momentaufnahme in den letzten zwei Spielzeiten, in denen der Klub aus der Gemeinde Wenden in insgesamt 27 Partien gerade einmal zwei Siege einfahren konnte und sich letztlich wohl nur durch die Pandemie und zwei Saisonabbrüche (ohne Absteiger) retten konnte. Nun soll mit dem dritten Coach innerhalb von drei Jahren – Dapprich löste Stefan Breuer ab – vieles anders werden. Besser gesagt: Es muss vieles anders werden!

"Spagat zwischen Ergebnissen und einer neuen Handschrift"

„Unser Auftrag ist es nachzuweisen, dass wir in die Liga gehören und diese auch sportlich halten können. Fakt ist, dass es eine schwere Aufgabe wird. Unser Ziel ist der Klassenerhalt“, sagt Dapprich. Eie weitere wichtige Aufgabe soll natürlich auch die Entwicklung des Teams sein. Der 32-Jährige weiß, „dass wir diesen Spagat zwischen Ergebnissen und einer neuen Handschrift hinbekommen müssen“.

Das wiederum wird nicht seine alleinige Aufgabe sein, denn mit dem 54-jährigen Michael Gipperich hat der junge Coach, der bis Ende 2019 Oberligist Sportfreunde Siegen trainierte und dort zuvor auch drei Jahre lang als „Co“ fungierte, einen erfahrenen Assistenten an seiner Seite, der in den letzten zwölf Jahren als Stützpunkttrainer gearbeitet hat. „Es ist eine verdammt schöne und interessante Aufgabe hier“, findet der Assistenztrainer, dem die Freude anzumerken ist, nun auch wieder im Seniorenbereich arbeiten zu können und auf einige Spieler zu treffen, die er bei den Junioren lange begleitet hat.
Lennart Dreisbach ist einer von ihnen. Er bestritt für die Siegener Sportfreunde immerhin 40 Oberliga-Spiele und eine Regionalliga-Partie und ist einer von insgesamt acht Neuzugängen. Allerdings hatte er in den letzten zwei, drei Jahren immer wieder mit Verletzungen und Krankheiten zu kämpfen. Aufgrund einer Fußverletzung konnte er auch noch nicht mitwirken.

Hohe Fluktuation am "Bieberg"

Auch von den anderen sieben „Neuen“ erhofft man sich am „Bieberg“ einiges aufgrund ihrer ordentlichen bis sehr guten Ausbildungsstationen und der Entwicklungspotenziale: So sammelten beispielsweise Robin Klaas (zuletzt Iona Gaels/USA) und Kenan Uzun (TuS Plettenberg) Erfahrungen im Jugendbereich des VfL Bochum. Zudem haben Leon Boger (SuS Niederschelden), Lukas Pischel, Anton Uebach (beide Sportfreunde Siegen), Elija Wagener (Germania Salchendorf) und Keeper Alex Taach (TuS Erndtebrück) den Weg nach Gerlingen gefunden. Sie müssen sich aber allesamt erst mal in der Westfalenliga beweisen.

Nicht mehr dabei sind Christoph Sauermann, Steffen Scheppe (beide SpVg Olpe), Maximilian Humberg (SG Finnentrop/Bamenohl), Marcel Laube (SG Hützemert/Schreibershof), Dominik Zimmermann (GW Elben), Oliver Weuste (SC Drolshagen), Dennis Busenius (SC LWL), Marius Grebe (RW Hünsborn), Louis Häner (SV Dahl-Fr.), Alexander Horst (Kiersper SC), und David Ohm (2. Mannschaft) – viele Spieler also, die in den letzten Jahren zum absoluten „Stamm“ zählten und Lücken hinterlassen.

Dapprich nimmt diese hohe Fluktuation hin, er empfindet diese sogar als notwendig. „Die Mannschaft war sehr alt, und dieser Umbruch musste so kommen, wenn man tabellarisch zweimal dort stand, wo man stand. Da muss man auch hinterfragen, warum das so war. Das kann nicht nur Zufall gewesen sein.“

Wieder Abstiegskandidat in der Westfalenliga

Der Coach hätte insgesamt schon gerne 20 Feldspieler plus zwei Torhüter im Kader. Der Sportliche Leiter Stefan Büdenbender weiß das und sagt: „In der Tat: 20 Spieler reichen nicht. Wir haben noch zwei, vielleicht drei freie Kaderplätze, die aufgefüllt werden sollen. Aber es muss auch passen, so wie wir auch Wert darauf gelegt haben bei unseren neuen Spielern.“

Das dritte Jahr Westfalenliga, der dritte Coach in dieser Zeit: Sind in Gerlingen nun aller guten Dinge drei? An einer zu großen Erwartungshaltung an Trainer und Mannschaft wird es bestimmt nicht scheitern. Das Team geht als Außenseiter und auch als Abstiegskandidat ins Rennen und kann nur gewinnen. Schließlich kann es nur besser werden als in den vergangenen beiden Spielzeiten.

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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