SZ

Wendens Trainer Jörg Rokitte spricht Klartext
"Gründe für Misere sind vielschichtig"

Trainer Jörg Rokitte hat trotz der prekären Lage noch Hoffnung, dass der Klassenerhalt mit dem VSV Wenden noch gelingt.
  • Trainer Jörg Rokitte hat trotz der prekären Lage noch Hoffnung, dass der Klassenerhalt mit dem VSV Wenden noch gelingt.
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mt Wenden. Der VSV Wenden steckt seit einigen Wochen tief im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga fest. Nach der deftigen 2:7-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Erlinghausen wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt satte sieben Punkte. Zudem ist das Torverhältnis gegenüber den Mitkonkurrenten signifikant schlechter. Was also tun, um den drohenden Abstieg noch zu verhindern? Die SZ hat mit Trainer Jörg Rokitte über die prekäre Situation gesprochen:

Herr Rokitte,

mt Wenden. Der VSV Wenden steckt seit einigen Wochen tief im Abstiegskampf der Fußball-Landesliga fest. Nach der deftigen 2:7-Heimniederlage gegen Rot-Weiß Erlinghausen wird die Luft im Tabellenkeller immer dünner. Der Abstand zum rettenden Ufer beträgt satte sieben Punkte. Zudem ist das Torverhältnis gegenüber den Mitkonkurrenten signifikant schlechter. Was also tun, um den drohenden Abstieg noch zu verhindern? Die SZ hat mit Trainer Jörg Rokitte über die prekäre Situation gesprochen:

Herr Rokitte, viele Anhänger des VSV Wenden dachten, dass mit dem Sieg gegen Weißtal die Wende zum Positiven eingeläutet worden wäre. Das sieht nach den jüngsten beiden Heimpleiten gegen Attendorn und Erlinghausen jedoch ganz anders aus...
Schon nach dem Sieg gegen Rot-Weiß Lüdenscheid und der guten Leistung gegen Obersprockhövel hatten wir gehofft, dass wir die Wende schaffen. Erst recht, als wir gegen Weißtal die guten Wochen zuvor mit dem nächsten Erfolg abgerundet haben. Dass wir uns dann in den Spielen gegen Attendorn und Erlinghausen so gehen lassen, war in der Art und Weise nicht zu erwarten.

Was sind die Gründe für diese Misere?
Die Gründe dafür sind vielschichtig. Der Hauptgrund ist sicherlich die schlechte Trainingsbeteiligung. Jeder einzelne Spieler hat sicherlich einen Grund, warum er nicht trainieren kann, aber in der Summe ist das nicht aufzufangen. Mit so wenigen Spielern ist zum einen kein vernünftiger Trainingsaufbau möglich, und zum anderen gibt es auch keinen gesunden Konkurrenzkampf, der eigentlich nötig wäre. Die Faktoren, die zu den Niederlagen führen, kann man aus diesen Punkten ableiten.

Haben Sie das Gefühl, dass mittlerweile alle Spieler den Ernst der Lage verstanden haben?
Den Ernst der Lage hätten die Spieler eigentlich schon in der Winterpause erkennen müssen – zumal wir ihnen die Situation auch immer wieder vor Augen geführt haben. Aber wenn man sich die Niederlage gegen Erlinghausen anschaut, wo wir nach zehn Minuten bereits mit 0:2 zurückliegen und dann nach der Pause innerhalb von zehn Minuten vier weitere Gegentore kassieren, dann muss man sagen: Nein, die Spieler haben den Ernst der Lage offenbar noch nicht erkannt.

Sieben Punkte Rückstand sind es bis zum ersten Nichtabstiegsplatz. Was macht Ihnen Hoffnung, dass der VSV am Ende noch den Klassenerhalt schafft?
Hoffnung macht mir, dass die Mannschaft in der Lage sein kann, eine positive Serie zu starten. Wer noch ein bisschen sportlichen Ehrgeiz hat, der sieht, dass wir bei Siegen am Sonntag gegen Berchum/Garenfeld und im darauf folgenden Nachholspiel gegen Brilon bis auf einen Punkt an die Nichtabstiegsplätze herankommen können. Und das ist das Mindeste, was man noch versuchen sollte.

Sie hören nach dieser Saison auf. Haben Sie zu irgendeinem Zeitpunkt schon mal 
daran gedacht, vorher einen Schlussstrich zu ziehen?
Ja, klar. Gerade nach den deftigen Niederlagen denkt man natürlich an so etwas. Allerdings hat das nach Rücksprache mit dem Vorstand keinen Sinn gemacht. Deshalb war für mich klar, bis zum Schluss alles zu versuchen, um in der Liga zu bleiben. Und das kann ja noch klappen.

Autor:

Marc Thomas

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