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Fußball-Kreispokal Olpe
Junggesellenabschied löst "Endspiel-Zoff" aus

rege Rothemühle. In der Schlussphase der Saison 2021 hängt der fußballerische Haussegen in der Gemeinde Wenden schief, und zwar gewaltig. Keine fünf Kilometer trennen die Sportplätze in Hünsborn und Rothemühle, die am Löffelbe

rege Rothemühle. In der Schlussphase der Saison 2021 hängt der fußballerische Haussegen in der Gemeinde Wenden schief, und zwar gewaltig. Keine fünf Kilometer trennen die Sportplätze in Hünsborn und Rothemühle, die am Löffelberg und am Rothenborn beheimateten Vereine trennen aktuell hingegen atmosphärisch Welten. Eigentlich sollte heute Abend das Kreispokal-Endspiel zwischen dem Landesligisten Rot-Weiß Hünsborn und Bezirksligist SV Rothemühle angepfiffen werden, doch dazu kommt es nicht: Für den vorgesehenen Spieltermin 25. Mai folgte am Montagabend der endgültige „Abpfiff“ aus Rothemühle, bei der Suche nach einem Alternativtermin kamen beide Klubs auf keinen gemeinsamen Nenner, der Pokal-Krach schaukelte sich immer weiter hoch und führt nun zu gegenseitigen Schuldzuweisungen. Gespannt warten die Wendschen Fußball-Fans jetzt die Entscheidung des „Schiedsrichters“ – in diesem Fall der Kreisvorstand – ob der Pokalwettbewerb noch in die Verlängerung gehen wird oder Rot-Weiß Hünsborn zum Pokalsieger erklärt wird.

Egal, wer den Pokal letztlich in die Höhe stemmen darf, Stand jetzt wird es nur Verlierer und einen Pokalsieg(er) mit „fadem Beigeschmack“ geben, denn die Fronten zwischen den Finalisten sind verhärtet. Die Initiative, eine Terminsuche für das laut Kreispokalspielplan schon im August 2021 für 25. Mai vorgesehene Endspiel zu starten, nach dem Finaleinzug vom SV Rothemühle aus, nachdem dem Bezirksligisten am 18. Mai mit dem 3:2-Triumph beim Westfalenligisten FC Lennestadt ein echter Pokal-Coup geglückt war.

Urlaub, Dienstpläne, Schützenfest...

Der SVR beherzigte den Vorschlag von Pokalspielleiter Ulrich Keine, mit dem Wunsch einer Spielverlegung auf die Rot-Weißen zuzugehen. Grund für die Bitte des Achtligisten: der Junggesellenabschied von Daniel Morillo, den der Rothemühler Spielertrainer mit Abflug am Morgen des 25. Mai von Freunden geschenkt bekommen hatte – mit der Folge, dass neben Morillo selbst auch fünf weitere Stammspieler fehlen würden. Und dann begann das unsägliche und erfolglose Feilschen um einen neuen Austragungstag. Der SVR warf im Laufe der nächsten Tage verschiedene Termine aufs Spielfeld (24. Mai, 2. Juni, 8. Juni, 9. Juni), doch mal war es das noch offene Landesliga-Nachholspiel der Hünsborner beim SC Berchum/Garenfeld (2. Juni), mal das Fehlen von Leistungsträgern auf Hünsborner Seite (8. bis 10. Juni), mal die bereits festgelegen Dienstpläne einiger Kicker (24. Mai), die dafür sorgten, dass der Siebtligist bei jedem Vorschlag die „Rote Karte“ zückte. Auch Events wie „Siepen im Sunnesching“, das Frühlingsfest der TM Heid und das Hünsborner Schützenfest trugen ihr Scherflein zur missglückten Terminsuche und Eskalation des „Pokal-Krachs“ bei.

Auch Landesliga-Nachholspiel sorgt für Verdruss

In diesem werfen die Rothemühler ihrem Kontrahenten auch das vergebliche Warten auf einen zugesagten Anruf vor. Ferner beklagen sie die Ausnahmeregelung bei der Ansetzung des Landesliga-Nachholspiels in Bezug auf den Rahmenterminkalender (Anm.: Der 2. Juni ist kein offizieller Nachholspieltag des FLVW) sowie die Nichtbeachtung der Durchführungsbestimmungen (Anm.: Berchum/Garenfeld bestreitet am 26. Mai das Kreispokal-Finale, obwohl überkreisliche Meisterschaftsspiele Vorrang haben).

"Entscheidung ist uns sehr, sehr schwer gefallen"

Die Auseinandersetzung gipfelte nach einer Vorstandssitzung am Montagabend im Endspiel-Verzicht des SV Rothemühle, dem nach eigener Aussage durch den Junggesellenabschied, Verletzungen und Urlaub nur acht Akteure zur Verfügung gestanden hätten, . „Diese Entscheidung – wenngleich sie einstimmig getroffen wurde – ist uns sehr, sehr schwer gefallen, zumal die Mannschaft es in diesem Jahr mehr denn je verdient hat, um den Kreispokal zu spielen. Wir sind selbstverständlich bereit, ab der Kalenderwoche 22 zu dem Pokalfinale anzutreten“, schreibt der Vorstand des SVR .

Diese Bereitschaft wird bei den Rot-Weißen, die auch aus organisatorischen Gründen einen dicken Hals haben, nicht unbedingt vorhanden sein. „Wir möchten hiermit darlegen, dass wir jeden der genannten Terminvorschläge in unserem Vorstandsgremium und in Absprache mit der 1. Mannschaft geprüft haben. Für den SV Rothemühle bestand genug Zeit, sich auf die möglichen Pokalspiele vorzubereiten und private Veranstaltungen entsprechend anders zu planen“, heißt es in einer vom 1. Geschäftsführer Frank Halbe unterzeichneten Stellungnahme. Es sei für RWH nicht vertretbar, aufgrund von einer anderen Veranstaltung in Ottfingen, die in keiner Weise einen Zusammenhang mit dem Kreispokal habe, und einer privaten Junggesellentour von fünf Personen das Endspiel zu verschieben und den Hünsborner Spielern die Möglichkeit zu nehmen, an diesem Pokalfinale teilzunehmen. Diese hätten sich hinsichtlich ihrer Dienst-, Freizeit- und Urlaubspläne an den bestehenden Terminen der Meisterschaft und des Kreispokals orientiert.

Verpflegung für Pokalfinale schon geliefert

„Des Weiteren waren die organisatorischen Arbeiten, die im Hintergrund des Pokalfinales anstehen, bereits im vollen Gang. Die Dienstpläne für Kassieren, Kioskbetrieb, Wirtschaft und der Wacholderhütte standen fest. Die notwendige Verpflegung war bestellt und auch schon geliefert worden. Durch die Verweigerung des SV Rothemühle, das Finale zu bestreiten, wird der Wettbewerbscharakter des Olper Kreispokals immens beschädigt. Das ist eine Respektlosigkeit gegenüber allen Vereinen, die jedes Jahr aufs Neue in diesem Wettbewerb starten“, fährt Halbe weitere verbale Geschütze auf. Wenn es im Wendschen Pokal-Zoff an einem nicht mangelt, dann an Zündstoff …

Autor:

René Gerhardus (Redakteur) aus Siegen

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