Zwei Neue aus der Erndtebrücker A-Jugend
RW Hünsborn: ein (Löffel-)Berg voller Fragen

Torwart-Dreikampf am Löffelberg: Marius Grebe, Jannik Freund und Alexander Kahlert (v.l.) kämpfen um die Nummer eins bei Rot-Weiß Hünsborn.
  • Torwart-Dreikampf am Löffelberg: Marius Grebe, Jannik Freund und Alexander Kahlert (v.l.) kämpfen um die Nummer eins bei Rot-Weiß Hünsborn.
  • Foto: sta
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sta Hünsborn. Während sich anderswo das Personalkarussell schnell gedreht hat, ging es bei RW Hünsborn recht beschaulich zu: „Nur“ Steffen Freitag und Sebastian Bley (beide zu Fortuna Freudenberg) sowie der kaum zum Einsatz gekommene Keeper Tom Mockenhaupt haben dem Fußball-Landesligisten den Rücken gekehrt, und mit Marius Grebe (FSV Gerlingen) sowie Rückkehrer Jonathan Knott (VfR Rüblinghausen) standen bis vor kurzem auch nur zwei Neue zu Buche.

Jetzt hat sich dann aber noch etwas getan: Mit den Mittelfeldspielern Samet Özmen und Eliezer Ngombo haben sich noch zwei Jungspunde dem Team von Timo Schlabach angeschlossen, die in der letzten Saison noch für die A-Junioren des TuS Erndtebrück auf Punkte- und Torejagd gegangen sind. Am Löffelberg gilt es gleich mehrere spannende Fragen zu beantworten:

Viele Fragezeichen in der Offensive

Wie geht es den Langzeitverletzten? Das Prunkstück der Rot-Weißen könnte die Offensive werden, wenn denn die zuletzt Langzeitverletzten rechtzeitig fit werden. Marius Uebach, Luca Künchen und Daniel Niklas erlitten allesamt Kreuzbandrisse, wobei die Fortschritte bei den beiden Letztgenannten deutlich erkennbar sind, die Integration ins Mannschaftstraining bestens verläuft und der Saisonauftakt kein allzu weit entferntes Ziel darstellt. Bei Uebach, dem spielenden „Co“, der bereits seinen zweiten Kreuzbandriss hinter sich hat, sind Prognosen hingegen nicht möglich. „Wir müssen einfach abwarten, wie sein Körper reagiert. Da machen wir uns und ihm keinen Druck“, sagt der Sportliche Leiter Rade Lucic.

Dreikampf im Tor

Wer macht das Rennen im Tor? Auf der Position zwischen den Pfosten hat der letztjährige Stammkeeper Jannik Freund Konkurrenz bekommen: Marius Grebe hat den Weg vom FSV Gerlingen zu RWH gefunden und kommt mit der Empfehlung von zehn Westfalenliga- und 17 Landesliga-Partien in den letzten vier Jahren. Und auch Alexander Kahlert, der bereits in der letzten Spielzeit  –  als Noch-A-Jugendlicher  –  von der U 19 der Sportfreunde Siegen gewechselt war, rechnet sich Chancen auf die Nummer eins aus. Ein spannender Dreikampf bahnt sich.

Lucic: "Einige Leute leben an der Realität vorbei"

Reicht die Breite und die Qualität des Kaders aus? Der Abgang von Innenverteidiger Steffen Freitag schmerzt, wobei Trainer Timo Schlabach davon ausgeht, den Innenverteidiger intern ersetzen zu können. Daraus, dass RWH gerne mehr am Transfermarkt gemacht hätte, machen er und Rade Lucic kein Geheimnis. Der Sportliche Leiter sagt aber auch ganz offen: „Die Pandemie hat vieles erschwert. Nicht nur, was die Kontaktaufnahme mit potenziellen Neuen angeht und deren schwammige Aussagen, wie sie sich ihre Zukunft vorstellen, sondern auch, dass etliche Spieler gedacht haben, sie könnten die finanziellen Einbußen durch Corona bei uns auffangen. Da leben einige Leute an der Realität vorbei, denn wir werden unsere Identität nicht verlieren und machen gewiss keine verrückten Sachen, nur um etwas zu machen.“

Wie sieht die Zielsetzung für die kommende Saison aus? Schlabach: „Keine Mannschaft weiß nach der langen Pause so wirklich, was abgehen wird. Wir wollen schnell Punkte sammeln, aber es wird extrem schwierig für uns, wenngleich unsere Qualität richtig gut ist. Viele Ausfälle und Sperren können wir uns aber nicht erlauben. Für den Konkurrenzkampf und gewisse Ziele ist ein breiterer Kader als wir ihn haben, schon gut.“

Fazit: Kann der Abgang von Steffen Freitag kompensiert werden und sollte darüber hinaus zumindest ein Teil der Langzeitverletzten rechtzeitig fit werden und Miguel Seoane-Morente seine Torjägerqualitäten bestätigen (letzte Saison: sechs Tore in fünf Partien), stehen die Chancen auf eine sorgenfreie Runde für RWH nicht schlecht.

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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