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Fußball-Landesliga
Schock für Rot-Weiß Hünsborn in Minute 97

Luca Künchen (r.) traf zum zwischenzeitlichen 3:1 für Hünsborn, doch auch der Treffer des Torjägers reichte gegen nie aufgebende Gäste nicht zum Heimsieg.
  • Luca Künchen (r.) traf zum zwischenzeitlichen 3:1 für Hünsborn, doch auch der Treffer des Torjägers reichte gegen nie aufgebende Gäste nicht zum Heimsieg.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

mk Hünsborn. Eigentlich hatte alles so gut angefangen für Rot-Weiß Hünsborn. Als fünf Minuten vor dem Pausenpfiff Daniel Niklas zum 4:1 gegen den SC Berchum/Garenfeld einnetzte, schien die Landesliga-Mannschaft von Timo Schlabach auf dem besten Wege zum Heimsieg. Doch dann kassie

mk Hünsborn. Eigentlich hatte alles so gut angefangen für Rot-Weiß Hünsborn. Als fünf Minuten vor dem Pausenpfiff Daniel Niklas zum 4:1 gegen den SC Berchum/Garenfeld einnetzte, schien die Landesliga-Mannschaft von Timo Schlabach auf dem besten Wege zum Heimsieg. Doch dann kassierten die Hünsborner erst das 2:4 und dann sah Daniel Jung kurz nach dem Seitenwechsel die Gelb-Rote Karte. RWH musste in Unterzahl zu Ende spielen – der Vorsprung schmolz dahin. Lange sah es dennoch nach einem erfolgreichen Nachmittag aus, ehe Christian Deuerling in der siebten Minute der Nachspielzeit zum 4:4 traf und für die letzte Pointe sorgte.

„Wir müssen uns an die eigenen Nase fassen und uns cleverer anstellen. Wenn es 4:1 steht, musst du gewinnen“, konstatierte Timo Schlabach, dessen Team bereits gegen den VSV Wenden vor einigen Wochen mit einem 4:4 in letzter Minute vom Platz gegangen war. In einem temporeichen Duell verhinderte Marius Grebe das frühe 0:1 (5.), ehe Daniel Niklas nach Flanke von Michel Schuchert aus kurzer Distanz zur Führung der Hausherren einköpfte (11.). Kurz danach stand es schon 2:0, weil Schuchert mit einem tollen Laufweg ins Zentrum dribbelte, Jonathan Knott die Situation erkannte und den Steckpass seines Mitspielers am herauseilenden Keeper vorbei ins Tor spitzelte (14.).

Berchum blieb jedoch unbeeindruckt, hielt weiter mit und belohnte sich einige Minuten später mit dem 1:2 durch Jerome Nickel (23.). Danach machten beide Teams jederzeit den Anschein, ein Tor erzielen zu können, insgesamt beruhigte sich das Geschehen aber etwas. Gegen Ende der ersten Halbzeit zogen die Gastgeber dann das Tempo noch einmal an und erzielten nach einem blitzschnell vorgetragenen Konter durch Luca Künchen das 3:1 (36.). Daniel Niklas legte direkt im Anschluss nach und markierte den 4:1-Pausenstand (37.). Jonathan Knott hätte sogar noch das 5:1 erzielen können, als er – erneut nach einem Konter – völlig freistehend vor Berchum-Schlussmann Dominik Hollmann vergab (44.). Es war die einzige Torchance, die RWH in der ersten Hälfte nicht nutzte. Insgesamt verdient, aber vielleicht etwas zu hoch vorne, gingen die Hünsborner in die Kabine.

Nach dem Seitenwechsel jagte dann ein Schock den nächsten. Erst erzielte Christian Deuerling das 2:4 (52.), dann sah Daniel Jung nur kurze Zeit später für ein Foulspiel seine zweite Gelbe Karte und musste deshalb vorzeitig duschen (55.). Timo Schlabach echauffierte sich: „Das ist ein Unding. Er bekommt die erste gelbe Karte nach fünf Minuten, der Gegner spekuliert dann auf den Platzverweis. Da fehlt mir das Fingerspitzengefühl.“

Plötzlich geriet der sicher geglaubte Sieg ordentlich ins Wanken. Hünsborn schaffte es zunächst noch gut, den mit vielen langen Bällen operierenden Gegner vom eigenen Tor wegzuhalten, doch in der Schlussphase war es wieder Nickel, der im Anschluss an einen weiten Pass verkürzte (86.). Es war eine von Hektik geprägte zweite Hälfte, die dann mit sieben Minuten noch viel Nachspielzeit für die nun angestachelten Berchumer bereithielt, um doch noch den Ausgleich zu erzwingen.

Und genau so sollte es kommen. Ein letzter langer Ball kam geflogen, Christian Deuerling setzte sich im Hünsborner Strafraum durch und drückte die Kugel über die Linie – das 4:4 in der 97. Minute. Entsprechend konsterniert bilanzierte Schlabach diesen besonders verrückten Fußball-Nachmittag am Löffelberg: „Wir waren viel zu zaghaft bei den langen Bällen Der Gegner war körperlich sehr präsent. Wir müssen auch lernen, die entsprechende Härte an den Tag zu legen, dann verlieren wir so ein Spiel nicht.“ Dass Schlabach beim 4:4 von „verlieren“ sprach, verdeutlicht die Gefühlslage in Hünsborn nach diesem packenden Landesliga-Duell.

Autor:

Redaktion Sport aus Siegen

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