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Liederstrolche und Singsalabim gemeinsam im Musical "Die Hexe Backa Racka"
Ein Plädoyer für mehr Toleranz

Die rund 50 Kinder der beiden Kinderchöre Liederstrolche (Wilnsdorf) und Singsalabim (Klafeld) führten am Samstag und Sonntag unter der Leitung der Musikpädagogin Andrea Stötzel das Musical von der "Hexe Backa Racka" im Forum des Gymnasiums Wilnsdorf auf.
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  • Die rund 50 Kinder der beiden Kinderchöre Liederstrolche (Wilnsdorf) und Singsalabim (Klafeld) führten am Samstag und Sonntag unter der Leitung der Musikpädagogin Andrea Stötzel das Musical von der "Hexe Backa Racka" im Forum des Gymnasiums Wilnsdorf auf.
  • Foto: Jörg Langendorf
  • hochgeladen von Redaktion Kultur

la Wilnsdorf. Aufwendige Produktion von „Die Hexe Backa Racka“ mit rund 50 Kindern begeisterte im Forum Wilnsdorf in Aufführungen an zwei Tagen.
la Wilnsdorf.  Die Botschaft war verpackt in eingängige Melodien, eine kindgerechte Handlung, in einem aufwändigen Bühnenbild und einer Gesamtproduktion, die Hochachtung verdient. Sie lautete: Man sollte nicht vorschnell urteilen. Denn was passiert, wenn sich Vorurteile gegen Menschen verfestigen, wenn die sich anders verhalten, als der Mainstream? Wenn man sich nicht bemüht, „die anderen“ genauer kennenzulernen? Wenn Vorurteile diffamieren? Sie eventuell sogar andere in Lebensgefahr bringen? Ein hochaktuelles und brisantes Thema, angesichts des aufkommenden Fremdenhasses und der Rechtstendenzen.

la Wilnsdorf. Aufwendige Produktion von „Die Hexe Backa Racka“ mit rund 50 Kindern begeisterte im Forum Wilnsdorf in Aufführungen an zwei Tagen.
la Wilnsdorf.  Die Botschaft war verpackt in eingängige Melodien, eine kindgerechte Handlung, in einem aufwändigen Bühnenbild und einer Gesamtproduktion, die Hochachtung verdient. Sie lautete: Man sollte nicht vorschnell urteilen. Denn was passiert, wenn sich Vorurteile gegen Menschen verfestigen, wenn die sich anders verhalten, als der Mainstream? Wenn man sich nicht bemüht, „die anderen“ genauer kennenzulernen? Wenn Vorurteile diffamieren? Sie eventuell sogar andere in Lebensgefahr bringen? Ein hochaktuelles und brisantes Thema, angesichts des aufkommenden Fremdenhasses und der Rechtstendenzen.

Bewährtes Team: Andrea Stötzel, Liederstrolche und Singsalabim

Musikpädagogin Andrea Stötzel hat mit den beiden Kinderchören Liederstrolche (Musikschule Wilnsdorf) und Singsalabim (Kirchengemeinde Klafeld), mit insgesamt rund 50 Kindern, das Musical „Die Hexe Backa Racka“ (Text: Werner Schrader/Musik: Heinz Lemmermann) einstudiert. Und das war eine gute Entscheidung, die an zwei Tagen (Samstag und Sonntag) im ausverkauften Forum des Gymnasiums Wilnsdorf das Publikum begeisterte. Andrea Stötzel: „Die Geschichte von der Hexe Backa Racka bietet viele Schnittmengen mit dem Erfahrungshorizont der Kinder und gab schon bei der Vorbereitung oft Anlass für interessante, weiterführende Gespräche.“

Auch eine Hexe braucht Schutz!

Die Geschichte des Musicals: Die kleine Hexe wohnt im Feuchtwiesener Mischwald neben dem 17. Baum vom Feldweg nach Honigwabenzell. Ob sie wirklich die letzte ihrer Zunft ist, bleibt ungewiss. Doch Backa Racka kann auf ihrem Besen erst fliegen, als sie weiß, dass ihr Wunsch in Reimen am Ende das richtige Zauberwort ergibt. Zusammen mit ihren zwei Raben Knux und Knax „fliegt“ sie durch den Forum-Himmel.
Doch weder der pflichtbewusste Polizist Siehstewohl noch der Stadtrat sind von der Zauberei begeistert, und so kommt, was kommen muss: Das Heim der kleinen Hexe wird zugenagelt und in die Luft gesprengt. Derweil singt der Kinderchor das Lied von der Dummheit. Zum Glück wird niemand verletzt, und am Ende sehen auch die Uneinsichtigsten ein, dass es besser ist, mit der kleinen Hexe zu sprechen und sie zu verstehen.

Langjährige und erfolgreiche Kooperationen

Für Andrea Stötzel ist bei der jährlichen Musical-Produktion noch ein weiterer Aspekt sehr wichtig: die Inklusion. Seit Jahren arbeiten die Chorleiterin und das Mitarbeiterteam an dieser Idee und schaffen damit die Grundlagen und Voraussetzungen dafür, dass alle Kinder aktiv an den Aufführungen beteiligt sein können. Diesen Aspekt würdigte bei der Premiere am Samstag auch Bürgermeisterin Christa Schuppler, die die Zusammenarbeit zwischen Musikschule und Andrea Stötzel als Glücksfall bezeichnete. Seit fast 30 Jahren besteht die Zusammenarbeit, seit 22 Jahren gibt es die Liederstrolche und die „Hexe Backa Racka“ war für die Chorleiterin die 17. Musical-Produktion in Wilnsdorf.
Und, um beim Zahlenspiel zu bleiben, das Gemeinschaftsprojekt Musical der beiden Kinderchöre blickt auf eine fast zehnjährige Zusammenarbeit zurück. Für allen Einsatz, stellvertretend natürlich auch für das Kulissenbauteam, die Verantwortlichen für Kostüme und Tanzeinstudierung, gab es einen Blumenstrauß. Und dann durfte auf dem Besen geflogen werden …

Die Darsteller und Musiker:

Die Hauptrollen im Musical  übernahmen am Samstag und Sonntag:
Hexe (Nele Hoffmann/Xenia Seibel), Floriane (Joline Müller/Christine Rehm), Melanie (Viola Feckler), Knax (Nele Koblenzer/Kaitlyn Rehm), Knux (Pauline Schuss/Greta Adlung), Polizist (Frida Kahm/Henrike Groos), Holzfäller (Justus Gutzeit/Leo Köhler), Patienten (Emma Schleifenbau, Charlotte Cleaves und Xenia Seibel für den erkrankten Julius Helmerking am Samstag), Schwester (Johanna Grewe/ Paulina Kiel), Dr. Klageviel (Karina Klappert), Bürgermeister (Smilla Franke), Lehrer (Philine Artmann), Apotheker (Joline Müller/Christine Rehm), Schornsteinfeger (Lara Simon), Metzgermeister (Pia Hoffmann), Kinder (Tamino Röttgers, Amelie Hoffmann), Marktschreier (Theo Kahm), Gero Minkewitz (Matthis Kahm), Rabauko (Finn Koblenzer), Wurstmaxe (Justus Gutzeit/Leo Köhler) und die Tanzhexen, Tanzelfen/Blätter. Dazu Patienten und Schützenfestbesucher.
In der Band spielten: Hendrik Kreuels, Birthe Metzler, Almuth Pieck, Peter Scholl und Robert Weller.

Autor:

Jörg Langendorf aus Siegen

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