1913 von 17 Männern gegründet

Zum 90-jährigen Bestehen richtet Wildener CVJM-Posaunenchor Kreisposaunenfest 2003 aus

sz Wilden. Anlässlich des 90jährigen Bestehens des CVJM-Posaunenchores Wilden findet in diesem Jahr Sonntag, 20. Juli, das Kreisposaunenfest in Wilden statt.

Im November 1913 gründeten 17 Männer, unter ihnen der erste Vorsitzende Georg Klein sowie der erste Chorleiter Karl Petri, den Posaunenchor des damaligen »Jünglingsvereins«. Zunächst mussten 17 Instrumente zum Gesamtpreis von 795 Mark angeschafft werden. Hierzu steuerte jeder Bläser einen Betrag von 36 Mark bei, der Rest wurde über Spenden betuchter Wildener Bürger finanziert. Obwohl nur zwei der 17 Chormitglieder musikalische Vorkenntnisse aus ihrer Militärzeit als Hornisten besaßen, war man schon bald in der Lage, zum Beispiel auf Jahresfesten der umliegenden Ortsvereine aufzutreten. Schon lange vor KulturPur hatte der Wildener Posaunenchor einen Auftritt in Lützel. Damals war es üblich, dass man den weiten Weg zur Musik marschierend zurücklegte.

Allerdings mussten auch Rückschläge verkraftet werden. Im ersten Weltkrieg fielen neun Musiker des jungen Chores, doch Chorleiter Karl Petri gelang es, neue Mitglieder zu mobilisieren, so dass die Arbeit weitergehen konnte. Obwohl auch im 2. Weltkrieg alle jungen Bläser eingezogen wurden, konnte der Posaunenchor aufrecht erhalten werden, es gelang 1942 sogar, ein kleines Kreisposaunenfest im Dorfgemeinschaftshaus mit rund 90 Aktiven zu organisieren. Nach dem Krieg war Wilden 1953 und 1963 noch zweimal Gastgeber des Kreisposaunenfestes, übrigens an genau der gleichen Stelle wie in diesem Jahr. Aus alten Zeitungsberichten geht hervor, dass vor 40 Jahren 800 Bläser nach Wilden kamen. Eine ähnliche Anzahl ist auch in diesem Jahr zu erwarten.

Um geeignete Rahmenbedingungen für eine solche Großveranstaltung zu schaffen, wurde vor kurzem das Waldstück unterhalb des Sportplatzes von freiwilligen Helfern des CVJM Wilden aus- und aufgeräumt. Erst jetzt, wo viel Licht in den Eichenwald dringt, sieht man, dass dort viel mehr Platz für die Festgemeinde ist, als es zu Beginn der Arbeiten den Anschein hatte. Auch verschossene Fußbälle dürften nun wieder leichter zu finden sein.

Bereits am Samstag, 19. Juli, wird der Bezirksposaunenchor ab 18 Uhr im Bereich der Grundschule und in der Bautenberger Strasse die Wildener Bürger auf das Fest musikalisch einstimmen. Am Sonntag, 20. Juli, beginnt das Kreisposaunenfest dann um 9.30 Uhr auf dem Sportplatz (bei schlechtem Wetter in der Festhalle Wilnsdorf) mit einer Probe. Den anschließenden Gottesdienst wird ab 10.30 Uhr Pastor Münker halten. Danach besteht für die Teilnehmer und die Zuhörer die Möglichkeit, sich mit Erbsensuppe zu stärken, die freundlicherweise vom DRK zubereitet wird. Jungschar und Jugendgruppe bieten außerdem Kaffee und Kuchen an.

Für den Festnachmittag, der um 14 Uhr beginnt, konnte der stellvertretende Generalsekretär des CVJM-Gesamtverbandes, Albrecht Kaul, als Festredner gewonnen werden. Vielen ist er noch durch die Bibelwoche 1999 in Wilden in guter Erinnerung. Das Motto für diese Veranstaltung lautet entsprechend der Jahreslosung 2003 aus Samuel 16, Vers 7: »Der Mensch sieht was vor Augen ist, Gott aber sieht das Herz an«.

Sowohl während der Probe als auch während des Festnachmittages findet im Dorfgemeinschaftshaus eine Kinderbetreuung für Kinder ab dem Kindergartenalter statt, die von den Sonntagschul- und CVJM-Mitarbeitern sowie CVJM-Kreissekretärin Anke Schwarz gestaltet wird. Parkmöglichkeiten bestehen auf den Wiesenflächen in der Nähe des Sportplatzes. Die Teilnehmer und Besucher werden hier von Mitarbeitern der freiwilligen Feuerwehr Wilden eingewiesen. Die Zufahrtwege zu den Parkplätzen sind beschildert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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