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Vielseitiges Sortiment der Edelkäserei Kalteiche
40 Mal intensiver Geschmack

Matthias Kühn bringt morgens die Schafe auf die Weide, nachdem sie gemolken wurden, am Abend geht es zurück in den Stall und wieder zum Melkstand.
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  • Matthias Kühn bringt morgens die Schafe auf die Weide, nachdem sie gemolken wurden, am Abend geht es zurück in den Stall und wieder zum Melkstand.
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sp Wilgersdorf. Matthias Kühn geht zum geräumigen Stall, die Schafe fangen an zu blöken und laufen in Richtung Tor. Sie wissen, gleich dürfen sie auf die Weide mit frischem saftigen Grün, das in diesem Sommer dank ausreichend Niederschlag wieder vorhanden ist. Jeden Morgen und jeden Abend werden die rund 80 Milchschafe der Edelkäserei Kalteiche in Wilgersdorf gemolken. Etwa einen Liter Milch am Tag geben die Schafe. Die Lämmer dürfen bei den Müttern bleiben, bis sie keine Milch mehr benötigen.

Die Dürre in den vergangenen drei Jahren hat dazu geführt, dass der Landwirt die Herde verkleinern musste. „Jedes Jahr wurden es 20 Schafe weniger, weil wir die einfach nicht mehr satt bekommen haben im Winter, irgendwann wird das existenziell“, erklärt Matthias Kühn.

sp Wilgersdorf. Matthias Kühn geht zum geräumigen Stall, die Schafe fangen an zu blöken und laufen in Richtung Tor. Sie wissen, gleich dürfen sie auf die Weide mit frischem saftigen Grün, das in diesem Sommer dank ausreichend Niederschlag wieder vorhanden ist. Jeden Morgen und jeden Abend werden die rund 80 Milchschafe der Edelkäserei Kalteiche in Wilgersdorf gemolken. Etwa einen Liter Milch am Tag geben die Schafe. Die Lämmer dürfen bei den Müttern bleiben, bis sie keine Milch mehr benötigen.

Die Dürre in den vergangenen drei Jahren hat dazu geführt, dass der Landwirt die Herde verkleinern musste. „Jedes Jahr wurden es 20 Schafe weniger, weil wir die einfach nicht mehr satt bekommen haben im Winter, irgendwann wird das existenziell“, erklärt Matthias Kühn. Eine zu kleine Herde – das bedeutet weniger Milch und am Ende rechnet sich das wirtschaftlich nicht mehr.

Zu Beginn hatte die Edelkäserei noch Ziegen. „Das haben wir aus betriebswirtschaftlichen Gründen aufgegeben“, erklärt Kühn, die Tiere hätten zu unterschiedliche Bedürfnisse und zwei Herden zu melken, sei mit sehr viel Arbeit verbunden gewesen. Die Ziegenherde sei nach Morsbach auf einen Hof verkauft worden, aber die Milch bekämen sie trotzdem noch, um sie gemeinsam mit der hofeigenen von den Schafen zu Käse zu verarbeiten, auch das passiert auf dem Gelände, gleich neben dem Stall. An diesem Morgen ist dafür Matthias Kühns Schwester Sarah zuständig.

Rund 80 Milchschafe der Edelkäserei Kalteiche  werden jeden Morgen und jeden Abend gemolken.
  • Rund 80 Milchschafe der Edelkäserei Kalteiche werden jeden Morgen und jeden Abend gemolken.
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Das Sortiment der Edelkäserei ist vielseitig, etwa 40 unterschiedliche Sorten Weich-, Frisch- und Hartkäse werden hergestellt. In der eigenen Käsekammer, die sich unter der Erde verbirgt, reift der Schnittkäse und der Camembert.

Koch Christian Klein-Wagner schätzt den im Vergleich zu Kuhmilchkäse etwas intensiveren Geschmack von Schafs- und Ziegenkäse, denn dieses Aroma gehe mit in die zubereiteten Speisen über.

"Jedes Jahr wurden es 20 Schafe weniger, weil
wir die einfach nicht mehr satt bekommen haben."

Matthias Kühn
Landwirt

Der Deuzer hebt hervor, dass Frischkäse aus Ziegenmilch eine ganz andere Konsistenz habe als einer aus Kuhmilch. „Das ist nicht vergleichbar.“ Ziegenfrischkäse sei einem Quark ähnlich, schmecke aber intensiver und habe einen ganz eigenen Geschmack. Der Koch verwendet ihn sowohl für süße als auch für herzhafte Speisen. Außerdem, so Klein-Wagner: „Man hat etwas, das aus der Region ist und ein sehr naturbelassenes Produkt.“

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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