Streuobst- und Wildblumenwiese am Wohngebiet Grimberg
Anwohner übernehmen Patenschaft und Pflege

Anwohner des Wohngebietes Grimberg in Niederdielfen legen Streuobst- und Wildblumenwiese an
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  • Anwohner des Wohngebietes Grimberg in Niederdielfen legen Streuobst- und Wildblumenwiese an
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  • hochgeladen von Katja Fünfsinn (Redakteurin)

sp Niederdielfen. Der Ginster war den Anwohnern des Wohngebietes Grimberg in Niederdielfen ein Dorn im Auge – und teils auch eine Plage im eigenen Garten. „Mich hat es geärgert, wie es hier aussah“, sagt Klaus Scheld zu der Fläche am Ende der Straße „Glockenwiese“. Im Sommer vergangenen Jahres kam er, selbst Bewohner der nahegelegenen Klosterstraße, auf die Idee, die Fläche umzugestalten. Eine Streuobst- und Wildblumenwiese sollte entstehen. Gesagt, getan. Gemeinsam mit der Gemeinde Wilnsdorf gingen die Anwohner das Projekt an. Scheld hatte zuvor Flyer verteilt, und seine Idee fiel auf fruchtbaren Boden.

Mich hat das geärgert,
wie das hier aussah.
Klaus Scheld
Anwohner

Seit März stehen nun neun Obstbäume, die auch schon ein paar Blüten tragen beziehungsweise getragen haben. Die Hoffnung, dass Früchte schon dieses Jahr abfallen, besteht. Ansonsten habe man ihm versichert, die Bäume würden nach etwa drei Jahren tragen, so Scheld. Kirschen, Zwetschgen, Äpfel und Birnen sollen dann geerntet werden können. Eigentümerin der Fläche ist die Gemeinde Wilnsdorf, die die Samen der Wildblumenwiese beisteuerte. Die Anwohner verteilten sie in der Erde. Und langsam sprießt auch Grün aus dem Boden – Scheld hofft, dass es auch tatsächlich die Samen der Wildblumen sind, die aufkeimen.

Nicht jeder Baum ist geeignet

Der 72-Jährige informierte sich darüber, welche Bäume sich am besten für das Siegerland und den Standort eignen. „Wir haben hier Frostprobleme.“ Der Kreis Siegen-Wittgenstein stellte ihm eine Liste zur Verfügung mit den Bäumen, die mit den hiesigen Bedingungen klarkommen, darunter der Rote Boskop, der Malus Karneval (die Äpfel sind „gestreift“) und die Vereinsdechant Birne. Das Problem: In keiner Baumschule in der Region waren diese Sorten erhältlich. Ein Betrieb habe sie verkauft, aber sie seien zu teuer gewesen, so Scheld. Über Kontakte aus dem Ort kam er an eine Baumschule in Gießen.

Mit Bollerwagen und Gießkanne

Die Kosten von jeweils ca. 50 Euro pro Bäumchen übernahmen die Anwohner, die jetzt Paten und für die Pflege verantwortlich sind. „Ich habe schon gesehen, wie eine Mutter mit ihren Kindern und einem Bollerwagen mit Gießkannen loszog“, erzählt Scheld. Die Zukunft wird zeigen, ob die Arbeit Früchte trägt. Weitere Projekte rund um die Wiese seien denkbar, sagt Ortsvorsteher Olaf Withake. Aber: „Ich bin erstmal froh, dass die Bäume stehen.“

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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