Bis März bleibt die Kirche kalt

3000 Euro Heizkosten:

Ev. Kirchengemeinde muss sparen/Umzug ins Gemeindehaus/Heiligabend wird geheizt

dima Wilnsdorf. Die ev. Kirchengemeinde Wilnsdorf muss sparen. Und zwar in allen Bereichen. Das teilte das Presbyterium jetzt im aktuellen Gemeindebrief mit. Nicht verschont bleibt dabei ab sofort auch der sonntägliche Gottesdienst. Der findet von November bis einschließlich kommenden März – mit Ausnahme von Heiligabend und dem ersten Weihnachtstag – im Gemeindehaus statt.

Rund 3000 Euro Heizkosten schlügen pro Jahr für das Kirchengebäude zu Buche, so das Presbyterium im Gemeindebrief. Mit dem Umzug ins Gemeindehaus ließe sich das sehr energiereiche wöchentliche Aufheizen der Kirche für den »lediglich einstündigen Gottesdienst am Sonntag« vermeiden, so das Presbyterium weiter. Mut zu der Überlegung hätten Gottesdienste im vergangenen Winter gemacht, als man aufgrund einer Heizungsreparatur schon einmal ins Gemeindehaus umziehen musste. Das Presbyterium hofft zudem, dass die Schonung der Heizungsanlage den Zeitpunkt der sehr teuren Heizungssanierung hinauszögern werde. Die Dampfkesselanlage stammt aus den 80er Jahren, Teile der Anlage arbeiten aber sogar bereits seit den 60er Jahren.

Die Kirchenglocken werden trotzdem wie gewohnt vom Turm an der Burgstraße läuten. Das erklärte Pfarrer Dirk Ellermann am Montag auf Nachfrage der Siegener Zeitung. Der Wilnsdorfer Pfarrer gewinnt dem Umzug auch positive Seiten ab. »Sehr gute Erfahrungen« habe man im vergangenen Winter im Gemeindehaus gemacht, betonte er. Die überschaubaren Räumlichkeiten im Gemeindehaus wirkten sich positiv auf das Gemeinschaftsgefühl aus. Begrüßt worden sei von vielen Gemeindegliedern die Möglichkeit, dass die Kinder zur gleichen Zeit und im gleichen Gebäude in die Sonntagsschule gehen könnten.

Die Gemeindeglieder hätten nach Bekanntwerden des Umzuges überwiegend positiv reagiert, so Dirk Ellermann. »Ich weiß auch, dass es kritische Stimmen gibt.« Man müsse jedoch bedenken, dass es sich bei dem Umzug um eine Übergangslösung handele, die aus der Not geboren worden sei. Auf Wunsch können Hochzeiten auch weiterhin in der Kirche gefeiert werden, wie Oswald Pieck vom Presbyterium am Montag erklärte.

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