Bürgerstiftung Wilnsdorf verlieh Ehrenamtspreis
Bürgerverein „Zur alten Linde“ geehrt

Hermann-Josef Droege von der Bürgerstiftung überreichte Ingrid Jung (Mitte) und Mechthild Zimmermann vom Bürgerverein „Zur alten Linde“ den symbolischen Scheck.
  • Hermann-Josef Droege von der Bürgerstiftung überreichte Ingrid Jung (Mitte) und Mechthild Zimmermann vom Bürgerverein „Zur alten Linde“ den symbolischen Scheck.
  • Foto: Bürgerstiftung
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sz Niederdielfen. Das diesjährige „Stifteressen“ der Bürgerstiftung Wilnsdorf bot den angemessenen Rahmen um am Ort des Geschehens dem Niederdielfener Bürgerverein „Zur alten Linde“ den Ehrenamtspreis der Bürgerstiftung zu verleihen. Überrascht und geehrt zeigten sich Ingrid Jung und Mechthild Zimmermann als Vertreterinnen des Vorstands angesichts der Preisverleihung. „Mit der einstimmigen Entscheidung des Kuratoriums soll nach mehrjähriger Pause wieder einmal ein herausragendes Beispiel überragenden ehrenamtlichen Engagements gewürdigt werden“, so Kuratoriumsvorsitzender Hermann-Josef Droege in seiner Laudatio.

„Was Sie hier geschaffen haben ist nahezu sensationell: Sie haben ein dorfbildprägendes Gebäude vor dem Abrissbagger bewahrt, tausende von Arbeitsstunden ehrenamtlich geleistet, in gewaltigem Umfang finanzielle Mittel gesammelt, um einen wunderschönen kommunikativen, kulturellen und sozialen Dorfmittelpunkt zu schaffen, der zudem noch behindertengerecht gestaltet wurde“, so Droege. Und weiter: „Diesen Ehrenamtspreis kann man nicht kaufen, er ist solitär, man kann ihn nur verliehen bekommen. Dieser Ehrenamtspreis ist damit Anerkennung und Mutmacher für die Zukunft“.

Eine symbolische Scheckübergabe in Höhe von 2000 Euro an den Bürgerverein zur Unterstützung der vielfältigen kulturellen Aktivitäten im Laufe des Jahres 2019 ergänzte die Freude der Geehrten. Alljährlich lassen sich die Stifter im Rahmen des „Stifteressens“ auch über laufende Projekte und Fördermaßnahmen informieren, die sich teils über mehrere Jahre erstrecken oder auch neu in Angriff genommen werden sollen.

Weitere Projekte geplant

„In den letzten Wochen hat sich die Bürgerstiftung mit der Unterstützung eines neuen Projektes beschäftigt“, informierte Brigitte Stumpf, Mitglied im Kuratorium. „Angestrebt wird eine regelmäßige Begegnung von Kindern und Senioren unter der Projektbezeichnung Generationsbrücke. Eine mögliche Partnerschaft zeichnet sich konkret ab in einer Zusammenarbeit des Gernsdorfer Kindergartens St. Johannes und der Senioreneinrichtung Haus für Höhwäldchen in Wilnsdorf“.

Im Interview mit Brigitte Stumpf erläuterte Kindergartenleiterin Sandra Kneppe sowie Ergotherapeutin Birgit Weber ihre besondere Motivation, eng zusammen zu arbeiten. Es sei bemerkenswert, so beide übereinstimmend, wie sehr Senioren beim Besuch von Kindern aufleben, sogar teilweise demente Heimbewohner in Anwesenheit von Kindern wieder gedankliche Präsenz zeigen und sich zum Beispiel beim Singen altbekannter Lieder Lebensfreude einstelle, von der jung und alt profitieren. „Die Bürgerstiftung“, sicherte Stumpf zu, „wird alles daran setzen, dieses Projekt zum Tragen zu bringen. Ungelöst ist bisher die Transportfrage zwischen dem Kindergarten und der Senioreneinrichtung. Hier kann sich die Bürgerstiftung eventuell eine Unterstützung durch den in nächster Zeit einsatzbereiten Wilnsdorfer Bürgerbus vorstellen und zum Beispiel die Fahrtkosten für die Kindergartenkinder übernehmen“.

Musikalische Unterstützung vom Musikverein Rudersdorf

Musikalisch begrüßt wurde die Stifterversammlung von einer eigens gebildeten achtköpfigen Kombo aus dem Jugendorchester des Musikvereins Rudersdorf. Die Kinder, Jugendlichen und jungen Erwachsenen waren in den vergangenen Jahren mehrfach durch Spenden der Bürgerstiftung für Schulungsinstrumente und Notenmaterial unterstützt worden.

In finanzieller Hinsicht blickt die Bürgerstiftung nach vorn, wie Gerald Pauly, stellv. Vorsitzender im Kuratorium, erläuterte. Die Grenze von 400 000 Euro Stiftungskapital wurde im zwölften Jahr deutlich überschritten, sodass auch weiter neben größeren und kleinen Einzelspenden Beträge aus dem Stiftungskapital für die Förderung von kulturellen, sozialen und besonderen ehrenamtlichen Aktivitäten zur Verfügung stehen werden. In den zwölf Jahren seit Errichtung der Bürgerstiftung Wilnsdorf wurden immerhin etwa 70 000 Euro für ca. 30 Projekte ausschließlich in der Gemeinde Wilnsdorf ausgeschüttet, für die ansonsten entsprechende Mittel nicht zur Verfügung gestanden hätten. „Wir sind jederzeit offen für Förderanträge und neue Projektvorschläge“, so Gerald Pauly.

Autor:

Redaktion Siegen aus Siegen

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