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Investitionen in Hygiene
Corona-Pandemie: Fitnessstudios hoffen auf Start Ende April

Training im „Beweglichkeitszirkel“. Er ist eingerichtet worden, um die räumliche Situation zu entzerren.
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kay Wilnsdorf. Verwaiste Laufbänder, leere Hantelbänke, Totenstille in den Kursräumen – wo in „Vor-Corona-Zeiten“ fleißig trainiert und geschwitzt wurde, läuft seit Monaten fast nichts mehr. Die Türen sind geschlossen – trainieren ist für die Mitglieder der Fitnessstudios nicht gestattet. So auch in der „Fitness Company No 1“, dem Sportstudio von Gabi und Heino Urbanietz im Freizeitpark Wilnsdorf. Die gesamte Branche ist durch die Corona-Maßnahmen arg gebeutelt – die SZ hat sich vor Ort umgeschaut.

"Fitness Company" Wilnsdorf

kay Wilnsdorf. Verwaiste Laufbänder, leere Hantelbänke, Totenstille in den Kursräumen – wo in „Vor-Corona-Zeiten“ fleißig trainiert und geschwitzt wurde, läuft seit Monaten fast nichts mehr. Die Türen sind geschlossen – trainieren ist für die Mitglieder der Fitnessstudios nicht gestattet. So auch in der „Fitness Company No 1“, dem Sportstudio von Gabi und Heino Urbanietz im Freizeitpark Wilnsdorf. Die gesamte Branche ist durch die Corona-Maßnahmen arg gebeutelt – die SZ hat sich vor Ort umgeschaut.

"Fitness Company" Wilnsdorf hofft auf Start Ende April

Trotz aller Widrigkeiten lassen das Betreiber-Ehepaar Gabi und Heino Urbanietz sowie ihre Studioleitung Carina Steinbrücker den Kopf nicht hängen – sie blicken nach vorn. „Wir sind eigentlich fest davon ausgegangen, dass wir nach Ostern wieder für unsere Mitglieder da sind, doch momentan scheint sich das alles wieder nach hinten zu verschieben“, erklärt Heino Urbanietz im SZ-Gespräch.
Man hoffe dennoch, dass es vielleicht gegen Ende April wieder losgehen könne, man habe zumindest als Studiobetreiber alles Menschenmögliche dafür getan, um die verschiedensten Hygienekonzepte umzusetzen.
Die Mitglieder müssen sich also noch gedulden. Angeboten werden Online-Kurse, um sich zu Hause fit zu halten, oder die Mitglieder nutzen dort die Verfügung gestellten Fitnessgeräte und entsprechendes Zubehör.

Fitnessstudios lassen sich für die Hygiene so einiges einfallen

Ohne Hygienekonzept, das ständig auf dem neuesten Stand gehalten wird, kommt heute kein Studio mehr aus. Aktuell werden im gesamten Studio UVC-Umluftentkeimungsgeräte installiert – sie sollen mögliche Viren und Keime in den Trainings- und Kursräumen abtöten und das Infektionsrisiko auf ein Minimum reduzieren. Auch das Betreten des Studios und das Öffnen und Schließen der Schränke in den Umkleidekabinen wurde optimiert – mit einem auf die Person zugelassenen Chip erfolgt auch hier alles kontaktlos.

Auch räumlich galt es die Situation zu entzerren. In einem neu eingerichteten Raum steht ein sogenannter Beweglichkeitszirkel – die Besucher verteilen sich damit besser in den Studiobereichen.

Training im „Beweglichkeitszirkel“. Er ist eingerichtet worden, um die räumliche Situation zu entzerren.
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Elektrische Desinfektionsspender für die Hände ergänzen die flächige Desinfektion der Geräte. Die Kursanmeldung wird unterstützt durch neue Software inklusive Smartphone-App, die automatisch anzeigt, wann die Kurskapazität erreicht ist.

Darüber hinaus gewährleistet nun eine neue Getränkestation, dass sich jeder Kunde seine Getränke selbst zapfen kann, die Gläser also nicht erst durch die Hand einer Bedienung gehen.

An der neu angeschafften Getränkestation können die Mitglieder des Fitnessstudios zukünftig kontaktlos ihre Getränke zapfen.
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Den Mitgliedern soll ihr Wiedereinstieg nach der monatelangen Trainingspause erleichtert werden, indem sie in einem speziellen Bereich mit Hilfe moderner Geräte Körperanalysen vom Personal durchführen lassen können. Auch ihre Trainingspläne lassen sich entsprechend optimieren. „Das findet alles komplett kontaktlos statt“, versichert Gabi Urbanietz.

Staatliche Hilfe läuft nur schleppend

Die Studiobetreiber haben nach menschlichem Ermessen alles getan, um das Infektionsrisiko so weit es geht zu senken. Die Investitionen liegen in sechsstelliger Höhe, erklären die Studiobetreiber. Den größten Teil davon haben sie mit eigenen Mitteln bewerkstelligt, ergänzen Gabi und Heino Urbanietz. Gefördert worden sei kaum etwas, auch sei die Unterstützung schleppend geflossen.
Konkret: Im März erhielten die beiden die staatliche Hilfe für die Monate November und Dezember, womit man sich im März habe über Wasser halten können. Weitere Hilfe, bedauert Heino Urbanietz, sei nicht in Sicht.

Wie alle Fitnessstudios ist man auf die Unterstützung durch die Mitglieder angewiesen. „Das Geld ist nicht verloren, denn unsere Mitglieder werden nach der Wiedereröffnung entsprechende Vergünstigungen wie Freigetränke, Saunanutzung, Körperanalysen oder Gutschriften erhalten“, so Urbanietz.
Die Wilnsdorfer hoffen auf das Ende des Tunnels, auf das Ende der Pandemie, wenn die Mitglieder wieder im Studio trainieren können. Es waren, es sind schwere Zeiten. „Wir freuen uns auf unsere Familie“, sagt Gabi Urbanietz mit einem Lächeln im Gesicht.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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