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SPD-Frau Ilka Setzer zieht weg aus Wilnsdorf
Drei Absagen für ein Ratsmandat

Für ein SPD-Ratsmandat in Wilnsdorf gibt es gleich drei Absagen.

tile Wilnsdorf. Wenn sich der Wilnsdorfer Rat erstmals nach der Kommunalwahl am 13. September zu seiner konstituierenden Sitzung in der Festhalle zusammenfindet, wird die Besetzung anders sein, als vom Wahlergebnis vorgeschrieben. SPD-Kandidatin Ilka Setzer kann ihr Mandat nicht wahrnehmen. Die 28-Jährige zieht von Obersdorf nach Mudersbach, dadurch verliert sie automatisch ihren Sitz im Rat, weil der Wohnsitz im Gemeindegebiet für das Mandat erforderlich ist.
Umzug von Ilka Setzer war nicht abzusehen
„Das war vorher nicht abzusehen“, sagt Ilka Setzer, die ihren Wahlbezirk Obersdorf I zwar gegen Heinrich Otto (CDU) verloren hatte, aber über die Reserveliste einen Platz im Rat ergatterte.

tile Wilnsdorf. Wenn sich der Wilnsdorfer Rat erstmals nach der Kommunalwahl am 13. September zu seiner konstituierenden Sitzung in der Festhalle zusammenfindet, wird die Besetzung anders sein, als vom Wahlergebnis vorgeschrieben. SPD-Kandidatin Ilka Setzer kann ihr Mandat nicht wahrnehmen. Die 28-Jährige zieht von Obersdorf nach Mudersbach, dadurch verliert sie automatisch ihren Sitz im Rat, weil der Wohnsitz im Gemeindegebiet für das Mandat erforderlich ist.

Umzug von Ilka Setzer war nicht abzusehen

„Das war vorher nicht abzusehen“, sagt Ilka Setzer, die ihren Wahlbezirk Obersdorf I zwar gegen Heinrich Otto (CDU) verloren hatte, aber über die Reserveliste einen Platz im Rat ergatterte. Sie war bis dato bereits Ratsfrau, nachdem sie während der vergangenen Legislaturperiode für Petra Weskamp nachgerückt war. Wegen des kurzfristig möglichen Umzugs näher zur Arbeitsstätte legt die Sozialversicherungsfachangestellte und Gesundheitsmanagerin auch ihr Amt als stellv. Vorsitzende des Ortsvereins Wilnsdorf nieder. „Das macht keinen Sinn mehr, wenn ich nicht länger in der Gemeinde wohne. Dann bin ich zu weit weg von allem.“

Auch die beiden Ersatzbewerber sagen ab

Kurios: Auch die beiden Ersatzbewerber Stefan Leyener und Birgit Dohme verzichteten auf das Ratsmandat, wie Wahlleiter Helmut Eich am Dienstag durch eine öffentliche Bekanntmachung mitteilte. Birgit Dohme war im September noch als Direktkandidatin für die Sozialdemokraten in Gernsdorf angetreten, verlor aber gegen Klaus Dieter Steiner (CDU). Inzwischen hat es sie aber berufsbedingt von Dillenburg nach Marburg verschlagen, wie Ehemann Stefan Dohme, der sich am Montag von seinen Parteigenossen zum neuen Fraktionschef wählen lassen will, auf SZ-Nachfrage erklärt. „Sie ist in der Intensivpflege tätig und hat nun außerdem weite Fahrten vor sich – das ist eine zu hohe Belastung“, sagt der designierte Fraktionschef.
Stefan Leyener führt ebenfalls berufliche Gründe an. „Ich schaffe das zeitlich nicht“, sagt der Wilgersdorfer. Vor der Wahl sei der Umzug Ilka Setzers nicht zu erwarten gewesen, er habe sich daher pro forma zur Verfügung gestellt, begründet er jetzt den Rückzieher. Somit rückt nun der dritte SPD-Ersatzkandidat Gerald Raske aus Wilden in den Wilnsdorfer Rat nach.

Bedauern von Hannes Gieseler

Hannes Gieseler, Bürgermeister in spe, der in der kommenden Woche seine Arbeit im Rathaus aufnimmt, bedauerte den Umzug seiner Parteigenossin Ilka Setzer, sprach bei Birgit Dohme von nachvollziehbaren Gründen, bezeichnete die nicht alltägliche Absagenhäufung darüber hinaus aber als „ärgerlich, auch wegen des Rattenschwanzes, den das mit sich bringt“.

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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