»Drogenmissbrauch bekämpfen«

SPD Wilnsdorf diskutierte Fragen der kommunalen Jugendarbeit

sz Wilnsdorf. Wichtige Fragen der kommunalen Jugendarbeit standen im Mittelpunkt der Beratungen, zu der die SPD-Fraktion im Wilnsdorfer Gemeinderat zu einer Sitzung unter Leitung von Klaus-Dieter Schneider zusammengekommen war. Anlass zu der Beschäftigung mit dem Jugendthema waren die jüngst artikulierten Sorgen zahlreicher Eltern, dass ihre Kinder durch das massive Angebot an Drogen ernsthaften Gefährdungen ausgesetzt seien. Die SPD-Fraktion will, so die Vorsitzende Petra Weskamp, diese berechtigten Anliegen ernst nehmen und hat daher den Vorschlag unterbreitet, den Jugendpfleger in die Drogenvorbeugungsmaßnahmen einzubinden.

Gerade, weil der derzeitige Jugendpfleger fachlich außerordentlich qualifiziert ist, sehen die Sozialdemokraten gute Chancen, dass die auch im ländlichen Raum nicht zu leugnende Drogenproblematik von kommunaler Seite aus offensiv angegangen werden kann.

Aus diesem Grund hat die SPD-Fraktion an Bürgermeister Karl Schmidt den Antrag gestellt, in der kommenden Sitzung des Rates das Thema »Bekämpfung des Drogenmissbrauchs« auf die Tagesordnung zu setzen. Das Schreiben an den Bürgermeister hat folgenden Wortlaut:

Anfang März wurde das neue Programm des Jugendpflegers der Gemeinde Wilnsdorf der Öffentlichkeit vorgestellt. Dieses Programm enthält zahlreiche Veranstaltungen für Kinder und Jugendliche, die durchaus als erzieherisch sinnvoll zu bewerten sind.

Aus gegebenem Anlass sollte der Jugendpfleger sein Angebot bei der Erstellung des folgenden Programmheftes um eine ausdrücklich als solche deklarierte Veranstaltung zur Drogenprävention dringend erweitern. Die Vorfälle am Gymnasium Wilnsdorf, die im Februar in der Elternschaft für erhebliches Aufsehen sorgten, sind sicherlich nicht als schulspezifisch einzuordnen, weisen aber auf die dringenden Notwendigkeit drogenprophylaktischer Maßnahmen hin.

Ein zweites Indiz für eine Vorbeugungsnotwendigkeit ist die Drogen-Weitergabe an mehreren Bushaltehäuschen in unserer Gemeinde. Natürlich ist es sehr schwer, die Jugendlichen von den »informellen Treffpunkten« wegzubewegen und in die Arbeit des Jugendpflegers zu integrieren; Patentrezepte gibt es nicht, und Wunder sind nicht zu erwarten; allerdings wird auch hier die Notwendigkeit deutlich, den Schwerpunkt von der pädagogischen Kinder-Sozialarbeit auf die Jugendarbeit mit 14- bis 17-Jährigen zu verlagern und mehr Veranstaltungen für Jugendliche anzubieten.

Das Drogenproblem ist kein spezifisches Wilnsdorfer Problem, wohl aber ein gesellschaftliche Aufgabenstellung, die auch in ländlichen Kommunen offensiv im Sinne einer Verantwortungspartnerschaft von Eltern, Lehrern, Vereinsleitern und kommunalem Jugendpfleger angegangen werden muss.

In diesem Sinne beantragt die SPD-Fraktion, bei der Erstellung des kommenden Programms der Wilnsdorfer Jugendpflege die o.a. Anregungen und Vorschläge zu berücksichtigen und das jugendpflegerische Angebot um drogenprophylaktische Maßnahmen zu ergänzen.«

Die beiden stellv. Fraktionsvorsitzenden Klaus-Dieter Schneider (Niederdielfen) und Johannes Bottländer (Anzhausen) hoffen, dass ihr Anliegen zu einem Partei übergreifenden Konsens führt, die Jugendarbeit im Sinne eines wirksamen Jugendschutzes zu forcieren.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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