Ein Mann der Kanzel und der Bütt

Karneval der Wilnsdorfer kfd-Frauen bot einen Höhepunkt nach dem anderen

sz Wilnsdorf. Als mit Chubby Checkers »Let’s twist again« das offizielle Programm sein Ende fand, stand es fest: Der kfd-Karneval der Wilnsdorfer Frauen hatte wieder alles gezeigt, was man sich von der fünften Jahreszeit so verspricht.

Die Mischung aus Sketchen, Büttenreden und Showtänzen hielt die Närrinnen im ausverkauften Martiniheim bei bester Laune.

Lachend und klatschend verfolgten sie das mehr als zweistündige Programm, bei dem ein Höhepunkt dem anderen folgte, gekonnt moderiert von Anneliese Schneider. Dass unter den vielen Närrinnen der nur eine zugelassene Mann, sieht man einmal von den beiden DJ’s Jens Neuser und Tobias Wilhelm ab, sich als die Stimmungskanone schlechthin entpuppte, kam nicht überraschend. Pastor Friedrich Barkey ist ein Mann der Kanzel und der Bütt. Als »Otto Normalverbraucher aus Hessen« hielt er eine tolle Büttenrede und setzte als Guildo Horn noch eins drauf. Im Glitter-Rock begeisterte er die über 180 Närrinnen und brachte sie aus dem Häuschen.

Mit dem Lied über die verrückte Kuh »Karina« hatten die kfd-Akteurinnen das Programm eröffnet. Es folgten Rosi Weigel und Elisabeth Adolf als kirchliche Würdenträger in einem Sketch, in dem das Italienische nur allzu wörtlich ins Deutsche übersetzt wurde. »Weil ich so sexy bin«, Dorle Herzmoneit als Trude Herr, bot die Lachnummer des Abends, und wie man als pfiffiger Ehemann sein Taschengeld aufbessern kann, zeigten Monika Flender, Helga Ginsberg und Hannelore Neuser in ihrer »Katzenkomödie«.

Weniger etwas für die Lachmuskeln, aber umso mehr für das Auge, der profihafte Auftritt von Walli Müller-Rickard und Verena Donner mit einem heißen orientalischen Tanz. Von Aschenputtel mit dem schönen Prinzen erzählte eine Märchenaufführung der etwas anderen Art mit Marga Wagener, Dorle Herzmoneit, Elisabth Adolf, Katja Hoffmann, Rosi Weigel und Inge Kosch. In den weiteren Sketchen wechselten die Schauplätze vom Saloon bis hin zur Psychiatrischen Praxis mit allerlei Erlebnissen fürs heitere Gemüt. Natürlich kam Dorle Herzmoneit um einen weiteren Auftritt nicht herum. Mit »Ich will keine Schokolade« brachte sie erneut das Martiniheim zum Beben. Eine Schwarzlicht-Nummer und eine weitere Büttenrede mit Helga Ginsberg als abgehetzte Hausfrau rundete das breit gefächerte Programm ab.

Nicht ohne Stolz berichtete Inge Kosch im Gespräch mit der SZ, dass man schon Wochen zuvor ausverkauft gewesen sei und man das Programm ausnahmslos mit den eigenen Frauen habe gestalten können. Auch wenn der Eintrittspreis zur Deckung der Kosten des gemeinsamen Essens diente, so dürften durch den weiteren Getränkeverkauf noch ein paar Euro in die Kasse gelangt sein, die man zu gleichen Teilen dem Pflegekreis Wilnsdorf und dem Ev. Hospiz Siegerland spenden wird. Dass nach dem offiziellen Teil noch lange nicht Schluss war, versteht sich von selbst. Wann bietet sich schon einmal eine solche Gelegenheit, so fröhlich nur unter Frauen feiern zu können?

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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