Fast 50 Klinikmitarbeiter demonstrierten

Fast 50 Mitarbeiter der Bernhard-Weiss-Klinik in Kredenbach demonstrierten gegen die Pläne der Diakonie. Foto: dima
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dima - Nachdem die Diakonie in Südwestfalen am Dienstag ihr Konzept zur Umstrukturierung der Bernhard-Weiss-Klinik in Kredenbach präsentiert hatte, demonstrierten am Mittwoch bei der Tagung der Kreissynode des Ev. Kirchenkreises fast 50 Mitarbeiter gegen die Entscheidung, das Klinikum nicht an die SMS Siemag zu verkaufen. Der amtierende Synodalassessor Hans-Werner Schmidt wehrte sich gegen die Angriffe.

Deutliche Worte gegen das präsentierte Konzept

Die demonstrierenden Mitarbeiter der kleinen Klinik im nördlichen Siegerland diskutierten mit den Synodalen über die Zukunft der Einrichtung, die sich künftig vornehmlich der Geriatrie widmen soll (SZ berichtete mehrfach). Mit deutlichen Worten stellten sie die Glaubwürdigkeit des am Dienstag präsentierten Konzeptes in Frage, das im übrigen in dieser Form bereits ein halbes Jahr bekannt gewesen sei. 

"Viel Geld für personelle Fehlentscheidungen ausgegeben"

Pfarrer Johannes Haastert, Krankenhausseelsorger in Kredenbach, kritisierte, dass die Diakonie Konzepte erstelle, die nur teilweise durch die Bezirksregierung und andere Kostenträger, wie zum Beispiel Krankenkassen, mitgetragen würden. Sein ehemaliger Kollege aus dem Siegener Jung-Stilling-Krankenhaus, die große Schwester innerhalb des Diakonie-Verbundes, merkte an, dass in den vergangenen Jahren viel Geld für personelle Fehlentscheidungen ausgegeben worden sei. Pfarrer Günter Jochum, jetzt im Kreisklinikum Siegen tätig: "Die roten Zahlen hat das Management zu verantworten, nicht die Mitarbeiter." Die jetzige Vorgehensweise sei kein Stil, den man in der Diakonie gelten lassen solle.

Schmidt wies Weiss' Vorwurf zurück

Der amtierende Synodalassessor Hans-Werner Schmidt verteidigte die Entscheidung der Diakonie und wehrte sich gegen den von SMS-Siemag-Chef Dr. hc. Heinrich Weiss geäußerten Vorwurf, die Einrichtung handele gegen die Interessen der Menschen: "Die Diakonie hat die Bernhard-Weiss-Klinik in Zeiten harter Sparzwänge stets unterstützt, obwohl diese rote Zahlen zu verzeichnen hatte. Wer so gehandelt hat, handelt für die Menschen und nicht gegen sie."

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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