Feuerwehren probten den Ernstfall

Löschzüge bewiesen ihr Können beim »Brand« in der »Freien christlichen Grundschule«

Rudersdorf. Den Auftakt zu den beiden Herbstschlussübungen der Freiwilligen Feuerwehr der Gemeinde Wilnsdorf absolvierten am Samstag der erste und zweite Zug, bestehend aus den Löschzügen aus Anzhausen, Gernsdorf, Rudersdorf, Flammersbach, Nieder- und Oberdielfen. Etwa 14o Blauröcke rückten in Rudersdorf an und erfreuten sich zunächst an ihrem Nachwuchs.

Die Jugendfeuerwehren aus Rudersdorf und Flammersbach inszenierten eine Brand- und Wettkampfübung auf dem Platz vor dem Feuerwehrgerätehaus, bevor die Aktiven zu einer vorher nicht bekannten Einsatzübung antraten. Die Alarmübung arrangiert hatten die Führungskräfte der nicht beteiligten Löschzüge: Jochen Pieck, Rainer Wick, Torsten Conrad und Bernd Kühn. Sie hatten die »Freie christliche Grundschule« am Brunkelpfad als Übungsobjekt anvisiert. Hier wurden die beteiligten Löschzüge über das Ausmaß des »Brandes« informiert. Während der Übung kam es immer wieder zu unvorhergesehenen Ereignissen. Selbst Einsatzleiter Gemeindebrandmeister Burkhard Hartmann war vor Überraschungen nicht sicher.

Starke Rauchentwicklungen sowohl aus dem Unter- als auch Obergeschoss ließen die Einsatzkräfte darauf schließen, dass mit Verletzten gerechnet werden musste. Obwohl kein Schulbetrieb zur Zeit stattfand, hatten Schüler der Musik-und Theater AG, so die Annahme, an diesem Nachmittag eine Probe. Infolge der starken Rauchentwicklung mussten die Rettungskräfte den Überdrucklüfter in den Klassen der Schule einschalten, um den Rauch aus den Fenstern zu blasen. Ein Rettungstrupp machte plötzlich schlapp, und so musste man zunächst auch die eigenen Kameraden noch bergen.

Hinzu kamen insgesamt 15 Verletzte, die dem beteiligten Team des Malteser Hilfsdienstes zur weiteren Verarztung übergeben wurden. Energisch eingreifen mussten Wehrleute, als plötzlich aus der Menge der Zuschauer drei Väter betroffener Kinder Amok zu laufen begannen und ihren Sprösslingen zu Hilfe kommen wollten. Im Beisein von Kreisbrandmeister Gerhard Müller und Kreisfeuerwehrarzt Schmidt konnten sich die beteiligten Löschzüge mit ihren technischen Geräten bestens in Szene setzen.

Die Anforderungen an die Feuerwehrleute orientieren sich heute nicht nur auf den Brandschutz. Menschenrettung geht vor. Mit unvorhergesehenen Zwischenfällen muss man rechnen und sie in den Griff bekommen. Die beiden Zugführer Rüdiger Keiner und Helmut Müller konnten mit der Reaktion ihrer Kameraden recht zufrieden sein.

In Flammersbach und Oberdielfen trafen sich die Löschzüge am Abend zu ihrem Kameradschaftsabend. Dabei gab es sowohl Ehrungen als auch einige Beförderungen. In Flammersbach erhielt Unterbrandmeister Walter Heide für 35-jährige Tätigkeit in der Wehr das Feuerwehrehrenzeichen in »Gold«. Mit »Silber« wurden ausgezeichnet: Rüdiger Pohl, Marco Fuhrmann und Ulrich Flick. In Oberdielfen erhielten Erich Gerhus und Gerhard Wunderlich das Feuerwehrehrenzeichen in »Gold«. Torsten Buchen wurde zum Unterbrandmeister, Bianca Setz, Daniel Bald und Timo Scherer zum Oberfeuerwehrmann befördert.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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