Freudentag für alle Gemeindeglieder

Evangelisches Gemeindezentrum in Wilden am 1. Advent feierlich eingeweiht

sz Wilden. Ein Freudentag für die evangelischen Gemeindeglieder von Ober-, Mittel- und Unterwilden wurde der 1. Adventssonntag. Ein lang gehegter Wunsch nach einer eigenen Kirche im Wildetal fand mit der Einweihung des neuen Ev. Gemeindezentrum »Am Hilchenbach« endlich seine Erfüllung. Die Baugerüste waren abgebaut, erstmals läuteten die Glocken zum Gottesdienst, die Posaunen erklangen, die Gemeinde stimmte den Lobgesang an und die Sonnenstrahlen ließen durch die bunten Kirchenfenster das Kirchenschiff in gleißendem Licht erstrahlen. Längst nicht alle Besucher fanden Platz und standen deshalb Spalier im Eingangsbereich.

Es war eine lange Wegstrecke bis zur Vollendung des neuen Gotteshauses. Kirchmeister Werner Scholl erinnerte an die Baugeschichte für ein kirchliches Gemeindezentrum in Wilden, die seit 56 Jahren vielfach diskutiert und erörtert worden sei, bis dass dann endlich im Jahre 1999 die Planungsarbeiten durch den Siegener Architekten Hans-Werner Strunk zusammen mit dem örtlichen Bauausschuss in die Wege geleitet werden konnten. Im Vergleich zu der langen Überlegungsphase, wurde die Baudurchführung in einer Rekordbauzeit von nur 13 Monaten bewältigt. Nach der Grundsteinlegung am 20. Oktober 2001 und dem Richtfest am 13. Dezember vergangenen Jahres, konnte man rechtzeitig zum 1. Advent die Bauarbeiten samt erfolgter Inneneinrichtung abschließen.

Hinzu kam noch die zuvor im Gesamtkonzept nicht eingeplante Errichtung eines Glockenturmes. Erst ein Kassensturz im Frühjahr ergab, dass im Rahmen der genehmigten Gesamtfinanzierung in Höhe von 1,5 Mill. DM (770000 Euro) infolge der bemerkenswerten Eigenleistungen der Gemeindeglieder noch ein Spielraum in Höhe der Kosten für einen Glockenturm mit vier Glocken in Höhe von 110000 Euro vorhanden war. Die nachgereichte Baugenehmigung für den Glockenturm, separat von der Kirche, ging am 23. September des Jahres ein, am 28. November war das Bauwerk vollendet, erstmals läuteten in Wilden nachmittags um 15.30 Uhr Kirchenglocken.

Die Eigenleistungen können sich sehen lassen. Auf 125000 Euro kam Kirchmeister Scholl bei seinen Erläuterungen des Finanzierungskonzeptes. Mit 755000 Euro derzeitiger Kostenrechnung blieb man noch unter dem gemehmigten Baukostenvolumen, das sich aus Baurücklagen der Kirchengemeinde mit 330000 Euro, Anleihe des Pfarrvermögens von 150000 Euro, Beihilfe des Kirchenkreises Siegen und einem zinslosen Darlehen desselben von je 115000 Euro und Spenden von 45000 Euro zusammensetzt. Zusammen mit der Empore bietet der im Mittelpunkt der Kirche stehende gottesdienstliche sakrale Raum im Stile einer gotischen Hallenkirche Platz für 170 Besucher. Über dem Altarraum ragt das Symbol des Kreuzes von der Decke ins Blickfeld, die bunten großen Kirchenfenster aus Schmelzglas tauchen das Kircheninnere in ein kirchenspezifisches Ambiente. Im Erd- und Obergeschoss stehen weitere drei Gruppenräume mit insgesamt 55 Sitzplätzen für die gemeindeinterne Jugendarbeit und Zusammenkünfte zur Verfügung.

Transparent und offen soll das neue Gotteshaus für Jeden eine Einladung zu Jesus Christus sein. »Keiner soll abgewiesen werden! Menschen sind eingeladen, die Türen ihres Herzens zu öffnen, die Gemeinde soll hier ihren Glauben bekennen und stärken. Lob und Dank haben hier ihren Platz genauso wie die Bewältigung von Trauer und Klagen«, signalisierte Pastor Dirk Ellermann während der Einweihungsfeier, die mit einem Familiengottesdienst ihren Anfang nahm. Sonntagsschule und Jungscharkinder demonstrierten symbolisch den Einzug Jesu in Jerusalem in einer Mitmachgeschichte und animierten mit schwingenden großen Blättern die Festgäste mit einzustimmen in ein »Hurra, hurra für Jesus«, dessen Name hier in Zukunft dominieren soll.Die Kindergartenkinder des Ortes bauten eine Friedensstadt und ließen sich so mit in den Familiengottesdienst integrieren. Symbolisch überreichte Architekt Hans- Werner Strunk einen überdimensionalen Kirchentürschlüssel an Ortspfarrer Bernd Münker.

Nach einer kurzen Pause, in der sich die Festgäste mit Kaffee und Kuchen stärken und miteinander ins Gespräch kommen konnten, setzte sich die Einweihungsfeier mit Gruß- und Segensworten fort. Während Bürgermeister Karl Schmidt, selbst Glied der örtlichen evangelischen Kirchengemeinde, von einem kleinen Wunder sprach und seiner Kirchengemeinde die Segenswünsche von Rat und Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf übermittelte, gratulierte Ortsvorsteher Uwe Türk und wünschten zahlreiche Geistliche aus der Nachbarschaft, der Freien evgl. Gemeinde des Ortes und der katholischen Kirchengemeinde, dass im neuen Ev. Gemeindezentrum in Wilden Gottes Ehre wohnen und Menschen in ihrem Glauben gestärkt und ermutigt werden möchten.

Der gemischte Chor »Sangeslust« Wilden und der gemischte Chor der Gemeinschaft Ober-, Mittel- und Unterwilden, umrahmten den Reigen der Gruß- und Segenswünsche melodisch, bevor man sich zu einer Besichtigung der Räumlichkeiten auf den Weg machte.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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