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Schulleiter erläuterte, warum Neubau der Grundschule sinnvoll ist
Für modernen Unterricht

sp Wilnsdorf. Lange wurde diskutiert, und am Ende stand doch kein Ergebnis. Wie berichtet, will sich die Politik in Wilnsdorf noch ausführlich beraten, bevor sie sich bezüglich der Grundschule Wilnsdorf festlegt. Schließlich, so betonten die Fraktionen, müsse hier eine Entscheidung getroffen werden, die die Gemeinde viel Geld kosten wird.

In der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und des Rates am Donnerstag sprach ein „Betroffener“. Warum die Schulkonferenz sich einstimmig für einen vollständigen Neubau (Möglichkeit B, Kosten: rund 11,9 Mill. Euro) aussprach, erläuterte auf Nachfrage der Grünen der Leiter der Grundschule, Werner Hees. Er betonte, dass die Schulkonferenz ausschließlich nach pädagogischen Gesichtspunkten entschieden habe.

sp Wilnsdorf. Lange wurde diskutiert, und am Ende stand doch kein Ergebnis. Wie berichtet, will sich die Politik in Wilnsdorf noch ausführlich beraten, bevor sie sich bezüglich der Grundschule Wilnsdorf festlegt. Schließlich, so betonten die Fraktionen, müsse hier eine Entscheidung getroffen werden, die die Gemeinde viel Geld kosten wird.

In der gemeinsamen Sitzung des Schulausschusses und des Rates am Donnerstag sprach ein „Betroffener“. Warum die Schulkonferenz sich einstimmig für einen vollständigen Neubau (Möglichkeit B, Kosten: rund 11,9 Mill. Euro) aussprach, erläuterte auf Nachfrage der Grünen der Leiter der Grundschule, Werner Hees. Er betonte, dass die Schulkonferenz ausschließlich nach pädagogischen Gesichtspunkten entschieden habe.

Der Versuch, den Altbau aufzupeppen, der habe was, und es sei definitiv eine Verbesserung. Aber verglichen mit einem Neubau seien die Möglichkeiten deutlich geringer. Der Altbestand sei ca. 40 Jahre alt, hier gebe es so manchen Sanierungsbedarf. Bis zu 30 Kinder gingen in eine Klasse, die Räume seien etwa 56 Quadratmeter groß. Diese Größe reiche vielleicht für Frontalunterricht aus, aber „wird dem modernen Unterricht nicht gerecht“.

Bei der Möglichkeit A (dem Neubau der Turnhalle und einem kleinen Anbau am Bestandsgebäude, Kosten: 5,3 Mill. Euro) blieben die alten Klassenräume weiter erhalten, bedauerte Hees. Sinnvoll sei es, dass alle Räume einen zweiten Raum hätten, zum Beispiel für Gruppenarbeit. Der Neubau sei die „größtmögliche Chance“, um Unterrichtsräume in Standardgröße zu bekommen (66 Quadratmeter). Außerdem bestehe am „Höhwäldchen“ eine Nähe zu den Sportanlagen. Ein weiterer Vorteil, den der Schulleiter sieht: Die Anwohner am jetzigen Standort würden entlastet. In dem Wohngebiet gebe es weniger Verkehrsaufkommen und weniger Lärm. Kritik übte Hees an den Bauarbeiten, die bei der Möglichkeit A durchgeführt würden und etwa zwei Jahre dauern sollen. Sie lenkten die Kinder ab und sorgten für viele Einschränkungen.

Zahlreiche Fragen und Anmerkungen zu verschiedenen Aspekten wurden in der rund zweistündigen Diskussion von den Mitgliedern der Gremien vorgebracht. Andreas Weigel (BfW/FDP) wollte wissen, was mit dem Altbau passiere, wenn die Schule ein neues Gebäude bekäme. Schließlich habe es schon einmal Vermarktungsprobleme gegeben. Er habe „Angst vor einem Leerstand“. Bürgermeisterin Christa Schuppler erwiderte, dass ähnliche Gebäude auf dem Markt gewesen seien, es habe aber keine Probleme gegeben, sondern sie seien als Unterkünfte für Flüchtlinge notwendig gewesen. Es habe sich um keine missglückte, sondern eine zurückgezogene Vermarktung gehandelt, so Schuppler. Ob es Fördermittel gebe, fragte Weigel zudem. Der 1. Beigeordnete Helmut Eich musste das verneinen: „Fördermittel für Neubauten von Schulen gibt es keine.“

Nach einem Plan für den Neubau fragte Hannes Gieseler (SPD). Er kritisierte, dass keiner vorliege, sondern nur einer für die Möglichkeit A. Eine solche Planung durch ein Architekturbüro sei durchaus möglich, koste aber alleine rund 200 000 Euro, gab Schuppler zu bedenken. Die Kosten für einen Neubau insgesamt kritisierte vor allem Andreas Klein (BfW/FDP). Ein neues Gebäude sei deutlich teurer und die Gemeinde sei hoch verschuldet. Zynisch fragte er: „Haben wir irgendwo ein Konto aufgetan, von dem wir Geld abgreifen können?“

Gabriele Wagner (CDU) und ihre Fraktion begrüßten den Neubau, dafür hätten sie sich schon vor langem ausgesprochen. Am Ende brauchten aber auch die Christdemokraten mehr Beratungszeit und stellten, wie berichtet, ebenso wie die Sozialdemokraten einen Antrag auf Vertagung. Auch Annemarie Bender (WPU) hob hervor, dass mehr Zeit zur Beratung notwendig sei, denn „wir wollen verantwortungsbewusst entscheiden“.

Trotz der Vertagung herrschte Einigkeit darüber, dass die Entscheidung nicht zu lange hinaus gezögert wird. Um beispielsweise Synergien zwischen dem neuen Kindergarten und der Grundschule am Höhwäldchen nutzen zu können, sei Eile geboten, denn das würde schwieriger, sobald der Kindergarten fertiggestellt sei.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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