»Gemeinsam nach einer vernünftigen Lösung suchen«

CDU Wilnsdorf fordert:

Gestern Bürger zu einem Treffen auf der Eremitage eingeladen

blum Niederdielfen. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger waren gestern Nachmittag einer Einladung der Wilnsdorfer CDU zu einem Treffen in Sachen Zufahrt zur Mülldeponie Fludersbach auf der Eremitage gefolgt. An dem Treff nahmen auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Volkmar Klein und Bürgermeister Karl Schmidt teil.

Schon seit langem, so der CDU-Gemeindeverbandsvorsitzende Werner Kölsch, richte sich der Unmut der Bürger aus den umliegenden Ortsteilen gegen das massive Lkw-Aufkommen aus ganz Deutschland zur Deponie und gegen die teilweise nicht zu ertragende Geruchsbelästigung von der Deponie. Geschehen sei aber nichts. Und jetzt, wo die Schließung der Deponie langsam in Sicht zu sein scheine, komme der Vorschlag aus der Siegener Bevölkerung, noch zu jetzigen Zeitpunkt im Bereich der Eremitage eine Zufahrt zur Deponie zu bauen.

Die Wilnsdorfer CDU habe sich in den vergangenen Jahren immer wieder mit den Problemen rund um die Deponie beschäftigt und stelle jetzt folgende Forderungen: Eine kurzfristige Reduzierung der Lkw-Fahrten auf ein Minimum, die Reduzierung der Geruchsbelästigung auf ein Minimum und den Stopp der Diskussion über eine Zufahrt zur Deponie von der Eremitage aus. Werner Kölsch: »Und wir fordern nach Schließung der Deponie einen neuen Umschlagplatz an einer verkehrsgünstigen Stelle.«

Direkt zu Beginn seiner Rede stellte Bürgermeister Karl Schmidt eines klar. »Die Gemeinde Wilnsdorf wird einer Zufahrt zur Deponie von der Eremitage aus nicht zustimmen.« Eine solche Zufahrt sei nicht nötig, wenn endlich der Mülltourismus aus ganz Deutschland zur Deponie gestoppt werde. Wenn die Deponie bereits 2003 geschlossen werde, dann brauche man für den Rückbau und die Rekultivierung keine millionenschwere Zufahrt mehr zu bauen. Auch gehöre die Umschlagstation für den Abtransport des Restmülls nach Iserlohn nicht in die Fludersbach, sondern an einen verkehrsgünstigen Platz fern jeglicher Wohnbebauung.

Schmidt forderte, dass die beiden Kommunen Siegen und Wilnsdorf gemeinsam mit dem Kreis Siegen-Wittgenstein nach einer vernünftigen Lösung suchen. »Wenn sich zwei Kommunen streiten, bringt uns das nicht weiter«, betonte der Bürgermeister. Man müsse den Bürgern endlich erklären, wohin die Reise mit dem Müll gehe.

Auch der heimische CDU-Landtagsabgeordnete Volkmar Klein forderte eine gemeinsame Suche nach einem geeigneten Platz für eine Umschlagstation für den Abtransport des Restmülls. Er schlug außerdem vor, nicht nur nach einem Ort zu suchen, der günstig an das Straßennetz angeschlossen sei, sondern auch die Schiene in die Überlegungen miteinzubeziehen. »Eine Verbrennungsanlage bei Köln wird beispielsweise nur über die Schiene angefahren«, berichtete Klein. Er bedauerte auch, dass seitens der Landesregierung verhindert werde, dass der Restmüll in den benachbarten Bundesländern Hessen und Rheinland-Pfalz einer sinnvolleren Weiterverwendung zugeführt werden könne, als dies in einer Verbrennungsanlage in Iserlohn der Fall sei.

Auch die Ortsvorsteher der beiden Wilnsdorfer Ortsteile Niederdielfen und Obersdorf/Rödgen, deren Bevölkerung am meisten unter dem Mülltourismus und die Mülldeponie zu leiden haben, Winfried Hoffmann und Egon Dreisbach, meldeten sich zu Wort. Der Bereich um die Eremitage, so beide übereinstimmend, müsse wieder zu einem Ort der Ruhe und Erholung werden.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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