Scheinzypressen auf Wilnsdorfer Friedhof gefällt
Grüne Riesen stehen nicht mehr

Die beiden Scheinzypressen prägten das Bild auf dem Wilnsdorfer Friedhof. Jetzt wurden sie von einer Spezialfirma gefällt. Fotos: kay
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  • Die beiden Scheinzypressen prägten das Bild auf dem Wilnsdorfer Friedhof. Jetzt wurden sie von einer Spezialfirma gefällt. Fotos: kay
  • Foto: Kay-Helge Hercher
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

kay Wilnsdorf. Jetzt wurde kurzer Prozess gemacht. Gemäß des vor etwa zwei Monaten gefällten, einstimmigen Beschlusses des Bau- und Umweltausschuss (die SZ berichtete) mussten jetzt die beiden alten und den Wilnsdorfer Friedhof optisch prägenden Scheinzypressen weichen. Die Bäume im Bereich der anonymen Urnengräber und der Wiesengräber nahe der Burgstraße sind am Mittwoch der Motorsäge zum Opfer gefallen. Das auf solche Arbeiten spezialisierte Wilnsdorfer Unternehmen „Siegerländer Baumdienst“ wurde hierzu beauftragt.

Die beiden vor Ort tätigen Fachmänner haben ganze Arbeit geleistet: Nach knapp sechs Stunden war die Fällung und Beseitigung der Stämme und Äste erledigt. Kleinere Äste bis hin zu oberschenkeldicken Stämmen wurden vor Ort zerkleinert und direkt abtransportiert. Lediglich die noch verbliebenen Baumstümpfe müssen noch abgefräst werden.

An Ersatz für die gefällten Scheinzypressen wurde bereits gedacht: An gleicher Stelle erfolgt im Herbst eine Neuanpflanzung mehrerer Laubbäume.

Zur Erinnerung: Im Zuge einer turnusmäßigen Baumkontrolle auf dem Friedhof Wilnsdorf wurden Schäden an dem dort stehenden mächtigen Baum festgestellt, die auf Beeinträchtigungen der Verkehrssicherheit schließen ließen. Daraufhin wurde ein Baumsachverständiger aus Wilnsdorf beauftragt, eine eingehende Untersuchung durchzuführen, um das Schadensausmaß festzustellen und eine Aussage über die Verkehrssicherheit sowie gegebenenfalls einzuleitende Maßnahmen abzugeben. Der Sachverständige kam nach seiner Begutachtung zu dem Ergebnis, dass der Baum nicht mehr verkehrssicher ist und kurzfristig Maßnahmen einzuleiten sind.

Um die Verkehrssicherheit auf dem Friedhof in diesem Bereich wiederherzustellen, bestanden die Möglichkeiten der Kronenreduktion und Kronensicherung oder der Fällung. Im Zuge der Kronenreduktion, die sichelförmig auszuführen gewesen wäre, hätte der Baum um etwa sechs bis acht Meter in der Gesamthöhe eingekürzt werden müssen.

Durch diese Maßnahme hätte der Baum jedoch sein ausdrucksstarkes Erscheinungsbild verloren. Zusätzlich wäre auch der Einbau einer aufwändigen ringförmigen Kronensicherung erforderlich geworden, um die vielen Stämmlinge untereinander zu sichern.

Die Kosten für eine solche Sicherungsmaßnahme hätten mit circa 3000 Euro zu Buche geschlagen. Darüber hinaus wären alle fünf Jahre Folgekosten für einen erneuten Rückschnitt in Höhe von etwa 1200 Euro fällig geworden und zusätzlich alle sieben Jahre der Austausch der Kronensicherung für ca. 800 Euro Euro. Die Fällung und die Beseitigung des Wurzelstocks sowie des Schnittguts schlägt mit etwa 3000 Euro zu Buche.

Autor:

Kay-Helge Hercher (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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