Hat nie Geheimniskrämerei gegeben

Gemeinde Wilnsdorf informierte Rinsdorfer im Bürgerhaus über Gewerbegebiet Wilden-Nord

blum Rinsdorf. Wie sich die Bilder glichen. Ähnlich wie in der Bürgerversammlung am vergangenen Freitag in Wilden (die SZ berichtete), waren auch die Rinsdorfer Bürgerinnen und Bürger zahlreich der Einladung der Gemeindeverwaltung ins Rinsdorfer Bürgerhaus gefolgt, um sich über den Stand der Dinge beim geplanten Gewerbegebiet Lehnscheid VI/Wilden-Nord informieren zu lassen.

Hatte es anfänglich noch den Anschein als ob sich viele der Anwesenden lautstark ihrem Unmut über das weitere Gewerbegebiet Luft machen wollten, gelang es Bürgermeister Karl Schmidt, durch sachliche Informationsbeiträge die Spannung aus der Veranstaltung zu nehmen. Den häufig geäußerten Vorwurf, die Verwaltung habe die Rinsdorfer nicht genügend informiert, wies Schmidt entschieden von sich. Seit den Anfängen der Planungen sei die Öffentlichkeit stets informiert worden, sei es durch Artikel in der Tageszeitung, oder, ebenfalls in den Zeitungen, durch öffentliche Bekanntmachungen. »Es hat nie Geheimniskrämerei gegeben.«

Auch seien bei den öffentlichen Auslegungen seitens der Bürger so gut wie keine Bedenken vorgetragen worden. »Warum sollten wir dann die Bürger zu einem früheren Zeitpunkt zu einer Informationsveranstaltung einladen?«, fragte Schmidt. Das habe man jetzt getan, als man erfahren habe, dass es in der Rinsdorfer Bevölkerung Unruhe gebe. Der Bürgermeister verhehlte nicht, dass es durch das weitere Gewerbegebiet noch mehr Verkehr geben könne. Man habe sich aber bei der Planung darum bemüht, dass der Verkehr nach Wilden-Nord keine Ortslagen tangiere. Die direkte Anbindung des Gebietes erfolge über einen Kreisverkehr direkt an der BAB-Anschlussstelle Wilnsdorf.

Seit die Planungen für das Gewerbegebiet so weit gediehen sind, dass deren Umsetzung so gut wie nichts mehr im Wege steht, wurde es in der Rinsdorfer Bevölkerung unruhig. Anonyme Hauswurfsendungen und Anrufe machten die Runde. Beim Vorsteher der Rinsdorfer Waldgenossen, Werner Petri, ging sogar ein anonymer Anruf ein, bei dem ihm gedroht wurde, sein Haus bis auf die Grundmauern abzubrennen. Ein Vorfall, der gestern Abend kein Verständnis fand und bei allen Anwesenden nur Kopfschütteln hervorrief.

Man habe zu keinem Zeitpunkt daran gedacht, dass es in Rinsdorf Unruhe geben könnte, zumal die Ortschaft im Vergleich zu Wilden und Wilnsdorf wesentlich weiter von dem Gewerbegebiet entfernt sei, meinte Schmidt. Er versicherte, dass die Verwaltung und die beteiligten Ratsgremien darauf achteten, dass ökologisch verträgliche Betriebe angesiedelt würden. Auf eine mögliche Ansiedlung von einer Müllsortier- und Umschlagsanlage angesprochen, betonte Schmidt, dass es eine solche Anlage im Gewerbegebiet Lehnscheid IV/V nicht geben werde.

Auch die Befürchtungen der Rinsdorfer, dass es nach Lehnscheid VI noch viele weitere Lehnscheids geben könne, zerstreute der Bürgermeister. Weitere Gebiete könnten in diesem Bereich aus Umweltschutzgründen nicht mehr gebaut werden. »Wir haben mit Lehnscheid VI die Grenze erreicht.«

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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