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Wegenetzkonzept für Wilnsdorf
Jährlich müssen 1,3 Millionen Euro investiert werden

Das Ingenieurbüro Ge-Komm erfasste den Ist-Zustand der Wirtschaftswege der Gemeinde Wilnsdorf. „Das Konzept ist ein Werkzeug, um gezielt Investitionsentscheidungen treffen zu können“, sagt Eugen Bitjukov, Geschäftsführer von Ge-Komm.
  • Das Ingenieurbüro Ge-Komm erfasste den Ist-Zustand der Wirtschaftswege der Gemeinde Wilnsdorf. „Das Konzept ist ein Werkzeug, um gezielt Investitionsentscheidungen treffen zu können“, sagt Eugen Bitjukov, Geschäftsführer von Ge-Komm.
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  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sp Wilnsdorf. Wirtschaftswege in Wald und Wiesen werden heute nicht mehr nur von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt, sondern auch von Wanderern und Radfahrern. Diese multifunktionale Nutzung hat die Ge-Komm, die Gesellschaft für kommunale Infrastruktur aus Melle, im Blick, wenn sie für Kommunen ein ländliches Wegenetzkonzept erstellt, wie aktuell in für die Gemeinde Wilnsdorf.
Wilnsdorfer konnten sich am Wegenetzkonzept beteiligen
Die Bürger werden bei der Erstellung des Konzepts beteiligt – und die hatten in der Wielandkommune vor allem Bedenken, dass Wege aufgegeben werden könnten.

sp Wilnsdorf. Wirtschaftswege in Wald und Wiesen werden heute nicht mehr nur von land- und forstwirtschaftlichen Fahrzeugen genutzt, sondern auch von Wanderern und Radfahrern. Diese multifunktionale Nutzung hat die Ge-Komm, die Gesellschaft für kommunale Infrastruktur aus Melle, im Blick, wenn sie für Kommunen ein ländliches Wegenetzkonzept erstellt, wie aktuell in für die Gemeinde Wilnsdorf.

Wilnsdorfer konnten sich am Wegenetzkonzept beteiligen

Die Bürger werden bei der Erstellung des Konzepts beteiligt – und die hatten in der Wielandkommune vor allem Bedenken, dass Wege aufgegeben werden könnten. Bei der kürzlich stattgefundenen Abschlussveranstaltung konnte Martin Klöckner, zuständiger Fachbereichsleiter der Gemeinde Wilnsdorf, beruhigen: „Wir sehen unsere Priorität nicht darin, Wiesenwege aufzuheben.“ Sollte das notwendig sein, würden bei einem Wegeeinziehungsverfahren alle Grundstückseigentümer und die Öffentlichkeit beteiligt. Vielmehr werde aber danach geschaut, wo eine Sanierung wichtiger Wege notwendig sei, erklärte Klöckner. Bei den rund 50 im Bürgerdialogportal eingegangenen Kommentaren seien zu den vielseitig und stark genutzten Wegen allerdings keine dabei gewesen.

Zustand der Wirtschaftswege in Wilnsdorf ist nicht schlecht

„Das Konzept ist ein Werkzeug, um gezielt Investitionsentscheidungen treffen zu können“, erklärt Eugen Bitjukov, Geschäftsführer von Ge-Komm. „Unsere Hauptaufgabe war das Technische, wie die Erfassung aller Wege und das Aussprechen von Handlungsempfehlungen.“
Das Fazit des Ingenieurbüros über die gemeindeeigenen Wirtschaftswege: „Der Zustand ist gar nicht so schlecht.“ Bei etwa 62,8 Prozent der Wege (ca. 270 Kilometer) sind Einzelmaßnahmen wie das Ausbessern von Schlaglöchern erforderlich. Elf Kilometer (2,8 Prozent) fallen in die Kategorie „in Ordnung“, was neuwertig und in sehr gutem Zustand bedeutet, wie Bitjukov in der Wilnsdorfer Festhalle den Zuhörern erklärte. Eine Gesamtsanierung ist nur bei 35 Kilometern (8,3 Prozent) notwendig. Und bei 112 Kilometern (26,1 Prozent) ist gar keine Verkehrsfläche vorhanden.

Jährlich müssen 1,3 Millionen Euro investiert werden

Für den Erhalt der Wege (Gesamtlänge von 325 Kilometern) errechnete Ge-Komm eine jährliche Investitionssumme von 1,3 Millionen Euro. Zusätzlich ermittelte das Ingenieurbüro die Kosten für Erneuerungs- und Ausbaumaßnahmen. Sie belaufen sich kurzfristig (fünf Jahre) auf 4,7 Millionen Euro, mittelfristig (zehn Jahre) auf 5,8 Millionen Euro und langfristig (20 Jahre) auf 6,4 Millionen Euro.
Das jetzt erstellte Konzept ist notwendig, um Fördermittel für die Maßnahmen zu erhalten. Das Land NRW fördert die Modernisierung von Wegen mit 60 Prozent (bis maximal 500 000 Euro pro Vorhaben). Zusätzlich können Fördermittel von Leader (10 Prozent) beantragt werden. Weitere Finanzierungsmöglichkeiten sind Straßenbaubeiträge gemäß des Kommunalabgabengesetzes, eine Erhöhung der Grundsteuer A, Wegebau im Rahmen von Bodenordnungsverfahren oder die Gründung eines Wegeunterhaltungsverbands, bei dem alle Beteiligten einen gewissen Betrag in einen Topf zahlen „für eine faire Verteilung“ der Kosten, wie Bitjukov sagte.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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