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Erste Fahrt des Wilnsdorfer Bürgerbusses
Jungfernfahrt nach Navi-Kurs

Willi Büdenbender (72) sitzt bei der ersten Fahrt des Wilnsdorfer Bürgerbusses hinterm Lenkrad. Foto: Sarah Panthel
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  • Willi Büdenbender (72) sitzt bei der ersten Fahrt des Wilnsdorfer Bürgerbusses hinterm Lenkrad. Foto: Sarah Panthel
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sp Wilnsdorf. Pünktlich, auf die Minute genau geht es los. Willi Büdenbender startet den Motor des Wilnsdorfer Bürgerbusses. Es ist die erste offizielle Fahrt, bei der Wilnsdorfer mit einsteigen können. Die Strecke, die vor dem 72-Jährigen liegt, kennt er schon. Einmal ist er sie mit dem Pkw abgefahren, einmal mit dem größeren Gefährt, in dem acht Gäste Platz nehmen können. Ein Navigationsgerät hilft ihm zusätzlich, den richtigen Weg zu finden.

Ein bisschen nervös ist Büdenbender schon, die Fahrt ist für ihn etwas Besonderes, obwohl er bereits Erfahrung mit Fahrzeugen in dieser Größe hat. Auf der Arbeit (in seiner Firma hat er noch einen Minijob) und für die Tafel fährt er solche Kleintransporter.

sp Wilnsdorf. Pünktlich, auf die Minute genau geht es los. Willi Büdenbender startet den Motor des Wilnsdorfer Bürgerbusses. Es ist die erste offizielle Fahrt, bei der Wilnsdorfer mit einsteigen können. Die Strecke, die vor dem 72-Jährigen liegt, kennt er schon. Einmal ist er sie mit dem Pkw abgefahren, einmal mit dem größeren Gefährt, in dem acht Gäste Platz nehmen können. Ein Navigationsgerät hilft ihm zusätzlich, den richtigen Weg zu finden.

Ein bisschen nervös ist Büdenbender schon, die Fahrt ist für ihn etwas Besonderes, obwohl er bereits Erfahrung mit Fahrzeugen in dieser Größe hat. Auf der Arbeit (in seiner Firma hat er noch einen Minijob) und für die Tafel fährt er solche Kleintransporter.

Arbeitsvertrag auf ehrenamtlicher Basis

Er hatte davon gelesen, dass Fahrer für den Bürgerbus gesucht werden. „Da mache ich mal mit“, dachte er sich. Jetzt besitzt er einen Personenbeförderungsschein, der vom Wilnsdorfer Bürgerbusverein finanziert wurde. Und Büdenbender hat mit den Verkehrsbetrieben Westfalen-Süd einen Arbeitsvertrag auf ehrenamtlicher Basis. „Ich freue mich auf die Gäste, mit denen ich mich unterhalten kann“, antwortet Büdenbender auf die Frage, warum er diese Aufgaben übernehmen will. Noch zweimal wird er in diesem Monat fahren. Zu oft hinterm Lenkrad des Bürgerbusses wolle er aber nicht sitzen, sagt der 72-Jährige. Er habe schließlich noch vier Enkelchen und einen Hund.

Zahlreiche ehrenamtliche Fahrer und Mitglieder des Wilnsdorfer Bürgerbusvereins haben sich an diesem Montag gegenüber des Wilnsdorfer Rathauses versammelt, um den Start mitzuerleben. Zu den Mitfahrern gehören an diesem Morgen allerdings noch keine Bürger, die an einer der Haltestellen zusteigen. Wenn der Bus aber jetzt durch die Straßen der Wohngebiete fährt, soll der Bekanntheitsgrad steigen. Übersehen werden kann das Fahrzeug mit dem großen Logo, das vom Verein entwickelt wurde, jedenfalls nicht.

Vermittlung von Ortskenntnissen inklusive

Büdenbender freut besonders, dass die Strecke auch durch Niederdielfen führt: „Da kenn’ ich mich aus, ich kann Ihnen was zur alten Linde erzählen“ – gesagt, getan. Er fährt nicht nur, sondern zeigt auch seine Verbundenheit zum Ort und gibt den Fremdenführer. Das gehört neben einem lockeren Plausch wohl zum Service dazu.

Damit bei den Fahrten alles glatt läuft, ist Dr. Alfred Wanka ehrenamtlich als Fahrdienstleiter eingeteilt. Er kümmert sich beispielsweise um die Einteilung der mittlerweile rund 20 Fahrer. Wenn es Probleme gibt, ist er immer erreichbar.

Andreas Klein, 1. Vorsitzender des Vereins, ist froh, dass der Bürgerbus nun endlich, nach etwa zwei Jahren Planung und Vorbereitung, fahren kann. In den vergangenen Wochen fanden Einweisungsfahrten für die Ehrenamtler statt. Kurz vor der Premiere gab es dann noch einen Marderschaden, „bis Samstag stand der Bus in der Werkstatt“, sagt Klein. Jetzt aber soll den Fahrten nichts mehr im Wege stehen.

Infos zum Bürgerbus

Im Fahrplan des Wilnsdorfer Bürgerbusses sind vier Linien verzeichnet:
Wilnsdorf-Oberdielfen-Niederdielfen-Flammersbach-Niederdielfen-Wilnsdorf
Wilnsdorf-Anzhausen-Rudersdorf-Birkenhof-Wilgersdorf-CVJM-Wilnsdorf
Wilnsdorf-Wilden-Wilnsdorf
Wilnsdorf-Dielfen-Eremitage-Obersdorf-Wilnsdorf.
Der Bus legt täglich 220 Kilometer zurück und fährt von Montag bis Freitag. Die erste Fahrt beginnt morgens um 8.30 Uhr am Wilnsdorfer Rathaus. Die letzte endet an der gleichen Haltestelle um 17.26 Uhr. Bis zum 11. August kann die Haltestelle „Anzhausen Mühle“ um 9.36 Uhr aufgrund der Vollsperrung der L 722 nicht angefahren werden.
Die Ortsteile Rinsdorf und Gernsdorf kommen im Fahrplan nicht vor, weil es keine Parallellfahrten zu Verbindungen der VWS geben darf. Die sind Konzessionsinhaber der Strecken und auch die Besitzer des Busses.
Eine Einzelfahrt für Erwachsene soll 1,70 Euro kosten, für Kinder 1,50 Euro, eine 10er-Karte 15 Euro. Rollstuhlfahrer haben nach vorheriger Anmeldung die Möglichkeit mitzufahren.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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