SZ

Pappmaschee-Josef und Watte-Schäfchen
Krippenspiel als Stillleben in Rinsdorf

Hannah Moos (7) hat mit Bruder Hannes den Schafen in der Krippe ein dickes Fell verpasst.
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sabe Rinsdorf. Ein Josef mit Pappmaschee-Kopf und ausrangiertem Maleranzug, dazu eine Maria mit freundlich aufgemaltem Eddinggesicht, die glücklich ihr kleines Jesuskind betrachtet. Umrahmt von Stall, Stroh und Lichterglanz in der Scheune der Familie Moos aus Rinsdorf ergibt diese Mischung das perfekt-unperfekte Krippenspiel. Stillleben statt Schausteller, dafür aber Corona-konform.Eigentlich hatte die Familie Moos, die die SZ vor dem Frischluft-Krippenspiel trifft, natürlich alles anders geplant. Hannah (7) und Bruder Hannes (4) sollten hübsch verkleidet im Rinsdorfer Gemeindehaus ihren Text aufsagen. Alle freuten sich schon auf die „Alle-Jahre-wieder-Tradition“, die bei der Familie „einfach Teil von Weihnachten ist“, wie Familienvater Benjamin Moos erklärt.

sabe Rinsdorf. Ein Josef mit Pappmaschee-Kopf und ausrangiertem Maleranzug, dazu eine Maria mit freundlich aufgemaltem Eddinggesicht, die glücklich ihr kleines Jesuskind betrachtet. Umrahmt von Stall, Stroh und Lichterglanz in der Scheune der Familie Moos aus Rinsdorf ergibt diese Mischung das perfekt-unperfekte Krippenspiel. Stillleben statt Schausteller, dafür aber Corona-konform.Eigentlich hatte die Familie Moos, die die SZ vor dem Frischluft-Krippenspiel trifft, natürlich alles anders geplant. Hannah (7) und Bruder Hannes (4) sollten hübsch verkleidet im Rinsdorfer Gemeindehaus ihren Text aufsagen. Alle freuten sich schon auf die „Alle-Jahre-wieder-Tradition“, die bei der Familie „einfach Teil von Weihnachten ist“, wie Familienvater Benjamin Moos erklärt. „Bei dem Krippenspiel haben wir schon früher als Kinder mitgespielt. Ich habe es in meinen 37 Jahren noch nicht erlebt, dass ich an Heiligabend nicht in die Kirche zum Krippenspiel der Sonntagsschule gehen kann.“

Unterbrochene Tradition

Schwester Damaris Pilz nickt. Der 30-Jährigen geht das „völlig andere Weihnachten“ in diesem Jahr sichtlich nahe. „Es fehlt was.“ Weihnachten, sagt sie, das sei einer dieser besonderen Tage, an dem die ganze Familie normalerweise zusammen am Tisch sitzt, nachdem sie vorher beim gemeinsamen Weihnachtserleben in der evangelischen Gemeinschaft Rinsdorf tatkräftig geholfen hat.Wegen Corona wurde alles abgesagt. Die Tradition unterbrochen, die Rituale genommen. Gerade auch den Kindern. „Krippenspiel und Weihnachten, das gehört für die beiden einfach zusammen. Den Kindern fehlt in diesem Jahr der Startschuss. Meine Tochter hat mich neulich gefragt: ‚Papa, fällt jetzt Weihnachten aus?“, sagt Benjamin Moos.

Weihnachten ist nicht abgesagt

Umso besser also, dass Papa Benjamin Hannah und Hannes das „Weihnachts-Go“ direkt vor die Nase gebaut hat: Die Utensilien wie der Stall oder die Krippe, die sonst für das Krippenspiel genutzt werden, wurden in die hauseigene Scheune gestellt und mithilfe der ganzen Familie aufgehübscht. Maria, Josef und die Schafe wurden mit kreativem Köpfchen und in Lebensgröße entworfen, dazugestellt und sollen jetzt dem Geist der echten, der besinnlichen Weihnacht Diener sein.Die Krippe im Stall an der Eiserfelder Straße ist das Symbol der kommenden Feiertage: „Weihnachten ist ja gar nicht abgesagt“, sagt Benjamin Moos.
Genau das habe er nicht nur seiner Hannah erklärt, sondern solle auch mit dem Aufstellen der Krippe nach außen getragen werden. Auch wenn Geschäfte schließen, auch wenn alles anders ist als sonst: „Der Grund für Weihnachten bleibt auch 2020 der gleiche: Der Geburtstag von Jesus Christus.“

Hannah Moos (7) hat mit Bruder Hannes den Schafen in der Krippe ein dickes Fell verpasst.
Umrahmt von Stall, Stroh und Lichterglanz in der Scheune der Familie Moos aus Rinsdorf ergibt diese Mischung das perfekt-unperfekte Krippenspiel.
Autor:

Sarah Benscheidt (Redakteurin) aus Siegen

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