»Laien« strapazierten Lachmuskeln des Publikums

Theatertruppe des Heimatvereins Anzhausen erntete mit der Kömödie »Wie wär’s denn, Mrs. Markham?« viel Beifall

sz Wilnsdorf. Das war ein Abend, an dem die Lachmuskeln der Zuschauer strapaziert wurden. In der vollbesetzten Aula des Gymnasiums sorgte die Theatergruppe des Heimatvereins Anzhausen dafür, dass kein Auge mehr trocken blieb. »Wie wär´s denn, Mrs. Markham?« – so hieß die Komödie von Ray Cooney und John Chapman.

In zwei Akten präsentierten die »Laien«, – das ist eigentlich schon eine Beleidigung für die talentierten Schauspieler – vor dem prächtig von Erwin Kölsch und Werner Quast entworfenen Bühnenbild mit viel Einfallsreichtum von Regina Schimmeyer und Gundina Büdenbender dekoriert, ein Verwirrspiel mit frech-frivolen Dialogen gespickt, eben ein Komödienstadel vom Feinsten. Unter der Regie und Inszenierung von Rita Lehmann, der Mitwirkung von Regina Schimmeyer und Johannes Bottländer, stand ein Trio auf der Bühne, das den Beginn vor mehr als zehn Jahren miterlebte und im Laufe der Jahre immer wieder neue Talente im Ort entdeckte und zum Mitmachen zu motivieren wusste.

Viel Zeit hatten die neun Schauspielerinnen und Schauspieler in die Einstudierung des Komödienstadels in den vergangenen Wochen und Monaten investiert. Mittwochs ab 19.30 Uhr wurde in einem Raum der Mehrzweckhalle geprobt. Die Disziplin ist unübertrefflich, man hat keine Doppelbesetzung, selbst bei Krankheit springt man über den eigenen Schatten. Diese Markenzeichen sind seit Jahren charakteristisch für die professionellen Laien, die dazu noch eine Menge Spaß miteinander haben. Das fantasievolle, lustige Bühnenspektakel verfehlte bei einem begeisterungsfähigen Publikum am Samstagabend nicht seine Wirkung. Der Inhalt der Komödie war dazu richtig angetan.

Da sorgte der stockkonservative Kinderbuch-Verleger Philipp Markham (Günter Ax), klein von Gestalt, für schweißtriefende Eifersuchtsszenen. Seine Frau Joanne (Rita Lehmann) lässt gerade ihre Luxuswohnung von dem Designer Alistair Spenlow (Lars Zimny) dekorieren und auf Vordermann bringen. Während Alistair sich in das Au-pair–Mädchen Sylvia (Monika Geppert) verliebt hat, glaubt Ehemann Philipp Markham, seine Frau habe ein Verhältnis mit Alistair. Die Verdachtsmomente erhärten sich bei Philipp, als er einen Liebesbrief findet, der, wie er glaubt, von Alistair an seine Frau gerichtet sein müsse. Das Chaos schien seinen Lauf zu nehmen. Der Ehefrieden geriet ins Wanken und damit war der besagte Liebesbrief von einem gewissen Walter Pengbourne (Johannes Bottländer) an Linda Lodge (Regine Schimmeyer), Joannes Freundin , gerichtet, die sich mit Walter Pengbourne in Markhams Wohnung treffen wollte.

Der Seitensprungverdacht öffnete Tor und Tür zum Chaos, eine Kette von Missverständnissen, in die auch noch Lindas Mann Henry (Stefan Höfer), die Mitspielerinnen Judith Schimmeyer (als Miss Wilkinson) und Gundina Büdenbender als Olive Harriet Smythe eingebunden wurden. Der Zweiakter verfehlte seine Wirkung nicht. Dem zwischenzeitlichen Beifall auf offener Szene folgte zum Schluss tosender Applaus, das beste Dankeschön für Künstler.

Erfreulich, dass man die intensive Probenarbeit nicht nur für eine Vorstellung leistete, sondern dass man am kommenden Samstag, 18. Januar, um 20 Uhr noch einmal in der Netphener Georg-Heimann-Halle aufspielt.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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