SZ

Ortsteilforum in Flammersbach
Landstraße 893 stand im Fokus

Die Verkehrssituation um und in Flammersbach beschäftigt die Anwohner: Ein Beispiel dafür ist die Gefahrenstelle am Sportplatz.
  • Die Verkehrssituation um und in Flammersbach beschäftigt die Anwohner: Ein Beispiel dafür ist die Gefahrenstelle am Sportplatz.
  • hochgeladen von Sarah Panthel (Redakteurin)

sp Flammersbach. Die Sicherheit auf und an ihren Straßen ist ein Thema, das den Flammersbachern besonders auf den Nägeln brennt. Das wurde beim fünften Ortsteilforum deutlich, zu dem die Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf am Donnerstagabend in das Bürgerhaus „alte Schule“ geladen hatte.

• Besonders im Fokus stand die Landstraße 893, die von Niederdielfen an Flammersbach vorbei in Richtung Anzhausen führt. Ein Bürger fragte, ob der Plan für eine Umgehungsstraße für Niederdielfen überhaupt noch bestehe. Das bejahte der zuständige Fachbereichsleiter Martin Klöckner deutlich. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW sei zuständig und dieser habe eindeutig den Bedarf für eine Umgehungsstraße festgestellt.

sp Flammersbach. Die Sicherheit auf und an ihren Straßen ist ein Thema, das den Flammersbachern besonders auf den Nägeln brennt. Das wurde beim fünften Ortsteilforum deutlich, zu dem die Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf am Donnerstagabend in das Bürgerhaus „alte Schule“ geladen hatte.

• Besonders im Fokus stand die Landstraße 893, die von Niederdielfen an Flammersbach vorbei in Richtung Anzhausen führt. Ein Bürger fragte, ob der Plan für eine Umgehungsstraße für Niederdielfen überhaupt noch bestehe. Das bejahte der zuständige Fachbereichsleiter Martin Klöckner deutlich. Der Landesbetrieb Straßenbau NRW sei zuständig und dieser habe eindeutig den Bedarf für eine Umgehungsstraße festgestellt. Die Planungen laufen, aber Infos über die konkreten Zeitpläne habe die Gemeinde nicht, so Bürgermeisterin Christa Schuppler. Auf Nachfrage der SZ ergänzte Klöckner, dass die Umgehungsstraße bereits seit den 60er-Jahren im Gespräch sei. Diese solle vom Ortseingang Niederdielfen bei der Firma Siegenia am Hang entlang führen, hinter der Mühle solle eine Brücke das Tal überspannen und die Umgehungsstraße dann vor dem Ortseingang Flammersbach wieder an die L 893 angebunden werden. Die Planungen gingen weiter, wenn das Land die Kapazitäten dafür wieder habe, lange Zeit stand der Erhalt der vorhandenen Landstraßen in erster Linie auf der Tagesordnung, so Klöckner.

Kritisiert wurden vonseiten der Bürger die Bushaltestellen an dieser Stelle, die vor allem für Kinder gefährlich seien. Helmut Eich, 1. Beigeordneter, betonte, dass auch hier der Landesbetrieb zuständig sei und die Haltestellen „nur marginal genutzt werden“. Bei einer Zählung seien zwölf Personen pro Tag festgestellt worden, die sie nutzten. Es seien zudem Kinder, die auf weiterführende Schulen gingen, und sie querten die Straße immer dann, wenn es noch hell sei.

• Als nach wie vor gefährlich bewerten die Flammersbacher die Verkehrssituation am Sportplatz. Hier kamen von den Bürgern zahlreiche Ideen, wie die Stelle sicher gemacht werden könnte. Schuppler dazu: „Die schwierige Situation ist bekannt, aber noch gibt es keine Lösung.“ Verschiedene Varianten bärgen zusätzliche Gefahren. Ein Zebrastreifen beispielsweise sei außerhalb einer Ortschaft nicht möglich und das Ortsschild zu versetzen, gehe auch nicht einfach. „Wir nehmen das Thema noch mal mit“, so Schuppler. Bereits vor etwa einem Jahr war die Gefahrenstelle an der K 11 Thema in der Politik – ein Ergebnis gab es nicht. Sichtlich erstaunt zeigte sich die Verwaltungschefin über die Aussage eines Bürgers, dass der dort liegende Parkplatz von Lkw zum Wenden genutzt werde. Dafür sei er nicht vorgesehen, betonte die Bürgermeisterin.

• Einen intensiven Austausch hatten die Bürger mit der Verwaltung auch über das Baugebiet „Auf dem Damm“. Die Bürgermeisterin stellte den aktuellen Stand vor – der bereits seit Längerem unverändert ist. Das Baugebiet könnte erschlossen werden, ein Bebauungsplan liegt bereits vor. Noch habe die Gemeinde aber nicht alle Zustimmungen der Grundstückseigentümer, die für die Erschließungskosten aufkommen müssten, erklärte Schuppler. Sie betonte auf Nachfrage, dass sie auf Zeit und Gespräche setze, nicht auf Zwangsmaßnahmen. Welche Kosten auf die Eigentümer zukämen, wollte eine Flammersbacherin wissen. Schuppler erklärte, dass es schwierig sei, das jetzt einzuschätzen. Sie nannte „mindestens 70 Euro pro Quadratmeter, über den dicken Daumen gerechnet“, um die notwendige Infrastruktur zu schaffen und Grundstücke veräußern zu können. Martin Klöckner ergänzte, dass, die Gemeinde Gespräche führe und nach Lösungen suche, wenn jemand Angst vor den Erschließungskosten habe. Das könne bis zum Zwischenerwerb durch die Gemeinde gehen. „Wenn alle mitmachen, ist das das Baugebiet, das am schnellsten erschlossen werden könnte.“

Bürgermeisterin Christa Schuppler hatte zu Beginn selbst einige Themen mitgebracht. Sie sprach über die Zusammenlegung der Löschgruppen der freiwilligen Feuerwehren Anzhausen und Flammersbach und über den Standort des gemeinsamen Feuerwehrgerätehauses. Das neue Gebäude soll im Industriegebiet zwischen den beiden Ortsteilen entstehen – ein entsprechender Plan hing aus.

Die Breitbandversorgung war ein weiteres Thema. Das Gewerbegebiet sei dank eines Förderprogramms verbessert worden, die Firmen bräuchten ein schnelles Internet, sagte die Bürgermeisterin. Die Telekom plane zurzeit „relativ flächig“ einen Ausbau des Breitbandes in den Ortsteilen Flammersbach und Anzhausen. „Die Planungen laufen und sollen im Laufe dieses Jahres fertig werden.“ Die Anwohner würden im Sommer informiert.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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