„Musik bringt uns näher zusammen“

Ihre Open-Air-Reihe setzte die Philharmonie Südwestfalen unter der musikalischen Leitung von Russell N. Harris am Freitagabend fort. Angesichts der noch scheinenden Sonne und aus akustischen Gründen platzierte sich das Orchester unter dem Vordach zum Eingang hin.  Foto: la
  • Ihre Open-Air-Reihe setzte die Philharmonie Südwestfalen unter der musikalischen Leitung von Russell N. Harris am Freitagabend fort. Angesichts der noch scheinenden Sonne und aus akustischen Gründen platzierte sich das Orchester unter dem Vordach zum Eingang hin. Foto: la
  • hochgeladen von Archiv-Artikel Siegener Zeitung

la Wilnsdorf. Hochsommer-Temperaturen, die letzten Strahlen der Sonne und dann das musikalische Programm der Philharmonie Südwestfalen, mit dem die Hilchenbacher Musiker unter der Leitung von Russell N. Harris auf Open-Air-„Tournee“ sind, da konnte eigentlich kaum etwas schiefgehen. Nach Bad Berleburg und Hilchenbach und zuletzt Kreuztal (wir berichteten), begeisterte am Freitagabend das Orchester im Schulhof des Gymnasiums Wilnsdorf. Und das trotz der räumlichen Distanz zum Publikum. Weil die Sonne noch zum Konzertbeginn schien und die Instrumente hätte schädigen können, hatte sich das Orchester unter das Vordach zum Eingang gesetzt, mit viel Platz zwischen Publikum und Musikern. Verbales Trostpflästerchen des Dirigenten: „Musik bringt uns näher zusammen.“

Näher kamen sich Publikum und Orchester zwar nicht, auch emotional hielt sich der Abend in Grenzen, trotz wilder Säbeltanz-Klänge aus Aram Chatschaturjans Ballett „Gajaneh“ oder Nikolaij Rimskij-Korsakows „Neapolitanischem Lied“, den meisten bekannt als unentbehrlicher Hit „Funiculi, Funicula“ in jeder Opern-Gala. Womit das Publikum nicht sparte, war der Beifall, gleich ob Musik aus der Oper „Eugen Onegin“ (Peter I. Tschaikowsky) oder der „Danse Macabre“ (Charles Camille Saint-Saëns) mit dem Violinen-Solo der Konzertmeisterin Jewgenia Gehlen auf dem Programm stand.

Einen Wunsch des Publikums, so Russell N. Harris, erfüllte man auch in Wilnsdorf: „Gabriel’s Oboe“ aus „The Mission“ des Filmkomponisten Ennio Morricone („Spiel mir das Lied vom Tod“), und nur das Zwitschern der Vögel hörte man, als das Intermezzo aus „Suor Angelica“ von Giacomo Puccini erklang. Mit zwei Sätzen aus „L’Arlesienne“ (Georges Bizet) verabschiedete sich das Orchester in die Sommerpause, allerdings nicht ohne die musikalische Zugabe an die Weltmeisterschafts-Spiele in Südafrika.

Für Russell N. Harris gab es als Dank für den wunderschönen Melodienreigen einen Blumenstrauß, und für ihn ganz persönlich eine Tasse mit der Aufschrift „Wir in Wilnsdorf“. Es war ein Dank der Theater- und Konzert-Verantwortlichen der Gemeinde für viele schöne musikalische Stunden mit dem Dirigenten, der sich demnächst als Chefdirigent vom Orchester verabschieden wird.

Die Open-Air-Reihe wird nach der Sommerpause am 27. August in Freudenberg auf der Freilichtbühne fortgesetzt. Für das Orchester steht nur noch in dieser Woche ein Sinfoniekonzert – Leitung Michael Luig – in der Musikhochschule in Köln auf dem Programm. Es ist das Abschlusskonzert des Dirigenten-Kurses, der in Hilchenbach läuft.

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

following

Sie möchten diesem Profil folgen?

Verpassen Sie nicht die neuesten Inhalte von diesem Profil: Melden Sie sich an, um neuen Inhalten von Profilen und Orten in Ihrem persönlichen Feed zu folgen.

2 folgen diesem Profil
Lokales
Unter Siegerländer Artikeln finden Besucher der SZ-Homepage derzeit zahlreiche Angebote von Siegener Händlern. Möglich macht das die Kooperation mit dem hiesigen Start-up-Unternehmen mapAds. Mit dem innovatien Digitalmarketing-Werkzeug lassen sich Angebote von Handel und Dienstleistung einfach digitalisieren und bald über viele zusätzliche Kanäle publizieren.

Start-up mapAds und Vorländer Mediengruppe
Angebote einfach digitalisieren und publizieren

sz Siegen. Die Vorländer Mediengruppe arbeitet weiter konsequent an der Umsetzung ihrer Digitalstrategie. Während die Zeitungsproduktion weiter das Kerngeschäft und das wichtigste Standbein des Verlages bleiben wird, investiert Vorländer selbstbewusst und entschieden in moderne Strukturen, neue Technologien und die Digitalisierung. Mit dem Digitalen arbeiten„Wir sind überzeugt davon, dass die Zukunft darin liegt, nicht gegen das Digitale, sondern mit dem Digitalen zu arbeiten. Wir sehen das...

Kommentare

online discussion

Sie möchten kommentieren?

Sie möchten zur Diskussion beitragen? Melden Sie sich an, um Kommentare zu verfassen.

Diskussion schließen

Hinweis: Der Autor wird vom System benachrichtigt

add_content

Sie möchten selbst beitragen?

Melden Sie sich jetzt kostenlos an, um selbst mit eigenen Inhalten beizutragen.

Karte einbetten

Abbrechen

Video einbetten

Es können nur einzelne Videos der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Playlists, Streams oder Übersichtsseiten.

Abbrechen

Social-Media Link einfügen

Es können nur einzelne Beiträge der jeweiligen Plattformen eingebunden werden, nicht jedoch Übersichtsseiten.

Abbrechen

Beitrag oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen

Schnappschuss einbetten

Abbrechen

Veranstaltung oder Bildergalerie einbetten

Abbrechen