Jubiläum: 675 Jahre jung
Rinsdorf ein besonderes Dorf

Das Festzelt in Rinsdorf war zum Jubiläumskommers gut gefüllt.
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dima Rinsdorf. Wer 675 Jahre alt wird, der kann viel erzählen. Oder er lässt erzählen, singen und dichten. So wurde Rinsdorfs Jubiläum beim Festkommers am Freitag Abend aus sämtlichen Perspektiven gefeiert.

Von einem Projektchor, der zwar erst im Mai mit dem Üben begonnen hatte, der aber stimmgewaltig wie einst die Fischerchöre das Festzelt erzittern ließ. Zum Beispiel mit dem Evergreen „Über sieben Brücken“, der laut Moderator Frank Klein besonders gut zu Rinsdorf passt. Klein zählte zwei alte Autobahnbrücken, daneben bereits zwei neue Brücken im Bau, macht vier. Und drei weitere noch, die dazu kommen, über den Heckenbach.

Oder von der musikalischen Familie rund um Heide Moos, die mit dem Riewekooche-Lied für ein besonderes Glanzlicht am Kommers-Abend sorgte. Anne Holdinghausen zauberte mit Mundart-Gedichten ein Lächeln auf die Gesichter der zahlreichen Gäste. Die Zumba-Gruppe der Spielvereinigung Rinsdorf ließ die Hüften kreisen, dass man schon beim Zuschauen Muskelkater bekam. Der CVJM lockte die Ratefüchse mit einem amüsanten Quiz aus der Reserve. Und die Jugendfeuerwehr begeisterte mit einer gelungenen Tanz-Choreografie samt Mini-Feuerwehrauto. Schließlich ließen die Musikkapelle Werthenbach und der Spielmannszug Oberschelden den gelungenen Abend mit einem Zapfenstreich ausklingen.

Zuvor hatte der Geburtstagsort Rinsdorf viel Lob geerntet. „Hut ab, kann ich nur sagen“, lauteten die Worte des Landrates Andreas Müller, der gleich seine ganz persönliche Beziehung zu Rinsdorf erklärte. Er habe den 1000-Einwohner-Ort als Chorleiter des Liederkreises kennengelernt. Sein Fazit: „Rinsdorf ist ein besonderes Dorf.“

Erste Plätze im Dorfwettbewerb

Mehrfach habe Rinsdorf erste Plätze im Wettbewerb „Unser Dorf soll schöner werden“ belegt. Und zwar in den Jahren 1969, 1971 und 1973. Schließlich seien in unmittelbarer Nachbarschaft zur Sauerlandlinie mit langem Atem ganz dicke Bretter in Sachen Lärmschutz gebohrt worden. Gemeinsam mit Wilden, Wilnsdorf und Obersdorf habe man dafür gekämpft, so Müller. Nach bereits realisierten ersten Lärmschutzmaßnahmen werde der Lärmschutz mit dem Neubau der Autobahnbrücken jetzt endlich kommen.

Gerhard Moos, Rinsdorfs Ortsvorsteher, hatte zuvor bereits für die Haselmaus-Anekdote viel Applaus geerntet (die SZ berichtete in ihrer Samstagsausgabe). Und für seinen liebevollen Blick auf den Ort: „Unser Ort und seine Bewohner haben in den vergangenen Jahrhunderten viel durchlebt, Kriege und Frieden, Schönes und Schlimmes. Aber die guten Zeiten und die Schönheit der Lage müssen für die Menschen überwogen haben, denn nie haben sie den Ort aufgegeben. Ganz im Gegenteil, er ist gewachsen, seine Bürger haben das Potenzial und die Perspektiven, die er bot und bietet, erkannt und stetig begonnen, aus dem Bestehenden noch mehr Gutes für sich und weitere Menschen, die es hierher zog und zieht, zu schaffen.“

Gutes Miteinander gelobt

Wilnsdorfs Bürgermeisterin Christa Schuppler dankte er für die Unterstützung im Vorfeld des Jubiläums. „Das werden wir Ihnen nicht vergessen“, so Moos. Schuppler lobte schließlich das gute Miteinander am Beispiel des Backhauses, des Kindergartens, der Feuerwehr oder des Weihnachtsmarktes. „Ich komme immer gerne nach Rinsdorf“, so die Verwaltungschefin. Schuppler angesichts des dreitägigen Festtagsprogrammes: Dafür braucht es viele Menschen. Sie können stolz darauf sein, dass Sie das geschafft haben.“

Heimatgebietsleiter Dietmar Tröps überbrachte die Grüße aller 148 Heimatvereine des Kreisgebietes. „Die Rinsdorfer stellen schon etwas Besonderes auf die Beine“, lobte Tröps. Er erinnerte an Heimatgebietsleiter Walter Oerter. Der Rinsdorfer sei sein Lehrmeister gewesen. Oerter habe zum Beispiel die Heimatstube aufgebaut. Tröps erinnerte zudem an das Jubiläum des Rinsdorfer Heimatvereins, der just in diesem Jahr 50 werde, aber die Feierlichkeiten aufgrund des Dorfjubiläums auf das nächste Jahr verschoben habe. Man darf also gespannt sein, was der besondere Ort dann auf die Beine stellen wird.

Autor:

Dirk Manderbach (Redakteur) aus Siegen

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