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Waldbegehung
Rinsdorfer gegen Gewerbeflächen "Auf'm Esel"

Waldeslust anstatt Waldesfrust“ – unter diesem Motto trafen sich 180 Rinsdorfer Bürger in der Gemarkung „Auf’m Esel“ am Sportplatz.
  • Waldeslust anstatt Waldesfrust“ – unter diesem Motto trafen sich 180 Rinsdorfer Bürger in der Gemarkung „Auf’m Esel“ am Sportplatz.
  • Foto: roh
  • hochgeladen von Jan Krumnow (Redakteur)

roh Rinsdorf. 12,4 Hektar groß ist die Fläche „Auf’m Esel“ oberhalb von Rinsdorf, die nach dem neuen Entwurf des Regionalplans zum Industriegebiet werden soll. Sehr zum Missfallen der Rinsdorfer Waldgenossenschaft und zahlreicher Bürger, die am Wochenende bei einer Waldbegehung ihrem Unmut Luft machten.
2019 hatte der Wilnsdorfer Rat die Gewerbefläche „Auf’m Esel“ ad acta gelegt – nun taucht sie im Planentwurf wieder auf. „Man reitet in Arnsberg auf einem toten Pferd“, sagte Ortsvorsteher Gerhard Moos. Der Rinsdorfer Gerrit Amos hat kein Verständnis dafür, dass immer neue versiegelte Flächen geschaffen werden, solange vorhandene Brachflächen noch genutzt werden könnten – und sei es in Nachbarorten. „Für uns Rinsdorfer wäre es ein Verlust an Lebensqualität.

roh Rinsdorf. 12,4 Hektar groß ist die Fläche „Auf’m Esel“ oberhalb von Rinsdorf, die nach dem neuen Entwurf des Regionalplans zum Industriegebiet werden soll. Sehr zum Missfallen der Rinsdorfer Waldgenossenschaft und zahlreicher Bürger, die am Wochenende bei einer Waldbegehung ihrem Unmut Luft machten.
2019 hatte der Wilnsdorfer Rat die Gewerbefläche „Auf’m Esel“ ad acta gelegt – nun taucht sie im Planentwurf wieder auf. „Man reitet in Arnsberg auf einem toten Pferd“, sagte Ortsvorsteher Gerhard Moos. Der Rinsdorfer Gerrit Amos hat kein Verständnis dafür, dass immer neue versiegelte Flächen geschaffen werden, solange vorhandene Brachflächen noch genutzt werden könnten – und sei es in Nachbarorten. „Für uns Rinsdorfer wäre es ein Verlust an Lebensqualität. Wir wollen unser Naherholungsgebiet erhalten und es uns nicht durch ein erhöhtes Verkehrsaufkommen kaputt machen lassen!“

Rinsdorf gab immer wieder Fläche ab

Viele Rinsdorfer sehen das offenbar ähnlich und machten sich auf den Weg zum Sportplatz. Immerhin würde das neue Gewerbegebiet bis auf 500 Meter an den Ort heranrücken. Massive Erdbewegungen wären erforderlich, um das sehr wellige Waldgebiet gewerbetauglich zu machen. Der nach dem Kyrill 2007 angepflanzte Wald, der sich noch im Kindergartenalter befindet und in den Fördergelder der EU, von Bund und Land geflossen sind, wäre vernichtet. Dazu müsste weiterer klimaresistenter naturnaher Wald mit Zukunftsperspektive weichen, argumentieren die Rinsdorfer.
Bereits in den vergangenen 60 Jahren habe die Waldgenossenschaft mit vielen Zugeständnissen zur Infrastrukturentwicklung der Gemeinde Wilnsdorf beigetragen, hieß es. Mitte der 1960er-Jahre seien 15 Hektar zur Unterstützung des Baus der A 45 abgegeben worden. In den 70er-, 80er- und 90er-Jahren hätten die Waldbesitzer 32 Hektar Wald für das Gewerbegebiet Lehnscheid zur Verfügung gestellt, in den 2000er-Jahren seien weitere 10 Hektar für das Gewerbegebiet Wilden-Nord abgetreten worden. Der sechsspurige Ausbau der A 45 werde zusätzliche Flächen kosten. „Es kann nicht sein, dass wir immer nur bluten. Wir, die 106 Haubergsanteilseigner, werden auf keinen Fall die Flächen hergeben! Wenn es hart auf hart kommt, dann fahren wir persönlich nach Arnsberg“, sagte Waldvorsteher Henning Petri entschlossen. Dem Rinsdorfer war zu Ohren gekommen, dass bereits 30 000 Einsprüche zum Regionalplan nach Arnsberg unterwegs sind.
Auch die Gemeinde Wilnsdorf, die viele Ungereimtheiten in der Vorgabe aus Arnsberg sieht, wird eine vielseitige Stellungnahme zu den sie betreffenden Punkten abgeben. „Wir brauchen Gewerbeflächen und haben fünf mögliche Standorte nach Arnsberg gemeldet“, erklärte Bürgermeister Hannes Gieseler. „Dass die Planer den von uns verworfenen Rinsdorfer Bereich Auf’m Esel neu beleben, dafür habe ich kein Verständnis!“ An die Bürger gewandt rief Gieseler: „Die Wilnsdorfer Politik steht an Ihrer Seite!“

Autor:

Rolf Henrichs (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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