Schüler trauen sich etwas zu

Projektwoche an der Hauptschule bot viel Interessantes

Rudersdorf. Die Schüler an der Wilnsdorfer Hauptschule trauen sich richtig was zu, und das sollten sie auch: Schließlich wollten Lehrer und Eltern mit der Projektwoche an der Schule genau das erreichen.

Eine ganze Woche lang wurde der reguläre Stundenplan einfach mal fallen gelassen, die Klassenverbände wurden teilweise aufgelöst, neue Lern- und Aktionsgruppen fanden sich zusammen.

Auf dem Programm standen stattdessen: Töpfern, Seidenmalerei, Bootsbau, Tierhaltung, Teddys basteln, Gartenarbeit, Theater spielen, Kosmetika herstellen, Angeln, Wandern mit Karte und Kompass, Tanzen, Hockey- oder Fußball spielen und vieles mehr. Dabei hatten es größtenteils die Schüler selbst in der Hand, zu bestimmen, wie an die Arbeit herangegangen wurde, die Lehrer standen oft nur beratend zur Seite. Teamgeist und sich selbst etwas zutrauen, das waren gefragte Eigenschaften, so Schulleiter Johannes Müller.

Die drei großen Zielsetzungen des Schulprogramms sollten in der Projektwoche ganz praktisch umgesetzt werden: Die Bedingungen für eine effektives Lehren und Lernen zu schaffen, eine menschliche Schule zu sein und eine innere Stabilität zwischen allen an der Schule herzustellen. Großen Wert, so der Schulleiter, habe man dafür auf viel manuelle Arbeit gelegt.

Die Projektgruppe »Angeln und Naturschutz« etwa hatte nicht nur rund 100 Fische gefangen, sie hatte vor allem gelernt, wie man so angelt, dass Wurm und Fisch unnötiges Leiden erspart werden. Die meisten Fische wurden dann auch gleich wieder zurückgeworfen, weil sie noch zu klein waren, oder sie fanden einen Platz im Schul-Aquarium – allerdings nur vorübergehend, denn in den nächsten Tagen sollen sie wieder zurück in ihren Weiher gebracht werden. Aber auch für den Gewässerschutz haben sich die Schüler eingesetzt: So wurden große Bäume geschnitten, damit die abfallenden Blätter nicht zu eine Verlandung des Sees führen.

Richtig anstrengend wurde es für die Gruppe »Wandern mit Karte und Kompass«: Nachdem allen klar war, wie man sich so im Wald zurechtfindet, wurde richtig stramm gewandert. Die schwerste Tour führte die Schüler von ihrer Schule über die Gernsbacher Höhe und den Jagdberg zum Lahnhof – 18 Kilometer weit und ziemlich bergauf. Dabei sollte die Wanderung eigentlich noch bis zur Siegquelle führen, weil sich aber eine kleine Gruppe trotz Kompass verlaufen hatte, war schon am Lahnhof Schluss.

Eine Märchenwelt schuf eine 5. Klasse. Die gestalteten einen Raum, in dem die Besucher sich auf eine ganz besondere Reise der Sinne begeben konnten. Ganz neu ist die Hauptschule Wilnsdorf jetzt auch im Internet vertreten. In nur einer Woche hat eine Schülergruppe eine Homepage geschaffen, die Informationen zu fast allen Themen bietet. Reinschauen loht sich! www.hs-wilnsdorf.de.vu <http://www.hs-wilnsdorf.de.vu> .

Autor:

Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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