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Haushaltsplanentwurf 2020 in Wilnsdorf vorgelegt
Schwarze Null im Blick

Bürgermeisterin Christa Schuppler und Kämmerer Daniel Denkert präsentierten den Haushaltsplanentwurf 2020.
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sp Wilnsdorf. Den Haushaltsausgleich im Jahr 2022 hat die Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf fest im Blick. „Wir nähern uns der sogenannten schwarzen Null“, verkündete Bürgermeisterin Christa Schuppler bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs 2020 am Freitag optimistisch.

Es sei erneut gelungen, den geplanten Fehlbetrag deutlich zu senken. Für das Jahr 2020 gehe die Verwaltung von einem Defizit in Höhe von 639 662 Euro aus, erklärte Kämmerer Daniel Denkert. In der mittelfristigen Finanzplanung im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes hatte die Kämmerei 2018 für das Jahr 2020 ein Defizit von 81 769 Euro kalkuliert. Trotzdem ist die Verwaltung zufrieden mit dem nun vorgelegten Haushaltsplanentwurf.

Für 2019 war seinerzeit mit einem Defizit von 1,19 Mill.

sp Wilnsdorf. Den Haushaltsausgleich im Jahr 2022 hat die Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf fest im Blick. „Wir nähern uns der sogenannten schwarzen Null“, verkündete Bürgermeisterin Christa Schuppler bei der Vorstellung des Haushaltsplanentwurfs 2020 am Freitag optimistisch.

Es sei erneut gelungen, den geplanten Fehlbetrag deutlich zu senken. Für das Jahr 2020 gehe die Verwaltung von einem Defizit in Höhe von 639 662 Euro aus, erklärte Kämmerer Daniel Denkert. In der mittelfristigen Finanzplanung im Rahmen des Haushaltssicherungskonzeptes hatte die Kämmerei 2018 für das Jahr 2020 ein Defizit von 81 769 Euro kalkuliert. Trotzdem ist die Verwaltung zufrieden mit dem nun vorgelegten Haushaltsplanentwurf.

Für 2019 war seinerzeit mit einem Defizit von 1,19 Mill. Euro gerechnet worden, stattdessen wird jetzt zum Ende des Jahres – aufgrund der Gewerbesteuereinnahmen – ein Plus von einer Million Euro erwartet. Ab dem Jahr 2021 geht der Kämmerer bei der Haushaltsplanung sogar von positiven Jahresergebnissen aus. Damit hätte die Gemeinde ihr Ziel erreicht und den erforderlichen Haushaltsausgleich bis 2022 erreicht. Christa Schuppler betonte, dass die Ergebnisse ohne eine Erhöhung der Steuern erreicht würden. „Das ist für uns ein ganz wichtiger Punkt.“

Laut der Haushaltsplanung steigen die Liquiditätskredite um rund 3,3 Mill. Euro, die Investitionskredite um 4 Mill. Euro. Die im Entwurf des Haushaltsplans festgehaltene Summe der Schulden läge demnach bei rund 41,9 Mill. Euro, davon 16,6 Investitions- und 25,3 Mill. Liquiditätskredite. Der Grund für die Neuverschuldung seien Investitionen und Mittel für Unterhaltungsmaßnahmen, so die Verwaltung. In die Infrastruktur der Gemeinde sollen nächstes Jahr rund 12,6 Mill. Euro fließen. Besonders bei den Schulen (5,6 Mill. Euro), der Feuerwehr (1,1 Mill. Euro) und im Tiefbau (700 000 Euro) seien hohe Investitionen geplant, so Schuppler.

Die größte Investition, die im Haushaltsplan 2020 aufgenommen wurde, ist der Neubau bzw. die Sanierung der Grundschule Wilnsdorf. Noch hat der Rat keine Entscheidung über die Zukunft der Schule getroffen. Um sich alle Möglichkeiten offen zu halten, sind für das kommende Jahr 2 Mill. Euro veranschlagt worden. Insgesamt sind 10 Mill. Euro für das Projekt geplant. Mit 2,3 Mill. Euro rechnet die Verwaltung für die Unterhaltung von Straßen (582 000 Euro), Gewässern (500 000 Euro), für die Sanierung der Toiletten am Gymnasium (203 300 Euro), für sonstige Bauunterhaltungen an Schulen (652 000 Euro) und an gemeindlichen Gebäuden (337 000 Euro).

Zur Neuverschuldung erklärte der Kämmerer, dass die Gemeinde bei Investitionskrediten selbst verantwortlich sei und sich Gedanken machen müsse, wie diese wieder abbezahlt würden. Zurzeit sei die Zinslage besonders gut und es lohne sich, Investitionen zu machen. Schuppler ergänzte, dass die Investitionskredite wichtig seien um Verbesserungen zu erreichen, die Liquiditätskredite hingegen seien schmerzhafter. Würde man beispielsweise bei der Infrastruktur nicht mehr investierten, hole einen das irgendwann ein, erklärte Denkert.

Personal- und Versorgungsaufwendungen werden laut Entwurf des Haushaltsplanes mit rund 7 Mill. Euro zu Buche schlagen, das ist ein Anstieg von rund 185 000 Euro. Das sei „relativ moderat“, so Denkert, und hänge vor allem mit den tariflichen Erhöhung zusammen. Für 2020 sind 16 Beamtenstellen (eine weniger als 2019) und unverändert 110 Stellen für tariflich Beschäftigte geplant. Schuppler: „Am schlimmsten am Nothaushalt war, dass wir nicht ausbilden durften.“ 2013 entkam die Gemeinde dem Nothaushalt und konnte wieder ausbilden. Auch im Jahr 2020 wird ein Auszubildender hinzukommen.

Die Verwaltungschefin beanstandete die Erhöhung der Kreisumlagen, „die unsere Haushaltslage enorm belasten“. Sie seien „die dicksten Brocken“. Schuppler wünscht sich, dass der Kreis mehr Ausgaben- und Aufgabenkritik übe. Da sei sie nicht alleine, auch die anderen Kommunen müssten viel aufbringen und kritisierten die hohen Summen. Im Haushaltsplanentwurf 2020 der Gemeinde Wilnsdorf wurden die beabsichtigten Hebesatzerhöhungen zur Hälfte berücksichtigt, was eine Steigerung der Kreisumlage in Höhe von 1,74 Mill. Euro ausmache. „Damit fließen fast 38 Prozent der Wilnsdorfer Erträge in die Kreiskasse“, so die Verwaltung. Das sind etwa 15,6 Mill. Euro – „deutlich mehr als die Gemeinde durch Gewerbesteuern einnimmt“, so Schuppler. Diese Erträge seien ein wichtiger Faktor für die positive Entwicklung des Haushaltes und lägen nach derzeitigem Stand bei rund 2,5 Mill. Euro über dem Haushaltsansatz 2019 und damit bei 10,5 Mill. Euro. Deshalb wird für das kommende Jahr mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 9,5 Mill. Euro gerechnet.

Denkert betonte zum Abschluss, dass der anzustrebende und rechtlich erforderliche Haushaltsausgleich nicht nur eine lästige Pflicht sei, sondern eine Grundvoraussetzung für die Zukunft der Gemeinde Wilnsdorf.

Bürgermeisterin Christa Schuppler und Kämmerer Daniel Denkert präsentierten den Haushaltsplanentwurf 2020.
Noch hat der Gemeinderat nicht entschieden, ob die Grundschule Wilnsdorf erweitert oder neugebaut wird. Um sich alle Möglichkeiten offen zu halten, sind für das kommende Haushaltsjahr 2 Mill. Euro vorgesehen. Fotos: Sarah Panthel
Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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