So schön kann nur die Liebe sein

Konzert zum Zehnjährigen der Bichelbacher Sangesfreunde mit Solisten überzeugte

vg Wilnsdorf. Eindrucksvoller kann man eine Geburtstagsfeier kaum gestalten: Als sich beim Finale des Konzerts zum zehnjährigen Bestehen der Bichelbacher Sangesfreunde im Forum des Gymnasiums Wilnsdorf Chor und Solisten vor dem begeisterten Publikum verneigten, wollten Applaus und Bravo-Rufe nicht mehr aufhören.

Unter der Leitung von Musikdirektor FDB Gerhard Schneider hatten sich die Sangesfreunde ein besonderes Programm einfallen lassen. Der Titel des Konzerts lautete »Kontraste«. Angelehnt an die kommende Karwoche brachte der Chor zunächst das melancholische »Tenebrae factae sunt« von da Vittoria zu Gehör. Die Stimmung hielten die Sänger mit dem »Beati mortui« von Bartholdy und wechselten schließlich über »Die Nacht« von Schubert zu dem eigenwilligen Stück »Der Seufzer« von Strohbach. Die musikalische Reise von der Renaissance in die Moderne war gelungen. Hieran fanden schließlich die Solisten eine Anknüpfung. Die Mezzosopranistin Petra Krause brachte »An die Musik« von Schubert ausdrucksvoll und überzeugend zur Interpretation. Der Bariton Lutz Schneider begeisterte mit »Zueignung« von Strauss und die Sopranistin Izabela Turhan Blaut gewann mit »Gretchen am Spinnrade« von Schubert die Herzen des Publikums sofort.

Chor und Solisten überraschten ihr Publikum schließlich mit weiteren ausgewählten Stücken. Da ging es einmal tänzerisch lustvoll mit dem tschechischen Volkslied »An der Grenze« von Bresgen zu oder eher volkstümlich frisch mit dem »Jäger aus Kurpfalz« von Othegraven und »Mein Mädel hat einen Rosenmund« von Ochs. Ernsthaft und sinnlich zugleich erklangen die männlichen Stimmen zu »Exodus« von Ernest Gold und freudig und ausgelassen zu »Wenn die Bettelleute tanzen« von Kurt Hessenberg. Die Arie der Lauretta aus »Gianni Schicchi« von Puccini wurde im Gesang von Izabela Turhan Blaut lebendig, wobei die Sopranistin einmal mehr überzeugte. Lutz Schneider interpretierte überzeugend die Arie Figaro aus dem »Barbier von Sevilla« von Rossini, und Petra Krause gab die Arie des Orpheus aus Glucks »Orpheus« zum Besten.

Nach der Pause bewies der Chor mit Spirituals wie »Deep River«, »Rock My Soul« und dem Potpourri bekannter Gospel-Melodien »Amen/He’s Got/Swing Low«, dass er gesanglich eine große musikalische Bandbreite abzudecken vermag.

Sopranistinnen, Bariton und Pianist leiteten zu einem besonders bewegenden Teil des Konzertes über, in dem sie sich gesanglich ganz der Liebe verschrieben hatten. Einmal mehr sprachen sich liebevolle Empfindungen und Sehnsucht im süßen Duett »Lippen schweigen« aus. Das Stück aus »Die lustige Witwe« von Franz Lehár lebte durch den harmonischen Gesang von Lutz Schneider und Izabela Turhan Blaut, begleitet am Flügel von Prof. Klaus Michael Leifeld.

Ganz leidenschaftlich und ausgelassen hingegen ging es mit »Tonight« aus Leonhard Bernsteins »Westside Story« zu, dem Duett von Maria und Tony, interpretiert von Petra Krause und Lutz Schneider. Und auch der melancholische Gesang von Izabela Turhan Blaut und Petra Krause in dem Duett »Schöne Nacht, du Liebesnacht« aus Jacques Offenbachs »Hoff-manns Erzählungen« verfehlte nicht seine Wirkung. »Wunderschön ist es, verliebt zu sein« lautete schließlich das Stück von Eduard Nick aus »Das Hofkonzert« und kündete im mitreißenden Vortrag von Lutz Schneider von der Leichtigkeit des liebenden Gefühls.

Zum Ende des Jubiläumskonzertes fanden schließlich alle Mitwirkenden samt Chor noch einmal zu dem feierlichen Jubel-Gesang »Im Feuerstrom der Reben« von Johann Strauß zusammen und machten den Abend damit zu einem unvergesslichen Ereignis.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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