Hofacker II in Wilgersdorf
Verwaltung setzt auf Freiwilligkeit beim Verkauf der Bauplätze

Die frühzeitige öffentliche Beteiligung für das Neubaugebiet Hofacker II ist beendet. Jetzt folgt die Beteiligung von Trägern und Behörden.
  • Die frühzeitige öffentliche Beteiligung für das Neubaugebiet Hofacker II ist beendet. Jetzt folgt die Beteiligung von Trägern und Behörden.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Sarah Panthel (Redakteurin)

sp Wilnsdorf. Gleich zweimal hatte der Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend das Thema Bauplätze auf der Tagesordnung stehen. Die Nachfrage dahingehend ist in der Wielandkommune groß: Etwa 100 Anfragen sind vermerkt (die SZ berichtete). „Die Planungsüberlegungen der Verwaltung für das Baugebiet ,Hofacker II’ sind weit vorangeschritten“, teilte die Verwaltung jetzt in einer Vorlage mit. Etwa 49 Baugrundstücke mit einer Größe von ca. 500 bis 600 Quadratmetern sollen damit geschaffen werden. Das Vorhaben hatte im betroffenen Ortsteil Wilgersdorf für viel Diskussion gesorgt, Befürworter wie Gegner hatten sich bereits im Sommer 2018 zu Wort gemeldet und ihre Standpunkte in der Öffentlichkeit vertreten.

Eine frühzeitige Öffentlichkeitsbeteiligung hatte im Dezember 2019 im Bürgerhaus Wilgersdorf stattgefunden. Die dort vorgestellten Unterlagen sind im Ratsinformationssystem der Gemeinde zu finden. Daraus geht unter anderem hervor, dass von den 100 Anfragen etwa 50 für Wilgersdorf vorlägen. Informiert wurde auch über die Straßenbau- und Entwässerungsplanung sowie die gestaltungsrechtlichen Festsetzungen.

Rat muss noch abstimmen

Der Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan musste noch einmal neu gefasst werden – er stammt aus dem Jahr 1997. Der Ausschuss empfahl dem Rat gestern einstimmig, die Beschlussfassung des Rates von 1997 aufzuheben und für den Bereich nördlich des Baugebietes Auf’m Hofacker I bzw. östlich des Friedhofes einen Bebauungsplan aufzustellen. Außerdem soll als nächster Schritt die frühzeitige Beteiligung der Behörden und Träger durchgeführt werden. Auch darüber muss der Rat abstimmen.

Ekkehard Blume (Grüne) wollten wissen, wann die Gremien über die Eingaben der Bürger informiert würden. Der zuständige Fachbereichsleiter Martin Klöckner erklärte, dass erst die Beteiligung der Träger und Behörden erfolge. Die Verwaltung werte diese Ergebnisse aus, schaue, inwieweit die Pläne geändert werden könnten und müssten. Diese würden dann wieder im Ausschuss vorgestellt. Im Anschluss gebe es erneut eine öffentliche Beteiligung.

Ob dann auch auf die Flächen gebaut würde, war vonseiten des Ausschusses gefragt worden. Klöckner antwortete, dass eine Bauverpflichtung auf privatem Eigentum ein äußerst „schwieriges Thema“ sei. Man versuche mit den Eigentümern ins Gespräch zu kommen, sodass keine Baulücken entstünden. Er und die Verwaltung setzten auf Freiwilligkeit und Verhandlungen.

Oberhalb der Straße "Sennerborn" sollen neue die neuen Bauplätze entstehen: 

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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