Letztes Ikek-Bürgerforum
Viele Projekte gesammelt

Rund 40 Zuhörer waren in das Forum des Gymnasiums Wilnsdorf gekommen, um den Ausführungen von Dr. Jürgen Schewe zu folgen. Foto: sp
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sp Wilnsdorf. Schritt für Schritt geht es voran mit dem Integrierten kommunalen Entwicklungskonzept (kurz: Ikek) der Gemeinde Wilnsdorf. Jetzt stellte Dr. Jürgen Schewe vom zuständigen Planungsbüro MSP Impulsprojekt die Ideen und Projekte der fünf festgelegten Handlungsfelder vor. Die Grundlagen dafür bildeten die im vergangenen Jahr bei Rundgängen, Workshops und zwei zentralen Veranstaltungen gesammelten Gedanken und Anregungen. Bürger aus allen Ortsteilen beteiligten sich.

Rund 40 Interessierte kamen in das Forum des Gymnasiums Wilnsdorf, um an diesem dritten und letzten Bürgerforum teilzunehmen. Schewe stellte nicht nur das entworfene Konzept vor, sondern gab auch einen Ausblick und sprach über Fördermöglichkeiten. In den nächsten zwei Wochen will das Planungsbüro einen fertigen Endbericht an die Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf übergeben.

Der Rat wird am 11. Juli über das Konzept abstimmen, dieses muss die Bezirksregierung Arnsberg anschließend anerkennen. Erst danach kann der Rat über die Umsetzung einzelner Projekte abstimmen. Schewe betonte immer wieder, dass „das Ikek lebt“, und es „durchaus in den kommenden Jahren zu ergänzen“ ist.

Der Planer unterteilte die Projekte, Projektideen und sonstigen Handlungsbedarfe in fünf Handlungsfelder, mit denen bestimmte Zielsetzungen für die Gemeinde verbunden sind.

Nachfolgend die Handlungsfelder mit den Leitprojekten (Projekte mit herausragender Bedeutung), den Startprojekten, die zeitnah realisiert werden könnten und den Projektideen:

1. Ortskerngestaltung und Gemeinschaftseinrichtungen: Hier sind die Gestaltung und Verschönerung der Dorfplätze, -mitten bzw. Ortseingänge in Gernsdorf, Oberdielfen, Wilden und Obersdorf gelistet. In Wilnsdorf soll die Aufenthaltsqualität zwischen Marktplatz, Museum und Rathaus gesteigert werden. Zeitnah könnten in Wilgersdorf Verweilplätze angeboten werden (Startprojekt).

Im Konzept festgehalten sind auch die Modernisierung, Sanierung und Verbesserung der Gemeinschaftshäuser. In der gesamten Kommune sollen die Bürgerhäuser modernisiert und barrierefrei gemacht werden (Startprojekt). „Das wird lange, lange Zeit in Anspruch nehmen“, hob Schewe zu den letzten Punkten hervor. In Anzhausen soll die Mehrzweckhalle energetisch optimiert und barrierefrei gestaltet werden. In nächster Zeit umsetzbar ist laut des Konzepts die Anschaffung eines Stuhllagerraums im Bürgerhaus Gernsdorf.

2. Sicherung und zukunftsfähige Gestaltung der städtebaulichen Entwicklung: Noch gebe es nicht zu allen gesetzten Zielen, wie der Sicherung eines nachfrage- und bedarfsgerechten Gewerbeflächen-, Siedlungsflächen und Wohnungsangebotes, konkrete Leitprojekte, so Schewe. Dennoch gibt es sie für andere Ziele in diesem Handlungsfeld: Angegeben sind der Ausbau der Alten Dorfstraße in Rinsdorf mit einer verbesserten Aufenthaltsqualität sowie auf gesamtkommunaler Ebene die Umsetzung des „Mobilitätskonzepts für den Radverkehr in der Gemeinde Wilnsdorf“, das derzeit erarbeitet wird.

3. Mobilität und Versorgung: Das Mobilitätskonzept für den Radverkehr wird auch unter diesem Handlungsfeld geführt. Als Projektidee steht zudem die Gestaltung eines Rundweges mit Ruhe- und Erholungsräumen und Informationszonen für Jung und Alt in Wilnsdorf. Ziele, die in diesem Handlungsfeld auch genannt werden, sind beispielsweise die Erhöhung der Verkehrssicherheit und die Optimierung des Breitbandausbaus.

4. Soziale Infrastruktur und Freizeit: Ähnlich wie im Handlungsfeld 1 sind hier besonders viele Leitprojekte und Projektideen zusammengekommen. In Nieder- und Oberdielfen ist eine „Dielfer Promenade“ eine Projektidee. Speziell für Niederdielfen ist ein „Dielfer Generationenpark“ gewünscht. Um die Sport- und Freizeitangebote zu optimieren, stehen im Konzept die Umgestaltung des Sportplatzes in Anzhausen (Leitprojekt), die Instandsetzung des Badeweihers in Wilnsdorf (Leitprojekt) sowie die Modernisierung des Sportheims in Wilden bzw. dessen Neubau (Projektidee). Letzteres „ist doch recht aufwendig“, so Schewe und deshalb bislang nur eine Idee.

5. Natur-/Kulturlandschaft und Tourismus: Als Leitprojekt hat das Planungsbüro den Lehrpfad „Kulturlandschaft und Ökologie am Flammersbach“ festgehalten. Dieser soll ein außerschulischer Lernort, ein Klassenzimmer im Grünen, sein. In Rudersdorf ist ein Schaukasten mit „Schmiedestätte der Keltenzeit“ geplant (Leitprojekt). Eine Projektidee ist die Beschilderung der Bachläufe in Wilgersdorf, damit „Bäche, die kaum noch einer kennt, mit den Schildern noch einmal ins Gedächtnis gerufen werden“, erklärte Schewe. Insgesamt gebe es in diesem Handlungsfeld noch Potenzial.

Die Projekte und Ideen seien „sehr gut auf die Ortsteile verteilt“, so der Planer. Martin Klöckner, zuständig für den Fachbereich Bauen, Wohnen, Umwelt, betonte auf Nachfrage eines Bürgers, dass derjenige der ein Projekt starte, in der Regel auch dafür verantwortlich sei, es weiterhin zu begleiten. „Wenn jemand schöne Blumenbeete plant, dann muss er sie auch pflegen. Das kann nicht der Bauhof machen, nur um mal ein Beispiel zu nennen“, so Klöckner.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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