Voller Überraschungen

Beim Schlendern über die Pfade des Natur- und Skulpturenparks Rödgen kann man ständig neue Entdeckungen machen und neue Erkenntnisse gewinnen.  Foto: sib
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sib Rödgen. Die NaKuMe-Wiedereröffnung nach umfangreichen Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen feierten am Samstag auf dem Gelände von Manfred Stangier, der „Hausherr“ und Gründer des Vereins zur Erhaltung und Förderung des Parks ist, Freunde und Bekannte des einzigartigen Projekts. An die Eröffnung des Parks NaKuMe (Natur, Kunst, Mensch) vor etwa einem Jahr erinnerte sich in seinem Grußwort Kreiskulturreferent Wolfgang Suttner. Damals habe ein Regensturm getobt, trotzdem sei es ein schönes Ereignis gewesen, und deshalb habe man sich wieder hier versammelt.

Suttner: „Hier wird dem Erleben von Natur und Kunst und ihrer ganz besonderen Synergieeffekte in Konzept und Realisierung eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt.“ 5000 Quadratmeter Fläche für ein Kulturprojekt Natur-Kunst-Mensch freizuhalten, sei extrem großmütig, dankte er dem Gastgeber. Von seiner überaus positiv geprägten Beziehung zu Manfred Stangier erzählte Fotograf und SZ-Redakteur Dirk Manderbach, der zur Eröffnung das Projekt vorstellte. Gemeinsam waren beide auf botanischen Exkursionen, und Manderbach lernte Stangier dabei als leidenschaftlichen Naturschützer kennen, der mit Konventionen erfreulich wenig am Hut habe.

Hier auf dem Rödgen sei Stangier die Zusammenführung von Kultur und Natur gelungen, von Künstlern und Biologen, in einer Form, die ungewöhnlich und spannend zugleich sei. Bewacht von sieben eisernen Raben, einem Froschkönig, magischen Maschinen, die ihr Geheimnis erst im Dialog mit Wind und Wetter lüften, mit mächtigen Bäumen, habe er ein kleines Paradies geschaffen, das heute und in Zukunft mit allen geteilt werden solle.

Unter mächtigen, alten Eichen stellten ihre Arbeiten aus: Hansjörg Beck, Irma Büdenhölzer, Uta Burmester, Hans-Paul Epe und Thomas Moess, Wolfram Gaffron, Manfred Immel, Ewald Keller, Gerhard Theis und Gabriele Zutz. Auch Manfred Stangier hat den Park mit eigenen Objekten bereichert, darunter ein prächtiger, meterhoher Fichtenstamm vom Landeskroner Weiher. In Ergänzung zu den Objekten der zehn Künstler, die ihre Arbeiten als Dauerausstellung im Park präsentieren, zeigte Dirk Manderbach am Tage der Ausstellungseröffnung elf seiner eindringlichen Fotostudien. Der süße Lokalmatador aus Littfeld, Storch Kurt, ist ebenso darunter wie ein Raufußkauz-Junges mit riesigen Augen oder ein Haussperling.

Zur Eröffnung spielte eine afrikanische Trommelgruppe unter Leitung von Henning Puttkammer. Gesang und Ausdruckstanz gab es von Thorsten Schulte-Nienhaus und Partnerin Chantina Knautz. Ines Burkhardt las Geschichten zum Herbst vor, und es gab ein Zwischenspiel mit einer Cellokomposition von Mirko Dorner. Ulrike Darnier moderierte das Programm.Im neu errichteten Parkhaus wurde für das leibliche Wohl gesorgt, sogar eine Massage wurde angeboten (Kyra Lukic und Hildegard Mockenhaupt). Zur Parkeröffnung stellten vier Dortmunder Malerinnen, nämlich Helene Ravn, Ulla Biallas, Marita Schulte und Britta Basten, ihre aussagekräftigen Bilder aus. Ganz frisch geräucherte Forellen gab es von Fritz Skerra aus Oberdielfen. Bis zum 31. Oktober ist der Park jeden Sonntag von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Weitere Besuchsmöglichkeiten werden auf Anfrage gegeben.

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Archiv-Artikel Siegener Zeitung aus Siegen

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