Gewerbegebiet Lehnscheid VII: Rat stimmte für weitere Schritte
Warum alles länger dauert

sp Wilnsdorf. Vor rund sieben Jahren hatte der Rat der Gemeinde Wilnsdorf beschlossen, dass für ein neues Gewerbe- und Industriegebiet (Lehnscheid VII) in Wilnsdorf der Flächennutzungsplan geändert werden soll. 9 Hektar, 90 000 Quadratmeter, sollen von forstwirtschaftlicher Fläche in gewerbliche Baufläche umgewandelt werden.

Wie berichtet, ist der Flächenbedarf für das Gebiet etwas größer als der im derzeit gültigen Regionalplan eingeräumte Bedarf der Gemeinde. Deshalb sollte sie Flächen vorstellen, die als gewerbliche Bauflächen wieder zurückgenommen und in land- oder forstwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden. Fünf Gebiete mit einer Größe von insgesamt 2,85 Hektar kamen zusammen.

Kein Verlust für die Gemeinde

Der zuständige Fachbereichsleiter Martin Klöckner betonte im Bau- und Umweltausschuss am Dienstagabend, dass die Nutzbarkeit für diese Flächen ausgeschlossen sei, denn sie „technisch“ nicht nutzbar, zudem sei die Bebauung z. B. mit Stellplätzen bereits abgeschlossen. Er wies darauf hin, dass die Anschlussstelle beim Ausbau der A 45 weiter in Richtung Wilnsdorf „rutsche“ und beispielsweise die Erschließungsstraße verändert werden müsse. „Das ist lösbar, ohne dass wir Flächen verlieren.“

Ekkehard Blume (Grüne) fragte, ob die Bezirksregierung Arnsberg mit den Umwandlungsflächen von 2,85 Hektar einverstanden sei oder ob „die Gemeinde 1,15 Hektar nachliefern“ muss. Klöckner vermutet, dass die Summe ausreiche, wenn nicht, dann müsse noch einmal nachgearbeitet werden. Blume wollte zudem wissen, ob die Hochspannungsleitungen Auswirkungen auf die Nutzbarkeit hätten. Das verneinte Klöckner, es müssten keine Masten versetzt werden.

Mit Blick auf die Vorlage und die Länge des Verfahrens äußerte der Ausschussvorsitzende Klaus Dieter Schneider bereits zu Beginn der Sitzung am Dienstagabend: „Hier sieht man, warum alles etwas länger dauert.“ Hannes Gieseler (SPD) betonte, dass er froh sei, dass es nicht wie in China zugehe, wo ein großes Gebäude in zwei Wochen hochgezogen werde, sondern „wir in einer Demokratie leben“.

Einstimmige Entscheidung

Der Ausschuss hatte eine einstimmige Empfehlung an den Rat ausgesprochen. Dieser beschloss am Donnerstag ebenfalls ohne Gegenstimmen und Enthaltungen, dass die fünf gewerblichen Bauflächen in forst- und landwirtschaftliche Flächen umgewandelt werden. Außerdem wurde die Verwaltung damit beauftragt, nach der Erstellung der Entwurfsunterlagen, die Beteiligung der Öffentlichkeit, der Behörden und Träger durchzuführen.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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