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Ortsteilforum in Rinsdorf
„Wo der Schuh drückt“

Viele Gebäude der Gemeinde Wilnsdorf benötigen eine energetische Sanierung, auch das Bürgerhaus in Rinsdorf. Mit einer Untersuchung soll herausgefunden werden, wo dringender Bedarf besteht – laut des zuständigen Fachbereichsleiters wird das noch einige Jahre in Anspruch nehmen.
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  • Viele Gebäude der Gemeinde Wilnsdorf benötigen eine energetische Sanierung, auch das Bürgerhaus in Rinsdorf. Mit einer Untersuchung soll herausgefunden werden, wo dringender Bedarf besteht – laut des zuständigen Fachbereichsleiters wird das noch einige Jahre in Anspruch nehmen.
  • Foto: Sarah Panthel
  • hochgeladen von Christian Schwermer (Redakteur)

sp Rinsdorf. Mobilität, Bauplätze oder energetische Sanierungen: Die Rinsdorfer hatten ganz unterschiedliche Themen über die sie mit der Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf sprechen wollten. Bürgermeisterin Christa Schuppler und Vertreter aus den Fachbereichen hatten zum vierten Ortsteilforum im Wilnsdorfer Gemeindegebiet eingeladen. Rund 25 Interessierte kamen am Mittwochabend in das Rinsdorfer Bürgerhaus. Die Rathauschefin leitete den Abend mit drei Themen ein, die sie von ihrer Seite aus ansprechen wollte. Sie blickte auf die Feierlichkeiten des Ortsjubiläums zurück, sprach über den Umbau des Feuerwehrgerätehauses und über die barrierefreien Bushaltestellen, die mithilfe von Fördermitteln gebaut werden konnten.

sp Rinsdorf. Mobilität, Bauplätze oder energetische Sanierungen: Die Rinsdorfer hatten ganz unterschiedliche Themen über die sie mit der Verwaltung der Gemeinde Wilnsdorf sprechen wollten. Bürgermeisterin Christa Schuppler und Vertreter aus den Fachbereichen hatten zum vierten Ortsteilforum im Wilnsdorfer Gemeindegebiet eingeladen. Rund 25 Interessierte kamen am Mittwochabend in das Rinsdorfer Bürgerhaus. Die Rathauschefin leitete den Abend mit drei Themen ein, die sie von ihrer Seite aus ansprechen wollte. Sie blickte auf die Feierlichkeiten des Ortsjubiläums zurück, sprach über den Umbau des Feuerwehrgerätehauses und über die barrierefreien Bushaltestellen, die mithilfe von Fördermitteln gebaut werden konnten.

Eine "Zammelhütte" soll es nicht werden

Über ein Vorhaben des Heimatvereins Rinsdorf berichtete Ortsvorsteher Gerhard Moos: Im Zentrum des Ortes ist ein Spielplatz, auf dem eine Hütte errichtetet werden soll, in dem die Heimatfreunde verschiedene Geräte unterbringen wollen. Moos sprach von einem „dicken Brett, das gebohrt werden musste“. Über das EU-Förderprogramm Leader will der Heimatverein laut Moos an finanzielle Mittel kommen. Man habe ihm signalisiert, dass die Chancen dafür gut stehen.
Der Plan: Auf einer gepflasterten Fläche auf dem Spielplatz soll eine Tischtennisplatte verschoben werden, um Platz für einen Geräteschuppen in Blockbohlenbauweise zu schaffen, in dem u. a. der mobile Pizzaofen und zwei Aufsitzmäher sowie Tische und Bänke Platz finden sollen. „Es sieht aus wie ein kleines Wohnhaus“, sagte Moos: „Wir wollen keine Zammelhütte, das soll schon was Anständiges sein.“ Er rechnet mit Kosten von etwa 14 000 Euro, 80 Prozent sollen mit Fördermitteln finanziert werden. Schuppler meinte, der gewählte Platz sei ein zentraler und leicht zugänglicher Ort.
Nach der Vorstellung dieses Projekts hatten die Rinsdorfer die Möglichkeit, sich zu äußern und zu sagen, „wo der Schuh drückt“, wie es die Verwaltung formulierte – aber der sitzt anscheinend recht gut. Nur wenig kritische Äußerungen kamen aus den Sitzreihen, stattdessen gab es Nachfragen und Anregungen. Ein größeres Thema waren Mobilität und Verkehr. Hier wurde nachgefragt, welche Veränderungen es geben könnte.

Nachtbus mit Schleife über Rinsdorf?

Schuppler nannte die Mitfahrerbank in Niederdielfen als Beispiel eines neuen Ansatzes und verwies weiter auf den Beschluss des Radverkehrskonzeptes. Erste Ansätze für Carsharing habe es ebenfalls gegeben, ein konkretes Konzept gebe es indes nicht. Nachgefragt wurde auch, ob der Nachtbus aus Wilnsdorf nicht eine Schleife über Rinsdorf fahren könne, was vor allem für junge Leute interessant sein könnte. Hier habe die Gemeinde keinen Einfluss, sagte Schuppler, aber man könne das an die zuständige Stelle weiterleiten. Sie verwies zudem darauf, dass die Kommunen dafür zahlten, damit das Nachtbus-Angebot überhaupt bestehen bleibe.
Die Verwaltung wurde ferner darauf aufmerksam gemacht, dass sie zügig die Grundstücksangelegenheiten klären sollte, die noch an dem Radweg zwischen Rinsdorf und Wilnsdorf anstünden. Das würde zukünftige Verhandlungen einfacher machen. Der zuständige Fachbereichsleiter Martin Klöckner betonte, dass auf die Eigentümer zugegangen werde. Außerdem verwies ein Rinsdorfer darauf, dass durch die Baustelle an der Autobahnbrücke ein Teil des Radweges äußerst schlammig sei.
„Baumäßig, läuft da was in Rinsdorf?“, wollte ein Bürger wissen. Klöckner erklärte, dass durch das Neubaugebiet „Im Dudenbach“ zehn neue Bauplätze entstehen könnten. Hierfür sei eine Grundstücksneuordnung vorgesehen, ein notwendiges Umlegungsverfahren sei bereits eingeleitet worden. Mit den Grundstückseigentümern müsse noch über die Kosten der Erschließung gesprochen werden.

Großer Bedarf an energetischen Sanierungen

Zum Thema gemacht wurde von den Rinsdorfern auch die energetische Sanierung von Gebäuden – wie dem Rinsdorfer Bürgerhaus. „Sie haben ein großes Fass aufgemacht“, sagte Schuppler. Die Gemeinde habe viele Gebäude, was gut sei, aber diese seien leider oft auch sehr alt: „Überall müssen wir ran.“ Dazu zählten die Schulen, Bürgerhäuser und Feuerwehrgerätehäuser. Überall seien die Bedarfe da.
Daniel Denkert, Kämmerer der Gemeinde und zuständig für das Gebäudemanagement, sagte, dass es demnächst eine Untersuchung geben werde, bei der alle gemeindlichen Gebäude auf energetische Einsparungen hin geprüft würden. Die Kosten dafür lägen im sechsstelligen Bereich, die Verwaltung hoffe, dass 80 Prozent durch Förderungen finanziert würden. Mit der Untersuchung sollten die Grundlagen ermittelt werden, mit denen dann ein Konzept für die Modernisierungen und Sanierungen erstellt werden könne. Denkert sprach hier von zwei bis drei Jahren. Damit könne dann weiter gearbeitet werden.
Kaum zur Sprache kam hingegen der Ausbau der A 45 und dessen Folgen, die zurzeit in den betroffenen Ortsteilen eigentlich für Diskussionen sorgen, die Bürger mobilisieren und bereits ein breites Echo in die Kommunalpolitik gefunden hat.

Autor:

Sarah Panthel (Redakteurin) aus Siegen

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