Aktuell 35 Inhaber in der Wielandgemeinde
Zehn Jahre Ehrenamtskarte

Ehrenamtlich Tätige feierten gemeinsam mit Bürgermeisterin Christa Schuppler (r.) und dem 1. Beigeordneten Helmut Eich (3. v. r.) das zehnjährige Bestehen der Ehrenamtskarte in der Gemeinde Wilnsdorf.
  • Ehrenamtlich Tätige feierten gemeinsam mit Bürgermeisterin Christa Schuppler (r.) und dem 1. Beigeordneten Helmut Eich (3. v. r.) das zehnjährige Bestehen der Ehrenamtskarte in der Gemeinde Wilnsdorf.
  • Foto: Gemeinde Wilnsdorf
  • hochgeladen von Tim Lehmann (Redakteur)

sz Wilnsdorf. Ehrenamtler setzen ihre Zeit, ihre Erfahrung und Motivation für andere ein – ein freiwilliges Engagement, von dem alle profitieren. Ehrenamt ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Anlässlich des zehnjährigen Bestehens der Ehrenamtskarte in der Gemeinde Wilnsdorf hatte Bürgermeisterin Christa Schuppler alle aktuellen Inhaber dieser Karte in der Gemeinde eingeladen, um am Mittwoch gemeinsam das Ehrenamt und den Meilenstein zu feiern.
Sie begrüßte die Gäste im Museum Wilnsdorf und bedankte sich bei den Ehrenamtskarteninhabern stellvertretend für alle ehrenamtlich Tätigen für ihren Einsatz und vorbildliches Engagement, das sie für Umwelt, Sicherheit, ein gutes Miteinander, Menschlichkeit und zur Unterstützung erbringen.

259 teilnehmende Kommunen in NRW

Im Jahr 2008 hat das Land NRW die Karte unter dem Motto „Ehrenamt ist Ehrensache“ auf den Weg gebracht. Unter den 259 teilnehmenden Kommunen ist auch die Gemeinde Wilnsdorf. Seit Bestehen hat die Gemeinde 137 Karten ausgegeben. Die Ehrenamtskarte sei Ausdruck der Wertschätzung und verbinde diese Würdigung mit einem praktischen Nutzen, heißt es in einem Pressetext der Gemeindeverwaltung. So erhielten die Inhaber in der Gemeinde u. a. Vergünstigungen auf Eintrittspreise bei Kulturveranstaltungen, im Museum Wilnsdorf oder in der Bibliothek. Aktuell sind in Wilnsdorf 35 Personen Inhaber einer gültigen Ehrenamtskarte, viele mehr sind ehrenamtlich tätig.

Zum Mitwirken motivieren

Im Gespräch mit Helmut Eich, 1. Beigeordneter der Gemeinde Wilnsdorf, erzählten vier Ehrenamtler von ihren Tätigkeiten und Erlebnissen. Erika Denker, Vorsitzende des Bezirksverbands der Siegerländer Frauenhilfe und seit Dezember 2017 Inhaberin des Verdienstordens des Landes NRW, weiß, dass Menschen zum Mitwirken motiviert werden müssen: „Für unser Angebot ‚Zeitpaten‘ sind zurzeit 45 Paten aktiv. Die haben große Freude an ihrer Tätigkeit und erzählen es weiter. Oft ist es so, dass Menschen ehrenamtlich tätig sein möchten, denen fehlt aber der letzte Schub.“
Das Ehrenamt ist mit viel Freude und Spaß verbunden, waren sich alle Anwesenden einig. Dass auch schwierige und unpopuläre Entscheidungen dazu gehören können, berichtete Heike Dreisbach, Referentin für Erwachsenenbildung im ev. Kirchenkreis Siegen.

„Ein wesentlicher Faktor ist, dass man das, was man tut, als sinnvoll ansieht. Am Ende des Tages ist man vielleicht geschafft, aber man hat geholfen und ist glücklich.“

Heike Dreisbach erwähnte, dass das Ehrenamt in der Gesellschaft an Ansehen gewonnen habe und die Zahlen stiegen. Aufgrund des Berufslebens und neuer Familienstrukturen sei allerdings die Verweildauer im Amt gefährdet.

"Leuchttürme" des Gemeinwesens

Dem schlossen sich auch die Gemeindejugendwarte der Feuerwehr Wilnsdorf Jessica Strauß und André Müller im Gespräch mit Helmut Eich an. So verliere die Freiwillige Feuerwehr häufig Mitglieder, die eine Ausbildung oder ein Studium beginnen. „Viele kommen aber wieder“, so Jessica Strauß. „Wir vermitteln an den Nachwuchs, dass das was sie machen, positiv ist“, ergänzte André Müller.
Helmut Eich erinnerte daran, dass ohne die Menschen, die ohne Bezahlung dies alles für die Mitmenschen tun, ein Gemeinwesen nicht funktionieren könne. „Wir brauchen diese Leuchttürme, um zu zeigen, wie wichtig Ehrenamt ist und wie gut dieses tun kann.“

Autor:

Tim Lehmann (Redakteur) aus Siegen

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