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SZ-Sportplatz-Check, Teil 1, Gernsdorf
Henneberg-Arena gehegt, gepflegt und aufgewertet

Steil, aber nur immer Sommer auch wirklich eine tolle Sache: Die Tribüne der Henneberg-Arena bietet so viele Sitzplätze wie kaum eine andere Platzanlage in der Region.
  • Steil, aber nur immer Sommer auch wirklich eine tolle Sache: Die Tribüne der Henneberg-Arena bietet so viele Sitzplätze wie kaum eine andere Platzanlage in der Region.
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  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sta Siegen. In loser Reihenfolge stellt die Siegener Zeitung zwölf der schönsten heimischen Fußball-Anlagen des Kreis Siegen-Wittgenstein vor und beleuchtet die Gegebenheiten sowie die Macher im Hintergrund, die dafür verantwortlich sind, dass in ihrem Verein dem runden Leder in einem kleinen Schmuckkästchen nachgejagt wird. Fünf Kategorien werden zur Bewertung herangezogen, maximal können 25 Punkte beziehungsweise Bälle vergeben werden. Los geht's mit der Henneberg-Arena des TSV Weißtal in Gernsdorf.

 „Ich komme später wieder. Es gibt Mittagessen“, ruft Reinhard Beier und verlässt den Henneberg. Später? Eine Viertelstunde danach ist der Gernsdorfer schon wieder an Ort und Stelle, packt Besen und Eimer zusammen und geht zur Tribüne.

sta Siegen. In loser Reihenfolge stellt die Siegener Zeitung zwölf der schönsten heimischen Fußball-Anlagen des Kreis Siegen-Wittgenstein vor und beleuchtet die Gegebenheiten sowie die Macher im Hintergrund, die dafür verantwortlich sind, dass in ihrem Verein dem runden Leder in einem kleinen Schmuckkästchen nachgejagt wird. Fünf Kategorien werden zur Bewertung herangezogen, maximal können 25 Punkte beziehungsweise Bälle vergeben werden. Los geht's mit der Henneberg-Arena des TSV Weißtal in Gernsdorf.

 „Ich komme später wieder. Es gibt Mittagessen“, ruft Reinhard Beier und verlässt den Henneberg. Später? Eine Viertelstunde danach ist der Gernsdorfer schon wieder an Ort und Stelle, packt Besen und Eimer zusammen und geht zur Tribüne. „Da oben muss noch einiges gemacht werden“, sagt der 67-Jährige, der viel Zeit am „Platz“ verbringt, obwohl zuhause rund ums das Eigenheim auch genug zu tun wäre. „Vor drei Jahren wurde ich gefragt, ob ich helfen kann, unseren neuen Kunstrasen abzuziehen. Das muss mindestens einmal die Woche gemacht werden“, erklärt Beier. Mittlerweile ist noch einiges dazu gekommen. Rasen mähen. Kehren. Kleinere handwerkliche Arbeiten. All das, was Günther Kühn eine Ewigkeit gemacht hat, der altersbedingt aber zurückstecken musste, trotzdem aber noch oftmals nach dem Rechten schaut.

Die Henneberg-Arena, wie sie offiziell heißt, gehört mit Sicherheit zu den schönsten Sportplätzen im Kreisgebiet und das vor allen Dingen, weil sich seit Jahr und Tag immer wieder Weißtaler gefunden haben, die anpacken. Die renovieren. Die putzen. Die mähen. Die tun und machen.

Dirk Duschath, der sonntags oftmals an der Linie die Fahne schwenkt, eine echte TSV-Ikone, gehört auch zu diesen Leuten, die oftmals unter der Woche zur Stelle sind, wenn das Gras unter der Tribüne oder am Steilhang daneben mal wieder gewachsen ist. Und der sicherlich manchmal auch flucht, da die Anlage am Henneberg zwar schön gelegen ist, gleichwohl aber aufgrund der Größe auch ziemlich arbeitsintensiv daher kommt. Denn im Zuge der Kunstrasenerneuerung zur Jahrtausendwende bekam der Aschenplatz, der nicht allzu selten nach Regenfällen von riesigen Pfützen gesäumt wurde, nicht nur einen Kunstrasenbelag überzogen, sondern auch das ganze Areal erfuhr eine Generalüberholung.


Der SZ-Check 


Die Anlage: Der Henneberg verfügt über eine Tribüne, die sich in drei Reihen über fast die gesamte Spielfeldlänge erstreckt. Durch die sehr steile Bauweise und die direkte Nähe zum Feld (keine Laufbahn) gibt es im Siegerland wohl kaum einen Fußballplatz, wo man eine bessere Übersicht hat. Allerdings fehlt eine Überdachung (mal abgesehen von zwei „Pilzen“ in der Nähe des Sportheims). Diese war zu Landes- und Verbandsliga-Zeiten immer mal wieder im Gespräch, musste jedoch aus statischen Gründen ad acta gelegt werden. Der Kunstrasen wurde 2017 erneuert und ist aufgrund der Halmhöhe bei den Kickern sehr beliebt, da das Geläuf qualitativ nicht weit entfernt ist von einem Naturrasen. Im Sportheim gibt es neben dem Bewirtungsraum mit Theke und einigen Sitzgelegenheiten auch vier Kabinen (drei große, eine kleine) sowie ein Geschäftszimmer, Lagerräume, einen Kühlkeller und eine großzügige Schiedsrichterkabine. Eng wird es hingegen rund um das grüne Viereck, wenn die einen spielen, während die anderen sich warmmachen wollen. Hierzu ist ein Kleinspielfeld im Bau, der sich allerdings nun schon über ein Jahr streckt. Wertung: 4 von 5 Bällen

Die Parkplatzsituation: Wenn nicht gerade der Hauberg auf einem der beiden Parkplätze unterhalb des Platzes ein Zwischenlager für gerodete Bäume eingerichtet hat (wie derzeit), ist die Anzahl der Parkplätze für einen normalen Spieltagsbesuch absolut ausreichend. Bei einer Zuschauerzahl von mehr als 250 muss sich der geneigte Besucher aber darauf einrichten, gegebenenfalls im Dorf zu parken und den steilen Weg zum Henneberg per Fuß zu erledigen. Top: Direkt vor dem Eingang befindet sich ein ausgewiesener Behindertenparkplatz. Wertung: 5 von 5 Bällen

Die sanitären Anlagen: Befinden sich einmal ums Sportheim herum, unterhalb der Wirtschaft. Diese sind auf dem neuesten Stand, allerdings doch recht klein. Bei größerem Besuch ist dementsprechend eine Wartezeit einzuplanen. Verbesserungswürdig: Die Räumlichkeit für eine Behindertentoilette ist gegeben, allerdings nicht ausgebaut. Wertung: 3 von 5 Bällen

Bewirtschaftung bei Heimspielen: Kaltgetränke jeglicher Art gibt es im Sportheim, während Speisen außerhalb im Container in der „Schönen Küche“ gereicht werden. Hier findet der Fan das „normale“ Programm (Pommes, Bratwurst). Also nichts Außergewöhnliches, aber doch lecker und preislich auch absolut okay. Wertung: 3 von 5 Bällen

Das Angebot für Kinder: Direkt am Eingang gibt es einen kleinen Spielplatz mit Schaukel, Sandkasten und einer Klettermöglichkeit. Wertung: 3 von 5 Bällen

Gesamtpunktzahl: 18 von 25 Bällen

Autor:

Stefan Stark aus Wilnsdorf

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