Ausdauer-Cup 2019
Hitze beim Wielandlauf machte Läufern zu schaffen

Start frei zum 10-Kilometer-Lauf - mit der Startnummer 170 der spätere Sieger Medhanie Teweldebrhan (LG Wittgenstein).
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  • Start frei zum 10-Kilometer-Lauf - mit der Startnummer 170 der spätere Sieger Medhanie Teweldebrhan (LG Wittgenstein).
  • Foto: Frank Steinseifer
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fst Wilnsdorf. Medhanie Teweldebrhan von der LG Wittgenstein und Kathi Schäfers vom TuS Deuz heißen die Sieger des 5. Wielandlaufs des ASC Weißbachtal über 10 Kilometer. Der Volkslauf mit Start und Ziel am Wilnsdorfer Höhwäldchen war zugleich der 6. Wertungslauf im zehnteiligen Ausdauer-Cup 2019.

Lauftemperaturen von fast 30 Grad

Der Legende nach lebte der sagenumwobene Schmied „Wieland“ in der Nähe von Wilnsdorf, deshalb trägt Wilnsdorf auch den Beinamen Wielandgemeinde und auch der Volkslauf des ASC Weißbachtal mit Start und Ziel im Stadion Höhwäldchen, Nachfolger des Anzhäuser Gückellaufs, trägt seit fünf Jahren den Namen „Wielandlauf“. Bei Läuferinnen und Läufern ist „Der Mann mit dem Hammer“ ein eher ungeliebter Geselle, ist das doch der Moment, in dem die Beine schwer sind und die Kräfte schwinden. Kamerad „Wieland“ schlug gleich mehrfach zu, denn selbst erfahrene Langstreckenläufer hatten bei dieser Hitze ihre Probleme. Bei Temperaturen knapp unter 30 Grad waren die Bedingungen für die Teilnehmer äußerst beschwerlich.

Hannes Gieseler:"Wir können nur Hitze oder Starkregen"

„Bei so einem Wetter macht das Laufen wirklich keinen Spaß mehr“, befand ein abgekämpfter Andreas Rottler, Wettkampfläufer des TuS Deuz, mit vielen tausend Kilometern in den Beinen. „Irgendwie können wir nur Hitze oder starken Regen, das dazwischen liegt uns nicht“, nahm es der junge ASC-Vereinsvorsitzende Hannes Gieseler mit Humor. Zusammen mit einem großen Team sorgte der Ausdauersportclub wiededr für eine bestens organisierte Veranstaltung. An zwei Wasserstellen auf der Strecke konnten sich die Läuferinnen und Läufer erfrischen, auf der Zielgeraden sorgte ein Rasensprenger für kühlendes Nass und im Ziel bekamen die Teilnehmer kostenlos gekühlte alkoholfreie Getränke vom Sponsor Krombacher.

60 Starter weniger als im Vorjahr

Es lag wohl an der Hitze und auch an den vielen Parallelveranstaltungen (Gieseler: „Gegen so harte Konkurrenz wie das Siegener Stadtfest ist es schwer…“), dass in diesem Jahr doch deutlich weniger Sportler zum Ausdauer-Cup-Lauf am Höhwäldchen kamen. Zählte der ASC im Vorjahr 341 Starter, so waren es diesmal nur 279 Gesamtteilnehmer. Der Schwund ist jedoch auch auf die steigende Starterzahl beim zugleich ausgetragenen Cross-Duathlon zurückzuführen - hier war das Teilnehmerfeld mit 47 Einzelsportlern und 11 Zweierstaffeln beachtlich. Damit für die Ausdauer-Cup-Läufer ein Start beim Cross-Duathlon nicht "verschenkt" ist, wurde der Wettkampf als Teilnahme für die Cup-Serie gewertet.

Medhanie Teweldebrhanmit souveränem Start-Ziel-Sieg

Hannes Gieseler hatte als Kommentator am Mikrophon sachkundig alles im Griff - nur bei der Einschätzung zum möglichen Sieger im 10 Kilometerlauf sollte er danebenliegen. Als das Teilnehmerfeld nach eineinhalb 400-Meter-Runden das im Stadion verließ, da hatte der Läufer mit der Startnummer 170 bereits einen beträchtlichen Vorsprung. „Da sind wir mal gespannt, ob er das Tempo auch durchhalten kann“, rief Gieseler dem Führenden hinterher. Und ob er das tat! Es war der 20-jährige Medhanie Teweldebrhan, der vom Start weg seinen Sololauf begann und leichtfüßig der Konkurrenz enteilte. „Eigentlich laufe ich bei Hitze gar nicht gerne“, erklärte der aus Eritrea stammende Ausdauerläufer der LG Wittgenstein, doch sein Sieg nach den schweren 10 Kilometern in der Zeit von 36:09 Minuten war völlig ungefährdet, hatte er doch fast eineinhalb Minuten Vorsprung auf die Konkurrenz. Platz 2 belegte Sören Plag vom LC Mengerskirchen in 37:37 Minuten, Dritter wurde Felix Lange (39:19), der diesmal als einziger Spitzenläufer der SG Wenden im Starterfeld war.

Phalanx des TuS Deuz bei den Senioren

Ab Platz sechs dominierten dann die Seniorenläufer des TuS Deuz mit sieben Platzierungen bis Rang 14. Darunter auch der Eiserner Andreas Senner, der sich nach langer Verletzungspause so langsam wieder nach vorne arbeitet, ebenso wie die Niederscheldenerin Kathi Schäfers im Trikot des TuS Deuz, die lange aussetzen musste, diesmal aber mit ihrem Gesamtsieg bei den Frauen in 43:16 Minuten gleich ein kleines Comeback feierte. Auf Platz zwei bei den Frauen folgte mit Petra Henkel ebenfalls eine Läuferin aus Niederschelden und auch sie trug das Trikot des TuS Deuz, der wieder mit einer großen Sportlerzahl nach Wilnsdorf gereist war.


Zwei Wittgensteiner über 5 Kilometer vorn

Über 5 Kilometer lagen am Ende zwei Läufer aus dem Wittgensteiner Land vorne. Es gewann Felix Friedrich vom TuS Erndtebrück in 20:39 Minuten vor Keanu Stöcker von der LG Wittgenstein in 21:37 Minuten. Bei den Frauen lieferten sich Lina Otto und Mattea Mittler vom ausrichtenden ASC Weißbachtal ein Herzschlagfinale bis auf den Zielstrich. Lina Otto hatte die etwas besseren Reserven und siegte mit einer Sekunde Vorsprung in 22:17 Minuten.
Medhanie Teweldebrhan
mit souveränem Start-Ziel-Sieg

Autor:

Frank Steinseifer (Freier Mitarbeiter) aus Siegen

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