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Titelgewinn mit dem BVB
Johanna Stockschläders nächster Traum wird wahr

Gut, besser, BVB: Die Handballerinnen von Borussia Dortmund bejubelten ausgelassen die erste deutsche Meisterschaft der Vereinshistorie. Großen Anteil am Titelgewinn hatte die frisch gebackene Nationalspielerin Johanna Stockschläder aus Gernsdorf (mittlere Reihe, ganz rechts).
  • Gut, besser, BVB: Die Handballerinnen von Borussia Dortmund bejubelten ausgelassen die erste deutsche Meisterschaft der Vereinshistorie. Großen Anteil am Titelgewinn hatte die frisch gebackene Nationalspielerin Johanna Stockschläder aus Gernsdorf (mittlere Reihe, ganz rechts).
  • Foto: imago
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

ubau Dortmund/Gernsdorf. Der 8. Mai 2021 wird in die Geschichtsbücher von Borussia Dortmund eingehen. Die Handballerinnen des BVB sicherten sich erstmals in der Vereinshistorie die deutsche Meisterschaft. Durch einen 39:22 (22:9)-Kantersieg gegen den SV Union Halle-Neustadt katapultierten sich die Schwarz-Gelben zum Titelgewinn. Es war der 27. Sieg im 27. Saisonspiel – besser geht’s nicht! Klar, dass die Freude nach dem Meisterstück keine Grenzen kannte. Mittendrin in der Jubeltraube: die Gernsdorferin Johanna Stockschläder, die am Samstagabend einmal mehr ihre Treffsicherheit unter Beweis stellte und sechs Tore erzielte.

ubau Dortmund/Gernsdorf. Der 8. Mai 2021 wird in die Geschichtsbücher von Borussia Dortmund eingehen. Die Handballerinnen des BVB sicherten sich erstmals in der Vereinshistorie die deutsche Meisterschaft. Durch einen 39:22 (22:9)-Kantersieg gegen den SV Union Halle-Neustadt katapultierten sich die Schwarz-Gelben zum Titelgewinn. Es war der 27. Sieg im 27. Saisonspiel – besser geht’s nicht! Klar, dass die Freude nach dem Meisterstück keine Grenzen kannte. Mittendrin in der Jubeltraube: die Gernsdorferin Johanna Stockschläder, die am Samstagabend einmal mehr ihre Treffsicherheit unter Beweis stellte und sechs Tore erzielte.

„Es ist die pure Freude, wir sind einfach nur froh, glücklich und auch stolz, dass wir es geschafft haben“, sagte die Siegerländerin am Morgen nach dem großen Triumph gegenüber der SZ. Ihre Stimme verriet, dass sie und ihre Teamkolleginnen in der Nacht zuvor etliche Korken hatten knallen lassen. „Ja, das stimmt“, lacht die 26-Jährige. „Wir haben ganz schön tüchtig gefeiert. Da ist keiner verschont geblieben.“

Nachts um 3 Uhr eine Runde um den Borsigplatz

In der Halle gab’s die ersten „Kaltschalen“, dazu Pizza, die der BVB in weiser Voraussicht bereits vorher für 22 Uhr bestellt hatte. Weiter ging die Meister-Sause dann in der Kabine und anschließend auf der fünfstündigen Fahrt im Doppeldeckerbus von Halle zurück nach Dortmund, wo der BVB-Tross nachts um 3 Uhr noch eine Ehrenrunde um den Borsigplatz drehte. Um jenen Platz in der Dortmunder Nordstadt, wo die Fußballer der Schwarz-Gelben ihre großen Triumphe feier(te)n. „Das musste einfach sein“, schmunzelt „Stocki“.

Für die Gernsdorferin war es – wie für ihren Verein – die erste Deutsche Meisterschaft. „Das bedeutet mir wahnsinnig viel. Der Titelgewinn stand noch auf meiner Agenda, die Meisterschaft wollte ich unbedingt gewinnen. Einen besseren Abschluss hätte ich hier nicht haben können“, sagt Stockschläder, die den BVB nach der Saison verlassen und zum Liga-Konkurrenten Neckarsulmer Sport-Union wechseln wird.

„Ich habe die beste Saison meines Lebens gespielt“

Mit ihrer Treffsicherheit von der Linksaußen-Position hatte sie großen Anteil am Titelgewinn. „Ich habe die beste Saison meines Lebens gespielt“, sagt Stockschläder. Die Leistungsexplosion der Gernsdorferin war auch Bundestrainer Henk Groener nicht verborgen geblieben, der „Stocki“ für die WM-Playoffs gegen Portugal nominiert und ihr die ersten beiden Länderspiele ihrer Karriere „verschafft“ hatte (die SZ berichtete ausführlich).

„Das war der erste Traum, der für mich in Erfüllung gegangen ist, der Gewinn der Meisterschaft ist der zweite“, sagt Stockschläder, die ihre Teamkolleginnen in höchsten Tönen lobt. „Wir haben als Mannschaft hervorragend funktioniert und eine sensationelle Saison gespielt. Vor allem die Konstanz, die wir im Verlauf der Runde gezeigt haben, war überragend. Daher freut es mich umso mehr, dass wir nun belohnt worden sind.“

Aus Frust wurde Freude

Damit ist auch der Frust aus dem Vorjahr endgültig verflogen. Hintergrund: Schon in der Vorsaison stand das Team von Trainer André Fuhr als Spitzenreiter beim Saisonabbruch wegen der Corona-Krise dicht vor dem ersehnten Triumph. Doch die Handball Bundesliga Frauen (HBF) entschied seinerzeit, die Spielzeit nicht zu werten und – anders als bei den Männern – keinen Meister am Grünen Tisch zu küren.
Der Tiefschlag stachelte den Ehrgeiz der Dortmunderinnen noch einmal zusätzlich an. Stockschläder: „Wir haben uns nach der Entscheidung ein, zwei Wochen geärgert, dann aber den vollen Fokus auf die neue Saison gerichtet – mit dem klaren Ziel: Meisterschaft.“ Daher, gibt die Gernsdorferin zu, sei es auch „eine gewisse Genugtuung, dass wir es nun gepackt haben“.

Die Null soll stehen bleiben

Drei Saisonspiele stehen nun noch aus, dann dürfen „Stocki“ und Co. die begehrte Meisterschale endlich in Empfang nehmen. Austrudeln lassen wollen sie die Spielzeit aber nicht – ganz im Gegenteil: „Ein Ziel haben wir noch“, sagt Stockschläder, „wir wollen die Saison verlustpunktfrei zu Ende bringen.“ Gelingt es, der famosen Saison noch das i-Tüpfelchen aufzusetzen, würde auch das in die Geschichtsbücher eingehen.

Autor:

Uwe Bauschert (Redakteur) aus Siegen

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