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TSV Weißtal- Rot-Weiß Hünsborn
Künchen entscheidet emotionsgeladenes SI-OE-Duell

Weißtals Schlussmann Yassin El Kabouchi erwischte bei diesem Einsteigen nur Hünsborns Torjäger Luca Künchen und ließ dem 
Schiedsrichter damit keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen.
  • Weißtals Schlussmann Yassin El Kabouchi erwischte bei diesem Einsteigen nur Hünsborns Torjäger Luca Künchen und ließ dem 
Schiedsrichter damit keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen.
  • Foto: sila
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sila Gernsdorf. Nachdem sich die etwa 100 Zuschauer in der Henneberg Arena zur Halbzeitpause gefragt haben dürften, ob dieses SI-OE-Duell zwischen TSV Weißtal und RW Hünsborn tatsächlich den Erwartungen gerecht werden könnte, sahen sie sich beim Schlusspfiff nach 90 Minuten eines Besseren belehrt: Strittige Szenen, eine Rote Karte und ansehnlicher Kombinationsfußball dürften das Eintrittsgeld wert gewesen sein – zumindest dann, wenn man es mit den Gästen hielt.

Während die Hünsborner durch Treffer von Luca Künchen (58./83.) und Jonathan Knott (90.+2) den ersten 3:0 (0:0)-Auswärtssieg der noch jungen Landesliga-Saison feierten, senkten sich die Blicke beim heimischen TSV gen Boden.

sila Gernsdorf. Nachdem sich die etwa 100 Zuschauer in der Henneberg Arena zur Halbzeitpause gefragt haben dürften, ob dieses SI-OE-Duell zwischen TSV Weißtal und RW Hünsborn tatsächlich den Erwartungen gerecht werden könnte, sahen sie sich beim Schlusspfiff nach 90 Minuten eines Besseren belehrt: Strittige Szenen, eine Rote Karte und ansehnlicher Kombinationsfußball dürften das Eintrittsgeld wert gewesen sein – zumindest dann, wenn man es mit den Gästen hielt.

Während die Hünsborner durch Treffer von Luca Künchen (58./83.) und Jonathan Knott (90.+2) den ersten 3:0 (0:0)-Auswärtssieg der noch jungen Landesliga-Saison feierten, senkten sich die Blicke beim heimischen TSV gen Boden. Einen „blutleeren Auftritt“ seiner Mannschaft sah etwa Weißtals Coach Seyhan Adigüzel und konstatierte: „Bis auf unseren Torwart Yassin El Kabouchi hat heute kein Spieler das gezeigt, was wir uns vorgenommen hatten. Unterm Strich ist das ein hochverdienter Sieg für Hünsborn, der durchaus noch höher hätte ausfallen können.“

Dabei ist die Eindeutigkeit des Ergebnisses vor allem Durchgang zwei geschuldet, nachdem sich beide Teams in den ersten 45 Minuten noch weitestgehend neutralisiert hatten. „Die erste Halbzeit war von vielen Fehlpässen auf beiden Seiten geprägt und dementsprechend sehr unruhig“, resümierte Hünsborns Trainer Timo Schlabach, dessen Mannschaft aber besser aus der Kabine kam und das Spieltempo erhöhte. Die Hünsborner Drangphase nach dem Seitenwechsel münzte Torjäger Luca Künchen schließlich in die 1:0-Führung um, indem er zuerst noch an Weißtals Keeper El Kabouchi scheiterte, dann aber den Abpraller verwertete (58.).

Für eine erste emotionale Auseinandersetzung an der Seitenlinie sorgte in der Folge ein vermeintliches Foulspiel im Strafraum der Weißtaler: RWH-Akteur Jan Prothmann kam unter gegnerischer Bedrängnis zu Fall, Schiedsrichter Björn Backhaus entschied sich allerdings gegen den Strafstoß (76.). Noch mehr Aufruhr verursachte in der Folge ein zu hartes Einsteigen von TSV-Akteur Osseni-Yannick Logo, der bei einer Grätsche mit gestrecktem Bein voran ging und folgerichtig des Platzes verwiesen wurde (78.).

Keine fünf Minuten später foulte Weißtals Torwart El Kabouchi den bis dato einzigen Torschützen des Tages, Luca Künchen, beim Versuch, dem Stürmer den Ball abzunehmen. Dieses Mal blieb dem Unparteiischen keine andere Wahl, als auf den Punkt zu zeigen. Der Gefoulte trat selbst an und sorgte mit seinem zweiten Streich für die Vorentscheidung (83.). Auch beim Schlusspunkt sollte El Kabouchi, der über das gesamte Spiel einige sehenswerte Paraden darbot, zur tragischen Figur avancieren, als er einen Rückpass unter Bedrängnis in die Hand nahm. Den fälligen indirekten Freistoß im „Sechzehner“ versenkte der eingewechselte Jonathan Knott zum 3:0-Endstand (90.+2).

„Wir wollten hier unbedingt drei Punkte holen und das haben wir am Ende auch souverän geschafft, deshalb bin ich mit unserem Auftritt zufrieden“, sagte RWH-Coach Timo Schlabach. Ernüchternd fiel das Fazit des Tages bei seinem Gegenüber, TSV-Coach Seyhan Adigüzel, aus: „Hünsborn hat uns mit Männerfußball den Stecker gezogen. Jetzt geht es darum, das Spiel realistisch zu analysieren, bevor am nächsten Wochenende mit Erlinghausen der nächste schwere Gegner wartet.“

Autor:

Silas Münker (Volontär) aus Siegen

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