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Fußball-Landesliga 2
Weißtals Trainer Adigüzel geht mit Team hart ins Gericht

Gallige Tacklings, wie dieser Einsatz von TSV-Akteur Paulo Flender im Spiel gegen RW Hünsborn, waren im Weißtaler Duell gegen Arpe-Wormbach Mangelware.
  • Gallige Tacklings, wie dieser Einsatz von TSV-Akteur Paulo Flender im Spiel gegen RW Hünsborn, waren im Weißtaler Duell gegen Arpe-Wormbach Mangelware.
  • Foto: Silas Münker
  • hochgeladen von Uwe Bauschert (Redakteur)

sila Gernsdorf. Personalnot, eine miserable Chancenverwertung und individuelle Fehler: Der 7. Spieltag der Fußball-Landesliga hätte für die Kicker des TSV Weißtal wohl nur schwerlich noch unglücklicher laufen können. Coach Seyhan Adig

sila Gernsdorf. Personalnot, eine miserable Chancenverwertung und individuelle Fehler: Der 7. Spieltag der Fußball-Landesliga hätte für die Kicker des TSV Weißtal wohl nur schwerlich noch unglücklicher laufen können. Coach Seyhan Adigüzel zog aus der 1:3 (0:2)-Niederlage beim Tabellenachten FC Arpe-Wormbach „Erkenntnisse, die im Hinblick auf die personelle Aufstellung in den nächsten Aufgaben hilfreich sein werden“. Was der 25-jährige Übungsleiter damit konkret meint: „Vier bis fünf Spieler haben nicht nur schlecht gespielt, sondern jegliche Grundtugenden gänzlich vermissen lassen.“

Das vernichtende Zeugnis ist darüber hinaus ein Resultat vieler Umstände: Zum einen ist dort der mit 200 Zuschauern gut besuchte Naturrasenplatz in Wormbach, der „eher einer Kuhweide als einem Fußballplatz“ geglichen habe, so Adigüzel, der anfügt: „Wir waren vollkommen überrascht von der vorherrschenden Lautstärke und der Galligkeit des Gegners, obwohl wir uns darauf vorbereiten wollten.“
Tatsächlich sahen sich die Gäste nach zwölf Spielminuten bereits mit einem 0:2-Rückstand konfrontiert. Einen Fehler in der Weißtaler Hintermannschaft nutzten die Hausherren in Person von Andre Siepe eiskalt zur 1:0-Führung aus (9.). Gerade schienen sich die Spieler des Fusionsvereins vom frühen Schock erholt zu haben, da nutzte FC-Akteur Marius Habel schon den nächsten individuellen Fehler zum zweiten Treffer (11.).

Obwohl die Weißtaler in der Folge zur besseren Mannschaft avancierten, gelang bis zur Pause nicht der Anschlusstreffer. TSV-Kapitän Jan-Michael Moses traf vor dem gegnerischen Tor zweimal die falsche Entscheidung, Emre Ucak zielte bei seinen Torannäherungen zu hoch. „Wir hätten locker mit einem 2:2 in die Pause gehen können, aber wir haben in vielen Situationen einfach viel zu blauäugig agiert. Uns fehlte vorne einfach der gewisse Killerinstinkt, bei manchen haperte es auch an der Auswahl der Schuhe“, wusste Adigüzel und ärgerte sich neben der Chancenverwertung auch über die Entscheidungen des Unparteiischen: „Wir hätten einen glasklaren Elfmeter bekommen müssen, als Emre Ucak alleine auf den gegnerischen Torwart zulief und von hinten von den Beinen geholt wurde. Ich hätte gerne gesehen, wie das Spiel dann verlaufen wäre.“

Auch nach dem Seitenwechsel waren es zumeist die Gäste, die sich dem gegnerischen Tor annäherten. Belohnt für ihre offensiven Bemühungen wurden die Weißtaler schließlich in Minute 55. Nach einem langen Ball von Manuel Jung lief Maximilian Kraft alleine auf den Wormbacher Torwart zu und verwandelte zum 1:2-Anschlusstreffer. „Die Einstellung der Mannschaft nach dem frühen 0:2-Rückstand war zwar in Ordnung, aber wenn du dich gleich zu Beginn so überrollen lässt, darfst du dich nicht wundern“, fand Adigüzel deutliche Worte.

Besonders ärgerlich dürfte die Niederlage für den Tabellen-13. auch deswegen sein, weil die Hausherren in Durchgang zwei nur selten gefährlich in die Hälfte der Weißtaler eindringen konnten. Die erste klare Torchance für die Mannschaft von Jens Richter in der zweiten Hälfte nutzte Andre Siepe für seinen zweiten Streich des Tages und die endgültige Entscheidung (87.). „Wir sind an unseren individuellen Fehlern gescheitert, weshalb man von drei verlorenen Punkten sprechen muss. Weil ich lediglich zwei Feldspieler auf der Bank hatte, konnte ich keine neuen Impulse setzen“, so Jungcoach Adigüzel, der im kommenden Duell mit Drolshagen auf eine Reaktion seiner Mannschaft hofft: „Dieses Mal kam einfach alles zusammen, aber wir müssen jetzt den Mund abputzen und weitermachen.“

Autor:

Silas Münker (Volontär) aus Siegen

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