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Bläserphilharmonie Altenkirchen vergibt Auftrag an Otto M. Schwarz
Eigene Ouvertüre für Lichtenthälers neues Orchester

Initiator und Dirigent Marco Lichtenthäler freut sich auf den „Ersteinsatz“ der BPAK.
  • Initiator und Dirigent Marco Lichtenthäler freut sich auf den „Ersteinsatz“ der BPAK.
  • Foto: privat
  • hochgeladen von Regine Wenzel (Redakteurin)

gum Altenkirchen/Wissen. Die im Januar neu gegründete Bläserphilharmonie Altenkirchen (BPAK) startet mit einer Uraufführung am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, im Kulturwerk in Wissen (die SZ berichtete). Der große Traum des Dirigenten, Musikers und Landesmusikdirektors Marco Lichtenthäler, für das Eröffnungskonzert mithilfe der Mittel aus einem Crowdfunding eine eigens komponierte Ouvertüre zu bekommen, ist tatsächlich wahr geworden, wie er jetzt bei einem Zoom-Presse-Meeting berichtete.
Starkes Musikstück für Eröffnung gesuchtUm...

gum Altenkirchen/Wissen. Die im Januar neu gegründete Bläserphilharmonie Altenkirchen (BPAK) startet mit einer Uraufführung am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, im Kulturwerk in Wissen (die SZ berichtete). Der große Traum des Dirigenten, Musikers und Landesmusikdirektors Marco Lichtenthäler, für das Eröffnungskonzert mithilfe der Mittel aus einem Crowdfunding eine eigens komponierte Ouvertüre zu bekommen, ist tatsächlich wahr geworden, wie er jetzt bei einem Zoom-Presse-Meeting berichtete.

Starkes Musikstück für Eröffnung gesucht

Um die Besucher des Konzerts sofort in den Bann des Orchesters zu ziehen, hatte Lichtenthäler lange nach einem beeindruckenden Musikstück für die Eröffnung gesucht und nichts gefunden – weshalb der Wunsch nach der eigenen Ouvertüre ganz oben auf der Wunschliste stand. Dank vieler Unterstützer kam dann die benötigte Summe zusammen, und der österreichische Komponist Otto M. Schwarz, mit dem Lichtenthäler eine langjährige Freundschaft verbindet, konnte beauftragt werden, eine Ouvertüre für die BPAK zu komponieren. Damit soll jedes der Bläserphilharmonie-Konzerte künftig eröffnet werden.

Prominenter Festredner

„Es war ein spannendes erstes Vierteljahr“, so Lichtenthäler. Die Satzung des zu gründenden Trägervereins der BPAK sei fertig, den Start verhindert allerdings die Pandemie, da die Ursprungssatzung von allen Gründungsmitgliedern unterschrieben werden muss, wofür eine Präsenzveranstaltung Pflicht ist.
Bei künftigen Konzerten soll in jedem Jahr eine Persönlichkeit des öffentlichen Lebens als Festredner dabei sein, z. B. aus Wissenschaft, Kirche oder Wirtschaft. Zur Premiere ist ein europaweit bekannter Politiker geladen, dessen Namen Lichtenthäler noch nicht verraten will. Wichtig ist es ihm zu betonen, dass es sich bei dem Konzert nicht um eine Politik-Veranstaltung handelt. Er möchte einfach mal Danke zu sagen an alle, die unterstützt hätten, in welcher Form auch immer, so Lichtenthäler.
Auf den letzten Metern war es recht eng geworden. Stichtag für die benötigte Summe von 2000 Euro im Crowdfunding war der 1. Mai. Wäre bis dahin die benötige Gesamtsumme nicht zusammengekommen, dann wäre alles verfallen. 

Schwarz schrieb schon für Daadetaler

Am 30. April abends wurde die Schwelle überschritten, zur großen Erleichterung des Dirigenten und seines Teams, aber auch des Komponisten Otto M. Schwarz, der 2010 bereits eine Komposition für die Daadetaler Knappenkapelle zum Jubiläum schrieb („The White Tower“), die von Lichtenthälers Projektorchester (PJO) in der Stadthalle in Betzdorf uraufgeführt wurde.
2018 dirigierte Schwarz in Wissen das Projektorchester zu dessen Abschied. „Jetzt sind wir drei Jahre weiter, das Projektorchester gibt es nicht mehr, und der Kreis schließt sich, Otto M. Schwarz schreibt uns die Ouvertüre“, so Lichtenthäler strahlend und begeistert.

Orchester mit ernstem Anspruch

Man merkt ihm deutlich an, wie er sich auf die Herausforderung freut: „Dieses Orchester ist ein Traumjob für einen Dirigenten.“ Unterstützung erhält der Dirigent durch ein professionelles Dozenten-Team und eine Konzertmeisterin. „Wir werden die musikalische Qualität noch einmal steigern, deshalb auch der Name Bläserphilharmonie. Auch die Literatur wird anders sein als gewohnt. Keine Popularmusik, der Anspruch ist ernster.“ Das findet Lichtenthäler selbst sehr spannend, sei dies doch eine Facette der Blasmusik, die man nicht so häufig hört.

Lediglich noch fünf Plätze frei

Mehr hochkarätige Bewerbungen als für die Besetzung erforderlich sind eingegangen, das Orchester ist mit gut 50 Musikern im Alter von 15 bis 64 Jahren fast komplett besetzt. 85 Prozent von ihnen kommen, wie auch im Vorfeld gewünscht, aus dem Kreis Altenkirchen. Lediglich fünf freie Plätze gibt es noch, ein 3. Horn, eine 1. Klarinette und drei Fagotte. Die zu finden dürfte schwieriger sein, da diese Instrumente in der Region fast nicht gespielt werden. Da sich aber sogar Musiker gefunden haben, die recht seltene Instrumente wie Flügelhorn und Kornett spielen, ist der Initiator guter Dinge, auch die fehlenden Plätze noch zu besetzen.

Lichtenthäler verspricht Unglaubliches

Auf jeden Fall wird Musik zu hören sein, die eher in die Philharmonie passt, symphonische Blasmusik auf höchstem Niveau wie im zweiten Teil des Konzerts das Hauptwerk des Abends, die 3. Symphonie („Die Tragische“) von James Barnes. „Man glaubt nicht, dass so etwas von einem Blasorchester erzeugt werden kann. Das ist auch unser Anspruch, deshalb heißt es Bläserphilharmonie“, so Lichtenthäler.

Autor:

Gaby Wertebach (Freie Mitarbeiterin) aus Betzdorf

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